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29-Jähriger vergewaltigte Verlobte: Drei Jahre Haft

Peine 29-Jähriger vergewaltigte Verlobte: Drei Jahre Haft

Peine. Im Prozess gegen einen 29-jährigen Hildesheimer, der in mehreren Fällen der Vergewaltigung und der Körperverletzung beschuldigt wird, ist am Donnerstag ein Urteil gefallen. Das Jugendschöffengericht am Amtsgericht Peine verurteilte den Angeklagten zu drei Jahren Haft.

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Vergewaltigungs-Anklage: Das Jugendschöffengericht in Peine glaubte den detaillierten Schilderungen des 25-jährigen Opfers.

Quelle: Michael Lieb

Konkret wurden dem 29-Jährigen vier Fälle vorgeworfen. So soll der Angeklagte seine Verlobte zwischen 2007 und 2014 in Peine mindestens in zwei Fällen zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Weiter habe er die heute 25 Jahre alte Geschädigte nach einem Streit mit Gewalt in die Badewanne gestoßen und mit kaltem Wasser abgespritzt. Des Weiteren wurde dem Angeklagten vorgeworfen, er habe die Geschädigte im Verlaufe eines Streits mit einem Schlüssel in der Hand ins Gesicht geschlagen.

Der Angeklagte wies die Vorwürfe am ersten Verhandlungstag von sich, räumte allerdings ein, dass es während der Beziehung zu Streits und kleineren Handgreiflichkeiten kam. Die Staatsanwaltschaft sah drei der vier Tatvorwürfe als erwiesen an. Hierbei wurden besonders die detaillierten Schilderungen der Geschädigten berücksichtigt. So seien ein Fall von erzwungenem Geschlechtsverkehr, sowie der Schlag mit dem Schlüssel und der Stoß in die Badewanne festgestellt worden.

Dabei sei die Vergewaltigung als besonders schwerer Fall anzusehen. Insgesamt forderte die Staatsanwaltschaft drei Jahre und zwei Monate Haft für den Angeklagten.

Die Verteidigung des 29-jährigen Hildesheimers forderte hingegen einen Freispruch. So seien auch nach den vergangenen zwei Prozesstagen und Befragungen viele Dinge unklar. Weiter seien der kulturelle Hintergrund und die emotionalen Umstände zu berücksichtigen. Auch die späte Anzeige der Taten durch die Geschädigte, stellte der Verteidiger in Frage.

Das Jugendschöffengericht erachtete die Angaben der Geschädigten als glaubhaft und sprach den Angeklagten in drei der vier Anklagepunkte nach Erwachsenenstrafrecht schuldig. „Der Angeklagte hätte die Abhängigkeitssituation des Opfers auf widerliche Weise ausgenutzt“, so das Gericht.

von Jana Kaufmann

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