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25 Jahre Peiner Forum: Haus für Kultur, Kommunikation und mehr

Peine 25 Jahre Peiner Forum: Haus für Kultur, Kommunikation und mehr

Peine. „Das schönste Haus ist das, welches Jedermann offen steht.“ Dieses Zitat aus 1001 Nacht trifft auf das Peiner Forum 1001-prozentig zu. Mitten im Herzen der Stadt steht seit 25 Jahren ein Haus, das hochkarätige Kultur, Kleinkunst, Ausstellungen und Konzerte bietet, aber auch Raum für Versammlungen von Vereinen, Verbänden und Parteien, sozialen Gruppen, Tagungen, Vorträgen und vielem mehr schafft.

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Ein erfolgreiches Duo: Seit 25 Jahren lenken Kulturring-Geschäftsführer Christian Hofmann (links) und Kulturring-Vorsitzender Heinz Möller die Geschicke des Peiner Forums.

Quelle: jti

Das Forum ist ein Zentrum für Begegnung und Kommunikation, das seit dem 26. August 1988 allen offen steht, an sieben Tagen in der Woche. Zum Geburtstag am kommenden Montag hat sich das Kulturringteam etwas besonderes einfallen lassen: Ab 20 Uhr tritt die Frauen-A-Capella-Band „medlz“ im Forum auf. Die Dresdnerinnen gehören zur Top-Elite der Szene und bringen die größten Hits der letzten 20 Jahre.

Der Weg zum Ziel war allerdings weniger märchenhaft und bisweilen steinig. Bereits 1974 sei im Rat der Stadt der Grundsatzbeschluss gefasst worden, im Bereich des Lyzeums ein Kultur- und Begegnungszentrum zu schaffen, erinnert sich Heinz Möller, Vorsitzender des Peiner Kulturrings. Ende der 1970er-Jahre hat es einen städtebaulichen Wettbewerb gegeben. „Das Thema hat die Peiner Öffentlichkeit sehr nachhaltig bewegt und es galt auch, politische Widerstände zu überwinden“, erläutert Möller. Zugute kam hier dem Kulturschaffenden, dass er auch als Kommunalpolitiker Einfluss nehmen konnte. „Wenige Jahre nach der Eröffnung hat es keine negativen Stimmen mehr gegeben und das Forum ist aus der Mitte der Stadt nicht mehr wegzudenken.“ Aufgetreten sind hier Künstler wie Karl Dall, Henning Venske und Jochen Busse Klaus Lage, Carlos Nunez, Christian Quadflieg, Axel Zwingenberger, Heinz-Rudolf Kunze, Sissi Perlinger und Bands wie Voodoo Lounge, Still Collins, Mercury oder die Klazzbrothers. Und dies sind nur einige Namen.

Das Forum muss immer im Zusammenhang mit den Festsälen gesehen werden, die seinerzeit von der Stadt übernommen wurden. Der Zweiklang von klassischer Theaterstätte und Kultur- und Begegnungsstätte lässt das kulturelle Peiner Herz kräftig schlagen. „Beide Orte haben bewirkt, dass sich hier eine so vielfältige kulturelle Szene etablieren konnte“, schwärmt Möller. Und Christian Hoffmann, Geschäftsführer des Kulturrings ergänzt: „Daher macht es auch Sinn, dass beide Häuser in einer Hand, der des Kulturrings liegen.“ Hoffmann ist ein weiterer Glücksgriff, der vom Göttinger Kunstverein für Peine gewonnen werden konnte, und seit den Anfängen des Forums dabei, das er auch als Chance sieht, den Peinern Neues zu bieten. „Kultur ist immer in Bewegung, in Veränderung“, sagt Hoffmann, „Und das macht Spaß!“

Hoffmann blickt optimistisch in die Zukunft: „Handgemachte, live produzierte Kultur wird es immer geben.“ Er wünsche sich, über Schularbeit und Kooperationen, vom Kindergarten bis zum Gymnasium noch mehr junge Menschen zu gewinnen. „Sie sollen Kultur als ganz selbstverständlichen Bereich erfahren, der zum Leben gehört.“ Und Möller: „Ich wünsche mir, dass Stadt und Landkreis Peine wie bisher positive Zuwendungen für die Kultur finden und engagiert fördern, was hier passiert.“

jti

  • In der Sonnabend-Ausgabe der PAZ finden Sie eine Sonderveröffentlichung zum Thema 25 Jahre Peiner Forum.

INFO

„Hinterhof der Fußgängerzone“ mit Leben gefüllt

Im Jahr 1974 wurde durch den Rat der Stadt Peine die Grundsatzentscheidung für die Errichtung eines Kultur- und Begegnungszentrums getroffen: Der „Hinterhof der Fußgängerzone“ sollte sich mit Leben füllen. Im Vorfeld seien die Notwendigkeit und Finanzierung einer solchen Einrichtung kontrovers diskutiert worden, erläutert Stadtsprecherin Karin Richter. „Ein entscheidendes Argument für das Projekt war das Fehlen adäquater Räumlichkeiten für beispielsweise Tagungen, Konferenzen, Konzerte oder Fachveranstaltungen im Stadtgebiet.“ Der Bau wurde befürwortet und die Realisierung Mitte der 1980iger-Jahre in Angriff genommen. Das gesamte Projekt umfasst vier Bereiche: Das Jugendzentrum „Töpfers Mühle“, die Stadtbücherei im Schmedenstedthaus, die Sozialstation und das Forum Peine, in dem auch das Stadtarchiv untergebracht ist. Im Herbst 1985 war Grundsteinlegung. Die Bauphase dauerte zwar bis in das Eröffnungsjahr hinein, betrug insgesamt jedoch nur etwa zwei Jahre. Denn 1986/87 wurde wegen unvorhergesehener Kostensteigerungen ein knapp einjähriger Baustopp verhängt. Die letzten Zahlungen standen an, als das Haus längst eröffnet hatte. Am Ende beliefen sich die Finanzmittel auf 7,9 Millionen D-Mark. Darin waren erhebliche Bundes- und Landesmittel enthalten, die für dieses Projekt nach Peine flossen. „Geld, das sich in den 25 Jahren Betriebszeit sowohl für die Stadt als auch für Nutzer und Gäste des Hauses mehr als amortisiert hat“, erklärt Richter. Die Stadt ist Eigentümerin des Forums, hat das Haus zur Bewirtschaftung und Nutzung jedoch dem Kulturring verpachtet. „Und doch bleiben gerade die Kultur und der ergänzende Stadthallenbetrieb oft ein Zuschussgeschäft, auch wenn der Kulturring die direkten Kosten der Veranstaltungen erwirtschaftet. Die Stadt Peine stellt sich auch dieser Herausforderung und gewährt dem Kulturring jährlich eine Unterstützung im sechsstelligen Bereich für das Forum und die Peiner Festsäle.“

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