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„Seltenes Zeugnis der jüngeren Geschichte“

Eindeutig Position bezogen hat der Kreisheimatbund Peine zur Hofstelle Bodenstedt, die zum modernen Museum umgebaut werden soll. Das Gebäude-Ensemble aus dem 19. Jahrhundert sei schützenswert und einmalig und müsse daher erhalten werden.

Die Hofstelle in Bodenstedt: „In Niedersachsen und darüber hinaus einmalig“, befindet der Kreisheimatbund Peine.

Die Hofstelle in Bodenstedt: „In Niedersachsen und darüber hinaus einmalig“, befindet der Kreisheimatbund Peine.

© Christian Bierwagen
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Vechelde. „Ein Glücksfall für Vechelde und den Kreis Peine. Ein Baudenkmal, das wegen seiner historischen Vielschichtigkeit in Niedersachsen einmalig ist“: So bewertet der Kreisheimatbund Peine die denkmalgeschützte Hofstelle an der Hauptstraße 10 in Bodenstedt. Aufgrund des bevorstehenden Bürgerentscheids am Sonntag, 21. Februar, hat der Kreisheimatbund nun erstmalig zum Projekt „ZeitRäume“ Bodenstedt Stellung bezogen.

„Auf der Hofstelle werden an einem Ort mehrere geschichtliche Epochen repräsentiert“, hebt Dr. Ralf Holländer, Vorsitzender des Kreisheimatbundes, hervor. Besonders für Lokal- und Regionalgeschichte sei der authentische Ort wichtig, weil so Auswirkungen der Weltgeschichte auf das Geschehen „vor Ort“ glaubwürdiger vermittelt werden könnten.

„Wenn, wie in der Konzeption vorgesehen, der Weg der Verknüpfung der Geschichte des Gebäudes und seiner Bewohner mit der allgemeinen historischen Entwicklung konsequent durchgehalten wird, können sich die begehbaren ,ZeitRäume‘ Bodenstedt zu einem einzigartigen Projekt entwickeln, das in einer mindestens für Niedersachsen einmaligen Weise die Veränderung des ländlichen Raumes zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik anschaulich machen kann“, sagt Holländer.

„Der Kreisheimatbund Peine unterstützt das Projekt ,ZeitRäume‘ vorbehaltlos“, sagt der zweite Vorsitzende Dr. Jens Binner und sieht sich durch die Stellungnahmen überregionaler und nationaler Organisationen in seiner Einschätzung bestätigt.

Der Niedersächsische Heimatbund streicht in seiner Stellungnahme heraus, dass es sich nicht in erster Linie um die Erhaltung eines agrarischen Baudenkmals handele. Es gehe vielmehr um die Erhaltung eines wichtigen und sehr seltenen Zeugnisses der jüngeren deutschen und niedersächsischen Geschichte sowie deren Erschließung als Bildungseinrichtung“.

Die Hofstelle kann an diesem und am nächsten Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Am heutigen Sonnabend informiert die Bürgerinitiative Pro Hofstelle in der Zeit von 10 bis 16 Uhr vor dem Rewe-Markt.

Michael Lieb


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