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27-Jähriger hat sich an Vierjähriger vergangen

Sexual-Prozess vor dem Landgericht 27-Jähriger hat sich an Vierjähriger vergangen

Den Tatvorwurf des sexuellen Missbrauchs an einer seinerzeit Vierjährigen hat ein 27-Jähriger aus Braunschweig bereits gestanden. Beim zweiten Verhandlungstag schaute sich das Gericht die Aussage des Mädchens in einer Video-Vernehmung an.

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In Saal 125 fand der Prozess gegen den 27-Jährigen statt. Im Vordergrund ist der Fernseher zu sehen.

Quelle: Thorsten Pifan

Braunschweig/Vechelde. Nachdem ein 27-Jähriger den Missbrauch eines vierjährigen Mädchens vor dem Braunschweiger Landgericht gestanden hat (PAZ berichtete), kam am zweiten Verhandlungstag das Kind selbst zu Wort – in einer Video-Vernehmung. Um eine angestrebte Therapie nicht zu gefährden, brauchte das Kind nicht im Saal auszusagen. Darauf hatten sich alle Parteien geeinigt.

Der Braunschweiger wird beschuldigt, das Kind seiner damaligen Lebensgefährtin in zwei Fällen sexuell missbraucht haben soll. Während sich eine Tat in Braunschweig in der Wohnung des Angeklagten ereignet haben soll, wird dem Mann zur Last gelegt, die zweite Tat in Vechelde begangen zu haben – in der Wohnung der Mutter. Diese soll sich zum Zeitpunkt des Missbrauchs sogar in einem anderen Zimmer der Wohnung aufgehalten haben.

Die Mutter war von März 2014 bis September 2014 mit dem Angeklagten liiert. Es soll sich allerdings um eine platonische Beziehung gehandelt haben.

Während seiner Aussage war das Mädchen von den Zuschauern im Saal nicht zu sehen, da der Bildschirm des Fernsehers in Richtung des Schöffengerichts, des Angeklagten und seines Verteidigers sowie der Nebenklage gerichtet war. Auch die Familie des Kindes brauchte nicht vor Gericht aussagen. Die Richterin verlas stattdessen die Protokolle von Vernehmungen aus dem Jahr 2015.

Der Missbrauch war Ostern 2015 ans Licht gekommen. Die Mutter hatte morgens mit ihrem neuen Lebensgefährten im Bett gelegen und unter der Bettdecke „gekuschelt“. Als das Mädchen ins Zimmer kam, sagte sie laut Aussage der Mutter: „Ich weiß, was ihr da macht, das hat der E. (Name geändert) auch immer mit mir gemacht.“ Lebensgefährte und Mutter wurden daraufhin hellhörig und erstatteten schließlich Anzeige.

Der Angeklagte verfolgte die Aussage des Mädchens weitgehend regungslos. Auf Frage der Richterin, wie er sich beim Angucken des Videos fühle, antwortete er: „Es fällt schwer. Es tut mir leid, was ich gemacht habe.“

Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt. Dann wird bereits das Urteil erwartet.

Von Thorsten Pifan

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