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"1827": Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

Peine "1827": Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

Peine/Hildesheim. Nach dem Freispruch für den 33-jährigen Wolfsburger, der im Mai 2005 einen Brandanschlag auf die ehemalige Gaststätte „1827“ in Peine verübt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Hildesheim jetzt Berufung eingelegt.

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Nach dem Brandanschlag: Beweissicherung am Tatort 2005.

Auf PAZ-Anfrage bestätigte Oberstaatsanwalt Bernd Seemann gestern, dass das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts Peine vom 30. Oktober überprüft werden soll. Bevor weitere Schritte eingeleitet werden könnten, müsse der Staatsanwaltschaft allerdings die schriftliche Urteilsbegründung vorliegen.

Aus Mangel an Beweisen hatte das Amtsgericht den 33-Jährigen vergangene Woche zwar freigesprochen. Dennoch blieben am Ende der Verhandlung erhebliche Zweifel. Die vorsitzende Richterin sagte: „Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Angeklagte der Täter ist. Es fehlt aber ein Motiv, und er hat keine Verbindung zur Gaststätte ,1827‘“. Die Richterin war bei der Urteilsverkündung bereits davon ausgegangen, dass die Staatsanwaltschaft, die eine zweijährige Bewährungsstrafe für den Beschuldigten gefordert hatte, in Berufung geht. „Mal sehen, wie das Landgericht die Sache sieht“, sagte sie.

Hintergrund: Im Mai 2011, fast genau sechs Jahre nach dem Brandanschlag auf die Gaststätte 1827 am historischen Marktplatz, war der damals noch 32-Jährige aus dem Wolfsburger Stadtteil Westhagen in den Fokus der Ermittler geraten. Wegen einer anderen Tat hatte er eine DNA-Probe abgeben müssen. Der Abgleich mit der Datenbank ergab, dass es sich um den gleichen genetischen Fingerabdruck handelt, der 2005 an einem der Brandsätze sichergestellt wurde. Die DNA befand sich auf einem Stück Stoff eines Judo-Anzuges, der als Lunte für eine mit Benzin gefüllte Flasche diente.

Bei dem Feuer 2005 in der Gaststätte „1827“ war ein Schaden von zirka 245000 Euro entstanden.

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