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111 Cannabis-Pflanzen sichergestellt

Peine 111 Cannabis-Pflanzen sichergestellt

Es war reiner Zufall, als die Polizei im Juni 2014 im Zimmer eines Hauses in der Peiner Innenstadt exakt 111 Cannabispflanzen entdeckte. Die Mutter des Wohnungsinhabers war gestürzt und hatte die Feuerwehr alarmiert.

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Cannabis: Ähnlich wie auf diesem Archivfoto standen auch in der Wohnung des Angeklagten zahlreiche Marihuana-Pflanzen.

Quelle: dpa

Peine. Ihren Sohn (65), einen pensionierten Postbeamten und Bewohner besagter Wohnung, kostet dieser Zufallsfund nun per Gerichtsurteil nun 4500 Euro Geldstrafe.

Den spektakulären Fund machten die Retter auf der Suche nach einem möglichst leichten Zugang zu der hilflos am Boden liegenden älteren Frau. Hinter einem angekippten Fenster entdeckten sie die Pflanztöpfe mit den Haschisch-Pflanzen - oder vielmehr, was davon noch übrig war: In der Mehrzahl handelte es sich um abgeerntete, tote Strünke. Nur etwa 20 Pflanzen grünten noch, waren aber auch nicht in bestem Zustand, wie eine Polizistin und ihr Kollege als Zeugen bei einer anschließenden Hausdurchsuchung festgestellt hatten.

Er habe diese illegale Anpflanzung seines Bruders erst nach dessen Tod vor fünf Jahren entdeckt, erklärte der Angeklagte. Da er schwer mit Schlafstörungen zu kämpfen habe, sei er auf die Idee gekommen, die Droge als Hilfsmittel dagegen einzusetzen. Offensichtlich mit Erfolg, bis er Ende 2013 den Anbau aufgab. Bei der Entdeckung durch die Polizei habe es sich nur noch um Restbestände gehandelt, berichtete der Ex-Postbeamte. Einen Handel mit der Droge bestritt er: „Niemals hat auch nur ein Krümel davon meine Türschwelle überquert.“

Etwa 110 Gramm Marihuana sowie 20 Gramm Samen stellten die Beamten sicher, außerdem diverse Konsum-Utensilien. Eine Feinwaage, Verpackungsmaterial und andere erforderliche Dinge für den Weiterverkauf fanden sie nicht.

Auch einen Anbau im Sinn von „Erzielen pflanzlichen Wachstums durch gärtnerische Bemühungen“, wie der Richter einen Gesetzestext zitierte, hatten die Polizisten nicht feststellen können. So blieb von der Anklage wegen Anbaus, Herstellung und Handels mit verbotenen Betäubungsmitteln schließlich nur der unerlaubte Besitz übrig. Da es sich aber um eine erhebliche Menge handelte, setzte der Richter eine spürbare Geldstrafe für den Pensionär ein.

hui

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