Essinghausens Sascha Blümel (Mitte) will mit dem TSV die Punkte holen, um den BSC Bülten auf Abstand zu halten.
Der BSC wird seit Saisonbeginn von Karsten Klein gecoacht. Zuvor war er fünf Jahre in Essinghausen als Trainer tätig – Geschenke soll es für ihn jedoch keine geben.
TSV Essinghausen – BSC Bülten. Dass diese Partie zum Spitzenspiel wird, hat zu Saisonbeginn kaum einer für möglich gehalten. Zwar wurde der Gastgeber hoch gehandelt, aber den Aufsteiger aus Bülten hatte niemand auf der Rechnung.
Grund für den Höhenflug: „Der BSC hat eine gute und zweikampfstarke Mannschaft, die auch konditionell überzeugt“, lobt Essinghausens Trainer Christian Gleich. „Die Bültener spielen auch schon mal provokant, aber der Erfolg gibt ihnen Recht.“
Mit dem eigenen Abschneiden ist Gleich ebenfalls zufrieden: „Wir sind keine Überflieger, müssen uns vieles erarbeiten, haben aber bislang eine gute Saison gespielt“, bilanziert er. Damit das so bleibt, hat der TSV einen Blitztransfer getätigt: Aus der Jugend des SV Lengede ist Torwart Marvin Mühl, Sohn des SVL-Trainers, für zunächst ein halbes Jahr nach Essinghausen gewechselt.
„Bei uns bekommt Marvin die Spielpraxis, die er in Lengede nicht gehabt hätte. Dort gibt es vier Keeper für die erste und zweite Mannschaft“, sagt Gleich. „Außerdem mussten wir handeln, da die Torhüter Stefan Probst und Thorsten Dürkop noch verletzt sind oder waren.“
Noch mehr im Blickpunkt steht am Sonntag aber BSC-Trainer Karsten Klein, coachte er doch zuvor fünf Jahre den TSV. Dennoch: „Es ist ein Spiel wie jedes andere“, betont er. Und natürlich möchte er den Gastgeber liebend gern ärgern „und nach Möglichkeit einen Punkt mitnehmen“, erklärt Klein. Das könne aber nur gelingen, „wenn wir unser Spiel durchsetzen“. Anschauungsunterricht, wie das gehen kann, hat es am Donnerstag gegeben.
Denn Klein und etliche seiner Spieler beobachteten den Tabellenführer die ersten 45 Minuten bei dessen 6:2-Sieg in Münstedt.
Bange ist ihm trotz des hohen TSV-Erfolges nicht. „Ich gehe davon aus, dass es ein enges Spiel wird. Unser Vorteil ist, dass wir nichts zu verlieren haben“, sagt Klein.
ma