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25 Jahre Migrationsdienst der Caritas: Die Gesellschaft ist toleranter geworden

Peine 25 Jahre Migrationsdienst der Caritas: Die Gesellschaft ist toleranter geworden

„Spiel doch nicht mit den Schmuddelkindern!“ - In den 1980er-Jahren war das eine ernstgemeinte Warnung besorgter Mütter, die Migranten nicht einschätzen konnten. Heute hingegen ist die Gesellschaft um einiges toleranter gegenüber anderen Kulturen geworden, wie Bürgermeister Michael Kessler sagte. Und das Ergebnis ist vielleicht auch ein Stück weit dem Caritasverband in Peine zu verdanken, der seit 25 Jahren den Weg zu einer gelungenen Integration geebnet hat. Gestern fand dazu eine Jubiläumsfeier im Friedrich-Spee-Haus statt.

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Zu seiner Jubiläumsfeier lud das Team des Caritas-Verbandes eine ganze Reihe Peiner Persönlichkeiten ins Friedrich-Spee-Haus ein.

Quelle: im

Peine. Die Akteure der ersten Stunde sind Iris Stucke, Leiterin des Migrationsdienstes, und Caritas-Geschäftsführer Gerhard Nolte. „Im Jahr 1989 war die Migrationssituation ähnlich wie heute. Es gab große Probleme mit der Unterbringung der Leute. Sporthallen und sogar das ehemalige Lyzeum dienten als Notunterkunft“, sagte Stucke. Zudem stand Peine damals vor dem Problem, dass viele Familien aus der damaligen UdSSR einen Ort zum Leben brauchten. „Ich erinnere mich an die Situation zurück, als Flüchtlinge das Speehaus besetzt haben, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie eine Unterbringung benötigten“, sagte Nolte.

Mit den Jahren hat sich schließlich das Angebot des Caritasverbandes vergrößert. Bis heute erhält das Profil der Sprachförderung großen Zuspruch und ist gar nicht mehr wegzudenken, wie Nolte sagte. Besonders Augenmerk liege hierbei besonders auf den Frauen, denen zahlreiche Möglichkeiten offengelegt werden, um die deutsche Sprache zu lernen. Und solche Angebote seien auch wichtig, wie Kessler betonte: „Migrantenfrauen bestimmen den Bildungstakt der gesamten Familie.“

Heute befasst sich der Caritasverband mit der wachsenden Zahl an Flüchtlingen. „Wir haben einen großen Zustrom in unsere Beratungs-Sprechzeiten. Allerdings schaffen wir es einfach nicht in unseren dreistündigen Sprechzeiten, 30 bis 40 Personen mit individuellen Problemen zu helfen“, sagte Nolte. Kessler und die stellvertretende Landrätin Eva Schlaugat wollen in Zukunft das Thema in die Politik einbringen und nach Lösungen suchen.

mgb

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