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„20 neue Mastställe im Peiner Land“

Hähnchenmast-Anlagen „20 neue Mastställe im Peiner Land“

Entstehen noch mehr Hähnchenmast-Betriebe im Peiner Land als bisher gedacht? Derzeit sind fünf geplante Standorte bekannt – Grünen-Kreispolitiker Jürgen Streichert befürchtet jedoch, dass insgesamt 20 Anlagen entstehen könnten.

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Bis zu 20 Hähnchenmast-Anlagen könnten im Landkreis Peine entstehen.

Quelle: oh

Kreis Peine. 53 Millionen Hähnchen pro Jahr sollen in der neuen Großschlachtanlage im beschaulichen Wietze bei Celle ab 2013 verarbeitet werden. Und zu den Lieferanten sollen auch Betreiber von fünf Hähnchenmast-Anlagen mit je mindestens 39.500 Tieren im Landkreis Peine zählen – Wendesse, Klein Solschen, Mehrum, Groß Lafferde und Alvesse in der Gemeinde Vechelde wurden von der Kreisverwaltung als Standorte genannt.

„Ich denke jedoch, dass noch viel mehr Mastställe im Peiner Land entstehen, da die anderen Schlachtbetriebe nachziehen werden“, sagt Jürgen Streichert, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreisrat. Er geht von mindestens 20 solcher Anlagen im Kreisgebiet aus – und jede einzelne sieht er äußerst kritisch. „Viele Kommunen und Bürgerinnen und Bürger beschwerten sich zu Recht über die zunehmenden Belastungen durch Emissionen, Gerüche, Feinstäube und Lärm aus den Betrieben“, erklärt der Grünen-Politiker.

Streichert unterstützt daher den Antrag der Grünen-Landtagsfraktion, in dem die Aufhebung der Privilegien für den Bau von Anlagen zur industriellen Tierhaltung gefordert wird. „Es ist absurd, dass überdimensionierte Agrarfabriken, die mit bäuerlicher Landwirtschaft nichts mehr zu tun haben, weiter die Privilegierung im Außenbereich nach dem Baugesetzbuch erhalten“, sagte der agrarpolitische Sprecher Christian Meyer in Hannover.

Auch die im Kreis beantragten fünf Mastanlagen sind zurzeit wegen der Privilegierung nur sehr schwer zu verhindern. „Es kann nicht unser Ziel sein, Verhältnisse wie im Westen Niedersachsens zu fördern, wo kaum noch eine Lücke für Stallneubauten zu finden ist“, sagt Streichert.

„Außerdem verhindern diese Mastbetriebe für Billigfleisch den Ausbau einer nachhaltigen, umwelt- und tiergerechten Landwirtschaft für Biofleisch. Beim Bio-Obst- und Gemüseangebot zeigen die Verbraucher, dass bei entsprechender Preisgestaltung eher zu dem Bioangebot gegriffen wird. Diese Entwicklung muss auch beim Fleischangebot erzeugt werden“

Außerdem fordern die Grünen, dass die Öffentlichkeit im Landkreis über die Mastfabriken in ihrer Nachbarschaft informiert wird. Zudem solle sowohl die Öffentlichkeitsbeteiligung als auch Umweltverträglichkeitsprüfungen schon bei niedrigeren Tierbeständen als bisher vorgeschrieben werden. Weiter fordern die Grünen, dass billiges Fleisch aus Agrarfabriken endlich klar gekennzeichnet werden müsse.

Der Landkreis hat zugesichert, die politischen Gremien regelmäßig über die aktuellsten Entwicklungen zu informieren.

mu

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