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350 Peiner demonstrierten für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit

Peine 350 Peiner demonstrierten für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit

Peine. Ein großer Erfolg waren die Gegendemonstration und die Andacht gegen die rechte Mahnwache in der Südstadt: Etwa 350 Teilnehmer kamen am Samstagmittag an die Braunschweiger Straße, um sich entweder in oder vor der Martin-Luther-Kirche und der Lutherkapelle für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit sowie Rechtsradikalismus auszusprechen.

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Peiner Südstadt: Die 350 Gegendemonstranten (hinten) standen an der Braunschweiger Straße den wenigen Teilnehmern der rechten Mahnwache (vorne, mit Deutschland-Fahnen) gegenüber.

Quelle: im

Darunter waren unter anderem Politiker aller Parteien, Gewerkschafter und Migranten sowie Landrat Franz Einhaus und Bürgermeister Michael Kessler (beide SPD). Auch die Polizei war mit vielen Beamten vor Ort - es blieb friedlich.

Initiiert wurden beide Aktionen von der evangelischen Kirche (siehe unten) und vom Bündnis für Toleranz, nachdem bekannt geworden war, dass die rechte „Bürgerbewegung pro Deutschland“ eine sogenannte Mahnwache an der Lutherkirche plant. An dieser Mahnwache nahmen am Samstag aber nur fünf Personen teil. Als Anlass nannte „Pro Deutschland“ die beiden Vergewaltigungen in der Peiner Südstadt - die Polizei sucht einen Mann „südländischen Typs“ als Täter.

Dies lege den Verdacht nahe, dass mit der sogenannten Mahnwache Fremdenfeindlichkeit geschürt werden solle, sagte IG-Metall-Gewerkschaftssekretär Frank Raabe-Lindemann in seiner Rede per Megafon vor der Lutherkirche. Er betonte: „Wir stehen hier mit so vielen Leuten, um deutlich zu machen: Nazis haben in Peine nichts zu suchen.“ Das bestätigte Landrat Franz Einhaus: „Ich bin stolz, dass so viele Peiner so schnell auf die rechte Mahnwache reagiert haben. Wir nehmen es nicht hin, wenn Faschisten hier Flagge zeigen. Sie haben hier keinen Platz. Wir verteidigen die Toleranz und wenden uns gegen Ausgrenzung.“

Und auch Bürgermeister Michael Kessler freute sich über die große Solidarität: „Es ist ein sehr schönes Zeichen, dass sich Kirche, das Bündnis für Toleranz und viele weiter Peiner Gruppen zusammengeschlossen haben, um zu demonstrieren. Ich finde es sehr bedrückend, dass die Rechten sich vor allem den 9. November - Gedenktag an die Pogromnacht 1938 - für ihre Aktion ausgesucht haben. Das ist geschmacklos.“

tk

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