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22-Jähriger wegen Körperverletzung vor Gericht

Peine 22-Jähriger wegen Körperverletzung vor Gericht

Peine. Was Drogenmissbrauch, unerwiderte Liebe und Soziale Medien anstellen können, wurde nun vor dem Peiner Strafgericht deutlich.

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Das Amtsgericht in Peine.

Quelle: ale

Ein 22 Jahre alter Peiner musste sich wegen schwerer Körperverletzung vor diesem verantworten. Präsentiert wurde eine kuriose Geschichte.

Über eine gemeinsame Ausbildung lernten sich das spätere Opfer und der Angeklagte kennen. Der Kontakt wurde über soziale Netzwerke gehalten, die im späteren Verlauf der Verhandlung noch eine entscheidenden Rolle spielen sollten. Das Opfer verliebte sich in den Peiner, doch er wollte keine Beziehung, sondern nur einen lockeren sexuellen Kontakt. Dieser wurde regelmäßig in einem Hotel im Peiner Land gepflegt. Daneben müssen Drogen eine wichtige Rolle gespielt haben, denn das Opfer gab in der Verhandlung mehrfach an „Der Angeklagte hat mich süchtig gemacht - von sich und von den Drogen. Er hat mein Leben zerstört.“

Das Ausholen über den Beziehungsstatus der beiden ist von Bedeutung, denn die Aussagen zum Tatvorwurf gehen weit auseinander. Das Opfer behauptet, der 22-jährige gebürtige Montenegriner habe sie an einem Tag im Februar letzten Jahres auf offener Straße so stark ins Gesicht geschlagen, dass sie nur noch Sterne sah. Dabei blieben weitreichende Verletzungen, wie eine bis heute bestehende Schwerhörigkeit auf einem Ohr, zurück. Der Angeklagte hingegen behauptet, sie hätte sich die Verletzungen selbst zugefügt, da sie sich an ihm rächen wolle. Er hätte nichts mehr von ihr wissen wollen und das würde sie nicht verkraften. Brisant ist: nach dem Vorfall und der Anzeige brach der Kontakt nicht ab. Sie trafen sich weiterhin zu sexuellen Kontakten und schrieben über Facebook und WhatsApp miteinander.

Ein Urteil konnte nicht gefällt werden, da die Staatsanwaltschaft das Handy des Angeklagten zur Beweisaufnahme sicherte. Die Glaubwürdigkeit aller Parteien, die während der gesamten Verhandlung weitestgehend mit Screenshots und Chatverläufen argumentierten, stellte das Gericht und die Staatsanwaltschaft infrage.

 bol

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