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40 Stunden soziale Arbeit für den „Stinkefinger“

Peine 40 Stunden soziale Arbeit für den „Stinkefinger“

Peine. Sogar, wenn man selber die Polizei zu Hilfe ruft, kann das nach hinten losgehen. Diese Erfahrung musste jetzt ein 25-jähriger Auszubildender aus Stederdorf machen. Er hatte Mitte Januar Stress mit seiner Freundin gehabt und die Polizei gerufen. Doch die beiden Beamten verhielten sich anders, als von ihm erwartet, und so setzte der junge Mann als unzweifelhaftes Kommunikationsmittel den „Stinkefinger“ ein: Gegen 40 soziale Arbeitsstunden wurde das Verfahren eingestellt.

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Quelle: A

Der Angeklagte hatte mit seinen beiden Freunden nach der Arbeit in einer Kneipe ein paar Bierchen getrunken, wie er beschrieb. Seiner Freundin, die zu Hause saß mit dem ein Jahr alten gemeinsamen Kind, passte das gar nicht, und so nahmen die Dinge ihren Lauf.

Der Auszubildende beeilte sich, nach Hause zu kommen, denn schon in diversen Handygesprächen hatte sich die Situation solchermaßen zugespitzt, dass er schließlich bestätigt fand, was er befürchtete: Seine persönlichen Dinge, darunter auch Papiere und sogar eine Hantel, waren aus dem Fenster in den Schnee geflogen, die Freundin nicht ansprechbar.

Da habe er die Polizei gerufen. Denn seine Partnerin neigte zu solchen Ausbrüchen und war deshalb auch in psychologischer Behandlung. „Ich wollte eine Deeskalation erreichen, vor allem, wo jetzt das Kind da ist“, erklärte der Stederdorfer.

Genau das wollte die Freundin nach Auskunft der beiden Beamten auch, die vor Gericht als Zeugen aussagten. Sie habe ruhig und entschlossen gewirkt sowie ihren Partner und seine beiden Freunde der Trunkenheit beschuldigt - außerdem wollte sie ihn nicht mehr in die gemeinsame Wohnung lassen.

So verboten die Beamten dem Angeklagten, die Wohnung zu betreten. Davon, dass der junge Mann, der schließlich als Buhmann dastand, sie gerufen hatte, wussten sie nichts, und so kam es zu der obszönen Geste in Verbindung mit dem Tabu-Wort „Bulle“.

Die beiden Polizisten nahmen die schriftliche und auch die mündliche Entschuldigung, die der Angeklagte alsbald nach dem Vorfall vorgenommen hatte, an und betrachteten die Sache damit als erledigt. Nicht so die Jurisdiktion, denn der junge Familienvater hatte schon diverse Male Kontakt mit der Justiz - auch einschlägigen.

hui

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