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300 Euro für ehemalige Leiterin des Vereinsheims

Arbeitsgericht 300 Euro für ehemalige Leiterin des Vereinsheims

Sportsgeist haben der FC Pfeil Broistedt und die frühere Leiterin seines Vereinsheims am Donnerstag vor dem Arbeitsgericht Braunschweig bewiesen. Sie einigten sich in einem seit Monaten schwelenden Rechtsstreit auf einen Kompromiss, mit dem offenbar beide Seiten gut leben können.

Der FC hatte der Mitarbeiterin kurzfristig gekündigt und dafür Kostengründe geltend gemacht. Dass der Verein sparen sollte, wollte auch die Gaststättenleiterin nicht bestreiten. Ihr ging es bei der Klage um den Kündigungsschutz. Der stehe ihr zu, weil Pfeil Broistedt mehr als zehn Angestellte beschäftige, machte sie geltend. Die Vereinsführung bestritt das.

Für das Gericht bedeutete das gestern, eine Liste abzuarbeiten und jedem der darauf Genannten einen Beschäftigungsstatus zuzuordnen. In einigen Fällen fiel das leicht. In anderen nicht, etwa, wenn es um Übungsleiter oder Vertragsamateure ging. „Ich habe das mal überschlagen und komme nach dem ersten Eindruck auf 9,5 Mitarbeiter. Aber die Zahl kann sich noch zu der einen oder anderen Seite ändern“, erklärte Richter Lutz Bertram.

Die Klägerin eröffnete dann auch noch eine neue Baustelle. Sie habe für den Verein eingekauft und noch keinen Ersatz für die Fahrtkosten erhalten. Das lasse sich auch anhand der Abrechnungen nachweisen, erklärte die Frau und verblüffte damit ihre Ex-Arbeitgeber.

Angesichts der Tatsache, dass die Verhandlung immer komplizierter wurde, regte Bertram schließlich eine Einigung an. „Es geht ja hier wohl nicht um Unsummen“, meinte er. Sollte kein Kompromiss gefunden werden, drohe zudem wegen der Fahrtkostenerstattung ein neues Verfahren.

Beide Parteien berieten sich noch einmal intensiv mit ihren Anwälten und kamen letztlich doch auf einen Nenner. Der FC wird der ehemaligen Mitarbeiterin 300 Euro Aufwandsentschädigung zahlen. Sie akzeptiert im Gegenzug die Kündigung. „Ich will das hier und heute abschließen, auch, damit im Verein wieder Ruhe einkehrt“, erklärte sie.

Auszahlen wird der Sportverein die vereinbarte Summe allerdings nicht. Vielmehr stehen ihm aus der Schlussabrechnung der Klägerin für das Vereinsheim noch mehr als 500 Euro zu. Die Frau muss jetzt nur noch den Differenzbetrag überweisen.

jkr

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