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20-Jähriger bestellte zahlreiche Sportartikel, bezahlte aber nie

Peine. 20-Jähriger bestellte zahlreiche Sportartikel, bezahlte aber nie

Mit einem blauen Auge davon gekommen ist ein 20 Jahre alter Peiner. Gemeinsam mit einem Freund hatte er mehrmals Sportbekleidung und -artikel bestellt - ohne die Absicht, diese jemals zu bezahlen. Nun befasste sich das Amtsgericht mit dem Fall. Tatvorwurf: Betrug. Strafe: Verpflichtende Teilnahme an einem halbjährigen sozialen Trainingsprogramm bei der Labora.

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Urteil: Der Täter muss an einem sozialen Trainingsprogramm teilnehmen.

Quelle: Archiv

„Es tut mir sehr leid“, sagte der Delinquent, der aus Furcht vor Verhaftung und Strafe fast zwei Jahre lang untergetaucht war, nach der Klärung der Umstände, unter denen die Bestellungen zustande gekommen waren. Ein Freund hatte im Juli 2012 die Idee, schicke Sportklamotten und -artikel zu bestellen, ohne sie zu bezahlen. Insgesamt sind 17 Fälle bekannt.

Der Angeklagte machte mit und gab als Lieferadresse die Anschrift seiner Mutter an. Bei der akribischen Abarbeitung der einzelnen Tatvorwürfe stellte sich heraus, dass fünf Lieferungen erfolgt sind, in zwölf Fällen handelte es sich um versuchten Betrug, da die Bestellungen bereits wegen Nichtzahlung nicht mehr ausgeliefert wurden.

Dazu hätte das Gericht auch gern den Mittäter als Zeugen gehört. Doch da dieser der Verhandlung unentschuldigt fernblieb, muss er nun 150 Euro Ordnungsgeld bezahlen oder ersatzweise für drei Tage ins Gefängnis.

Der Angeklagte konnte nach eindringlicher Nachfrage der Richterin doch noch glaubhaft darstellen, dass er für sich nur einige T-Shirts, Schuhe und einen Ball geordert hatte. Ein zweites Paar Schuhe wollte er einem Kumpel schenken - somit schrammte er am zusätzlichen Vorwurf der Hehlerei noch einmal vorbei. Die Jugendgerichtshilfe empfahl dringend, die Maßnahme fortzusetzen, die der Arbeitslose ohne Berufsausbildung inzwischen aus eigenem Antrieb bei der Labora im Rahmen einer Wiedereingliederungsvereinbarung mit dem Landkreis angetreten hat.

Das sah die Richterin auch so und verpflichtete ihn zur weiteren Teilnahme an der Maßnahme für ein halbes Jahr. „Ich sehe das als letzte Möglichkeit, Ihnen noch etwas beizubringen“, sagte sie. Bei Verstoß gegen diese Auflage drohen ihm nun bis zu vier Wochen Beugehaft, machte die Vorsitzende klar: „Sie sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen!“

 hui

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