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31-jähriger Peiner muss in die Psychiatrie

Sexuelle Nötigung von Kindern 31-jähriger Peiner muss in die Psychiatrie

Ein 31-jähriger Peiner stand gestern vor dem Hildesheimer Landgericht. Der Vorwurf: Sexuelle Nötigung und Missbrauch von Kindern in zwei Fällen. Demnach soll der Angeklagte einen Jungen in sexueller Absicht berührt, in einem anderen Fall zwei weitere Jungen sexuell belästigt haben.

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Prozess vor dem Hilesheimer Landgericht: Der Angeklagte (Mitte) bat darum, eingesperrt zu werden.

Hildesheim. Bei dem Verfahren handelte es sich um ein sogenanntes Sicherungsverfahren. Es wird anstelle einer Anklage-Erhebung durchgeführt, soweit ein „normales“ Strafverfahren wegen Schuldunfähigkeit des mutmaßlichen Täters nicht möglich ist. Die Staatsanwaltschaft sprach in ihrer Antragsschrift von „einer langjährigen schizophrenen Psychose“.

Konkret ging es um zwei Fälle: Im November 2015 soll der Angeklagte an der Fuhse in Peine zwei spielenden Kinder im Alter von elf und zwölf Jahren begegnet sein, vor denen er sich selbst befriedigen wollte. Der zweite Fall ereignete sich im August vergangen Jahres. Dort soll der 31-Jährige einen zwölfjährigen Jungen festgehalten und ihn an den Genitalien unsittlich berührt haben. Nur durch einen Ellenbogenstoß konnte sich der Junge aus den Fängen befreien.

Zum Tatzeitpunkt lebte der Angeklagte in einem betreuten Wohnheim in Peine. Er selber räumte die Taten ein, sprach jedoch von einer „Fremdsteuerung“. Auf Nachfragen des Gerichtes erklärte er: „Das waren Blackouts, und ich weiß nicht mehr, wo meine Hände waren.“ Zudem bat er, „wieder eingesperrt zu werden“, den Kontakt zur Öffentlichkeit wolle er nicht.

Der Gutachter verwies auf eine langjährige schwere psychische Erkrankung bei dem Peiner und betonte: „Zukünftig muss man schon davon ausgehen, dass mit schwereren Übergriffen zu rechnen ist.“

Staatsanwaltschaft und Verteidigung in Hildesheim forderten aus diesem Grund anstatt einer Verurteilung zu Freiheitsstrafe eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Das Gericht kam der Forderung nach. Nach der Verhandlung ging es für den Angeklagten damit zurück in eine geschlossene Klinik für forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Göttingen, wo er seit seiner Festnahme untergebracht ist.

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