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1000 Beschäftigte demonstrierten für mehr Lohn

Peine 1000 Beschäftigte demonstrierten für mehr Lohn

Peine. Rund 1000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind heute in Peine auf die Straße gegangen. Die Gewerkschaft Komba hatte vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit am 28. April zum Warnstreik aufgerufen, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

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Mit Trommeln, Trillerpfeifen und Rasseln machten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst heute in Peine auf ihre Situation aufmerksam.

Quelle: Michael Lieb

Mit Trillerpfeifen, Trommeln, Rasseln und Transparenten ausgerüstet schlängelte sich am Vormittag ein lautstarker Protestzug durch die Innenstadt. Auf dem historischen Marktplatz fand anschließend eine Protestkundgebung statt.

Die Gewerkschaft Komba fordert für ihre Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld sowie für Azubis 100 Euro mehr im Monat, eine unbefristete Übernahme und 30 Tage Urlaub. Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt drei Prozent mehr Lohn und Gehalt bei gleichzeitigen Einschnitten bei der Zusatzversorgung angeboten.

Rund 1000 Demonstranten aus dem ganzen Land: Mit Trommeln, Trillerpfeifen und Rasseln machten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst heute in Peine auf ihre Situation aufmerksam.

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Als „Mogelpackung“ bezeichnete Komba-Landesvorsitzender Dr. Peter Specke das Angebot der Arbeitgeberseite. Die Gewerkschaft fordere eine echte Wertschätzung und das „endlich etwas in die Brieftasche kommt“. Dem Präsidenten des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Niedersachsen, Franz Einhaus (Landrat in Peine), bot er an, einen Tag bei den Müllwerkern von A+B oder im Peiner Jobcenter zu arbeiten, um zu sehen, wie anstrengend diese Berufe seien. Zuvor hatte der Protestzug an Einhaus‘ Dienstsitz im Kreishaus Station gemacht. Komba-Streikleiter Wolf Becker forderte hier, dass sich Einhaus für das wertvollste Kapital der Verwaltung, die Beschäftigten, einsetzen möge.

Deutliche Worte fand auch Willi Russ, Verhandlungsführer vom dbb Beamtenbund und Tarifunion. Die Arbeitgeberseite bediene sich „Taschenspielertricks der übelsten Art“, indem sie in ihr Angebot „Leermonate“ ohne Erhöhung eingebaut habe. „Ich kann die alte Leier, dass kein Geld da ist, nicht mehr hören“, sagte Russ. Der Bund habe zuletzt immerhin Milliardenüberschusse verbucht. „Da muss doch was für die eigenen Beschäftigten übrig bleiben.“

Um in Zukunft überhaupt noch Nachwuchs zu bekommen, müsse der öffentliche Dienst gerade für junge Leute attraktiv bleiben. Russ: „Fest steht doch, dass wir Fachpersonal brauchen, sonst können die Kommunen ihre Leistungen auf Dauer nicht mehr auf dem bisherigen Niveau halten.“

Zum heutigen Streik waren rund 1000 Beschäftigte aus ganz Niedersachsen nach Peine gekommen, unter anderem aus Braunschweig, Helmstedt, Wolfenbüttel, Cloppenburg und Lüneburg. Die Gewerkschaft Komba hatte eigentlich mit rund 1500 Teilnehmern gerechnet.

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