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140 Gäste beim Kirchen-Neujahrsempfang

Peine 140 Gäste beim Kirchen-Neujahrsempfang

Peine . Zu ihrem traditionellen ökumenischen Neujahrsempfang hatten die Peiner Kirchen gestern Abend ins Gemeindehaus der Friedenskirche an der Eichendorffstraße eingeladen. 140 Gäste kamen, darunter zahlreiche Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und der Politik sowie der Kirchen.

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Gastgeber Dr. Volker Menke (l.) und Hendrik Rust (r.) mit dem Referenten des Abends, Professor Dr. Gerhard Wegner.

Quelle: Michael Lieb

Referent des Abends war Professor Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche Deutschlands. Er sprach zum Thema „Vertrauensvorschuss - Zur politischen Rolle der Kirchen anlässlich ihrer Sozialinitiative“.

Nach der Begrüßung durch den Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Peine, Dr. Volker Menke, hielt der katholische Pfarrer Hendrik Rust eine Kurzandacht.

In seiner Rede zur politischen Rolle der Kirchen anlässlich ihrer Sozialinitiative (siehe auch Info) sagte Wegner: „Auch wenn es mit der gerne zitierten Wiederkehr der Religion zumindest in Deutschland offenkundig nicht weit her ist, spielen die beiden großen christlichen Kirchen eine nach wie vor nicht zu vernachlässigende auch und gerade politische Rolle. Nicht nur, dass sie mit ihren sozialen Diensten Diakonie und Caritas die größten Arbeitgeber im gemeinnützigen Sozialbereich stellen: es sind ihre politischen Interventionen wie Stellungnahmen, Denkschriften, die Teilnahme an Kampagnen und ähnliches mit denen sie sich bemerkbar machen.“

Im Anschluss wurde noch munter über die Thesen der Sozialinitiative diskutiert. Mehrere Gäste meldeten sich zu Wort und sparten auch nicht mit Kritik an „den teilweise unkonkreten Formulierungen“.

In seinem Schlusswort ging Menke auf aktuelle Themen wie die Flüchtlingspolitik und Pegida ein. Mit einem flammenden Appel warnte er vor einer Zerrüttung der Gesellschaft durch populistische Bewegungen. Nach dem offiziellen Teil gab es ein Büfett und noch Gelegenheit zum Austausch, was von den Anwesenden auch reichlich genutzt wurde.

Von Michael Lieb

PAZ-Info: Sozialinitiative der Kirchen

Mit einer gemeinsamen Sozialinitiative wollen die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die katholische Deutsche Bischofskonferenz die Wirtschafts- und Sozialordnung reformieren.

Ihren Ruf nach mehr Gerechtigkeit und Verantwortung haben die Kirchen in zehn Thesen gefasst. Diese können im Internet unter www.sozialinitiative-kirchen.de nachgelesen werden.

Von der Bundesregierung wird die Initiative positiv bewertet. Sie bescheinigt dem sozialen und gesellschaftspolitischen Engagement der Kirche „einen hohen Stellenwert“. Zu Recht würden „Exzesse an den Märkten kritisiert und eine strengere Regulierung der Finanzmärkte angemahnt“, heißt es.

Die Kirchen-Forderung, den Gedanken der sozialen Marktwirtschaft immer wieder neu zu entwickeln, leite auch die Arbeit der Bundesregierung. Eine These der Kirche lautet: „Wirtschaftliches Wachstum in den Dienst des Menschen stellen.“

rd/mic

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