Förderungswürdiges Beispiel: Im vergangenen Jahr feierten der VfL Woltorf (hier die Volkstanzgruppe) und der SV Bosporus Peine ein Integrationsfest.
Grundlage der politischen Entscheidung ist ein Sportentwicklungsplan, den der Kreissportbund nun erstmals schriftlich festgehalten hat. „Wir wollen einerseits unser Handeln transparent und nachvollziehbar und andererseits Ergebnisse messbar machen“, erläutert Laaf das 25-seitige Werk, das den Kreistagsfraktionen vorliegt und demnächst auch an Fachverbände und Gemeinden verschickt werden soll. Die Vereine haben ab sofort die Möglichkeit, den Sportentwicklungsplan auf der Internetseite des Kreissportbunds einzusehen. Es gibt hilfreiche Tipps für die Klubs und der KSB nennt seine Entwicklungsansätze für die wichtigsten Herausforderungen, denen sich der Sport stellen muss. Ein Auszug:
Schule und Sport
Der KSB wirbt bei seinen Vereinen für weitere Kooperationen mit Schulen. „Neue Trendsportangebote können eingerichtet werden“, empfiehlt Laaf. Die derzeitige Bezahlung einiger Übungsleiter an Schulen kritisiert der KSB-Chef. „Nur eine Entschädigung in Höhe von 5 Euro vom Landessportbund – das kann es nicht sein“, moniert Laaf. Der KSB bietet Ausbildungen für Lehrer und Erzieher an.
Gesundheitssport und Sport für Ältere
„Auf diesen Feldern gibt es noch jede Menge Potenzial“, wirbt Laaf bei den Klubs, Angebote wie Rückengymnastik oder Nordic-Walking in ihr Programm aufzunehmen. Der KSB bietet Ausbildungen für Übungsleiter an und möchte als Anschub auch die ersten Stunden finanzieren. Zudem will der KSB sein Ausbildungsangebot auf Tanz und Sport für ältere Menschen ausdehnen.
Integration
Mit Osman Benzer setzte der KSB als einer der ersten Sportbünde in Niedersachsen einen Integrationsbeauftragten ein. Laaf bedauert, dass für viele Peiner Klubs Integration noch kein Thema ist. „Sport ist ein wahnsinnig gutes Mittel dafür“, betont er. Der KSB will die Zusammenarbeit von Vereinen wie im Fall des Integrationsfestes vom SV Bosporus und des VfL Woltorf unterstützen – auch finanziell. Zudem setzt der KSB die Ausbildung von Übungsleitern mit Migrationshintergrund fort.
Vereine, die sich für diese Themen besonders engagieren wollen, können Fördermittel beim KSB beantragen. „Ein reines Abgreifen wird nicht stattfinden. Es muss schon etwas Vernünftiges präsentiert werden“, unterstreicht Laaf.
Auf der Internetseite www.ksb-peine.de ist der gesamte Sportentwicklungsplan nachzulesen. Der KSB freut sich über Reaktionen aus den Vereinen.
Sportentwicklung
Tipps für Vereine
In seiner Sportentwicklungsplanung hat der Kreissportbund auch Anregungen für Vereine gegeben, um zukunftssicher zu werden. Einige Tipps:
Kürzere Kündigungsfristen wegen kürzerer Bindungsmentalität der Menschen.
Mehr unverbindliche, offene Spiel-, Sport- und Mitmachangebote.
Frühere Bindung von Kindern an Trendsport-Angebote.
Geld für Mitglieder- und Mitarbeiterwerbung ausgeben.
Leichtere Sportarten- und Vereinswechsel ermöglichen.
Mehr Projekt- und Innovationsfreudigkeit zeigen.
Konzentration auf den Breitensport (Kinder) und Gesundheitssport (Ältere)
Integration als neue Aufgabe annehmen.
Dem Verein ein Leitbild geben.
cm
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