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Wendesse

„Tierquälerei und mieser Gestank“

Heftigen Protest löst die geplante Hähnchen-Mastanlage mit 39 000 Tieren in Wendesse aus. Etwa 40 Gegner haben sich zusammengeschlossen, um das Projekt zu stoppen.

So klein sind die Küken, bevor die etwa 35-tägige Turbo-Mast beginnt.

© dpa

Wendesse. „Das ist eine Katastrophe für unser Dorf“, sagt Heike Kubow von der neu formierten „Bürgerinitiative Peine gegen Hähnchenmast“. Die 40-Jährige wohnt 250 Meter von der geplanten Anlage entfernt und befürchtet, „dass wir nach einem Bau durch den Feinstaub der vielen Hähnchen gesundheitlich belastet werden“. Es gebe keine Filteranlagen. Außerdem würden durch die Massentierhaltung Krankheits-Erreger nach draußen gelangen.

Sie fragt: „Warum brauchen wir so einen Stall, wenn doch bereits ausreichend Hähnchenfleisch produziert wird? Macht sich niemand Gedanken darüber, dass dort Tiere gequält werden?“ Die Turbo-Mast in 35 Tagen mache die Hähnchen krank, auch die erlaubte Fläche in der Größe von einem Blatt Schreibpapier pro Tier sei viel zu klein.
Andreas Cassel ergänzt: „Wir befürchten auch, dass der Gestank durch den Hähnchenkot extrem wird.“ Die Lebensqualität in Wendesse werde sinken und auch der Wert der Häuser und Grundstücke ins Bodenlose fallen.

Enttäuscht sind die Anwohner von der Stadt Peine, „denn es gab nicht eine einzige Informations-Veranstaltung“. Nur der Ortsrat habe ein Mal zu dem Thema getagt und gleich grünes Licht für den Bau des Stalles gegeben. Die betroffenen Wendesser fühlen sich allein gelassen.

Heike Kubow sagt: „Es ist traurig, denn ich bin nach Wendesse gezogen, weil dies ein wirklich schönes Dorf nahe Peine ist. Das wird sich leider ändern. Aber wir werden weiterkämpfen.“ Die Anwohnerin will sich jetzt die Unterlagen zum Hähnchen-Stall beim Kreis Peine zeigen lassen. Außerdem engagiert die Bürgerinitiative einen Rechtsanwalt, um das Projekt noch stoppen zu können. Doch der muss sich sputen, denn bereits in wenigen Monaten könnte der Bau des Stalles starten.

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Landwirt Hansen zum Stall

Landwirt Erich Hansen, der den Hähnchenmaststall in Wendesse mit 39 000 Tieren auf 1800 Quadratmetern Fläche bauen will, sagt: „Ich investiere 800 000 Euro in den Bau und betone, dass es keine effektivere und umweltschonendere Mast von Hähnchen gibt.“ Das sei auch keine Tierquälerei, „denn sonst wäre es in Deutschland längst verboten, wo die strengsten Tierschutz-Gesetze gelten“.

Hansen ärgert sich darüber, dass ihn niemand von den Stall-Gegnern direkt angesprochen habe, obwohl er immer gesprächsbereit sei. „Das bin ich immer noch“, betont er.

Der Landwirt habe auch freiwillig ein 3000-Euro-Umweltgutachten in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen durch den Stall zu untersuchen. „Auch da ist alles in Ordnung, denn es dringt kein Kot oder Urin ins Grundwasser.“ Der Kot werde weitläufig auf Feldern ausgetragen oder in der Biogas-Anlage verbrannt.

Die Reinigung des Stalles erfolge nur durch Wasser. Hansen erklärt: „Erst danach setzen wir nach der Trocknung biologisch abbaubares Desinfektionsmittel ein, das auf den Wänden bleibt. Es dringt also nichts nach außen.“

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„Keine Öffentlichkeitsbeteiligung“

Fragen an Peines Ersten Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey:

1. Warum wurden die Anwohner nicht über den geplanten Bau informiert?
Die Mastanlage in Wendesse wird nach dem Bundesimmissionsgesetz zu beurteilen sein. Für Anlagen dieser Größe ist eine Öffentlichkeitsbeteiligung vom Gesetzgeber nicht vorgesehen. Zuständige Genehmigungsbehörde ist der Landkreis Peine.

2. Was ist der aktuelle Stand der Planung?
Der Landkreis hat den Antrag an die Stadt gegeben, um das Einvernehmen der Gemeinde gemäß Baugesetzbuch herzustellen. Wenn keine planungsrechtlichen Verstöße im Antrag enthalten sein sollten, dann wird die Stadt das Einvernehmen herstellen müssen. Der Gesetzgeber hat dafür keinen Ermessensspielraum eingeräumt.

3. Welche juristischen Möglichkeiten haben die Anwohner, um den Bau noch zu verhindern?
Theoretisch kann man gegen jede immissionsrechtliche Genehmigung klagen. Die Klage wäre gegen den Kreis zu richten. Wenn Sie Juristen fragen, werden diese jedoch vermutlich offen ansprechen, dass derartige Klagen andernorts schon mehrfach gescheitert sind.

tk


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  • Wieso nicht Vegetarier werden? TrooperX – 28.08.10
    Schön, dass die Anwohner keine Kosten und Mühen scheuen, den Bau dieses schrecklichen KZ zu verhindern.
    Leider vermisse ich aber auch die Bemühungen, den grundsätzlichen Bau von Tier-KZ zu verhindern, indem man Abstand nimmt von "Billig Fleisch" oder gleich ganz Vegetarier wird und den geldgeilen Billigfleischproduzenten einen Strich durch die Kalkulationen macht?

    Aber nein, man denkt mal wieder nur bis vor seiner eigenen Haustür....
  • "Richtig" gelesen? Jens H. – 15.06.10
    Wie unterschiedlich man doch solche Artikel "lesen" kann. Ihre Interpretation eines "Querfazits" kann ich dem Artikel nicht entnehmen, dafür aber folgendes:
    - die in diesen Mastanlagen erzeugte Fleischqualität ist erbärmlich
    - die Haltungsbedingungen in diesen Mastanlagen sind erbärmlich
    - die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt sind katastrophal
    - die Fleischindustrie macht den Profit, die Kosten dafür zahlen wir
    - in Deutschland ist der Verbraucher Spielball der Fleischlobby
    - wir sollten hinsichtlich des Fleischkonsums unsere Ernährung überdenken
    - wir müssen bereit sein, für eine bessere Fleischqualität auch mehr zu bezahlen
    und wenn ich denn ein Querfazit ziehen will, dann hätte ich folgendes aus dem Artikel anzubieten:
    - unten rechts auf Seite 36: "Zu viel Masse, zu wenig Klasse."
    - unten rechts auf Seite 40: "Die industrielle Fließbandhaltung von Tieren ist zweifelsohne eines der dunkelsten, schadhaftesten Kapitel der menschlichen Kultur".
    Vielleicht sollten Sie den Artikel ja nochmal "richtig" lesen... ;-) Ich finde, die Aussagen in dem Artikel sind deutlich und verständlich, scheinen an Ihnen aber völlig vorbeigegangen zu sein - oder wurden bewusst ignoriert.
  • Artikel im Stern 22 Roland M. – 07.06.10
    Ich habe gerade den unten genannten Artikel im Stern Nr.22 gelesen und musste schallend lachen. Kerry, hast du dir nur die Bilder angeschaut? Du musst natürlich auch "richtig" lesen. Als Querfazit steht in dem Artikel das es nicht schön ist das man sich bei der Arbeit die Hände schmutzig macht, aber vermeiden lässt es sich derzeit nur sehr eingeschränkt. Ließ noch mal und denk mal drüber nach.
  • Beispiel Roland M. – 06.06.10
    Er schreibt zum Beispiel das dass Problem mit mobiler Freilandhaltung gelöst sei.
    Wir haben ein pro Kopf Verbrauch von 10 Kg Hänchenfleisch in Deutschland. Um eine 5000 Seelengemeinde mit diesem Fleisch zu versorgen benötige ich mindestens 17 solcher Farmen die pro Halbjahr 1500 Tiere hochpäppeln. Man beachte das Wort hochpäppeln. Mit Gras und Korn kriege ich in einem halben Jahr kein 1Kg Hahn zustande. Ich brauche also Kraftfutter. Dann wäre dann ja auch noch der Winter. Irgendwie klappt das nicht vollständig durch Vollökologische aufzucht. Jeder der nur mit Hühner zu tun hatte weiß was für eine Wüste Hühner hinterlassen, wieviel Gras sie vertilgen und durch scharren zerstören. Ich habs schon mal vorgerechnet, den Platz haben wir nicht und in der Sahara kann ich kein Geflügel halten. Und dann haben wir noch eh schon zu wenig Flächen für Korn, Kartoffeln Gemüse Obst und nachwachsende Rohstoffe und und ...

    Und dann so eine dumme Phrase "Muss man jeden Tag Fleisch Essen, sind die Discounter leer" Das muß ich ja eigentlich nicht weiter kommentieren, da kann ich nur sagen falscher Planet, falsches Jahrtausend.
  • Ich weiß Roland M. – 06.06.10
    Auf den Leim gegangen würde ich nicht sagen. Ich stelle nur für alle sichtbar dar Das die beiden keinerlei Ahnung haben von dem was Sie reden und schreiben. Und ich denke das ist mir gut gelungen. Ihre paar Argumente, die ja nur Wunschdenken sind, wiederholen sich endlos.
    Genauso lächerlich macht sich in einem anderen PAZ Bericht die Adenstedter Dame die vor einem Misthaufen steht. Die Frau ist in genau dem Alter von dem ich sicher bin das sie oder ihre Eltern früher selbst einen Misthaufen im Garten hatte. (Oder Sie ist zugezogen und weiß wirklich nicht wovon sie redet) Wie ländlich muss eine Region den noch sein damit Landwirtschaft erlaubt sein darf. Von Visionen die nicht durchführbar sind können wir uns nicht ernähren.
  • @ Roland M. Voß – 05.06.10
    Sorry, aber sie sind Kerry und Sapmi leider auf den Leim gegangen. Mit dem Gespinn versuchen sie seit Jahren, harmlose Bürger, die hier einen Kommentar abgeben, in endlose verwirrende Diskussionen zu verwickeln. Die schäumen offenbar über vor Langeweile; ich würde denen eine Schafzuchttherapie in Nordschottland empfehlen.
  • Rechenspiel Roland M. – 05.06.10
    Ich habs eigentlich schon beantwortet. Im Prinzip habe ich nichts dagegen das es Mensch und Tier möglicht gut geht. Ob man Fleisch oder Gemüse isst bleibt nicht nur Geschmackssache, sondern von der Machbarkeit unter perfekten Bedingungen her bleibt es Jacke wie Hose was ich Esse. Um ganz Deutschland mit Biofleisch zu versorgen haben wir zu wenig geeignete Grundfläche zur Verfügung. Der biologische Gemüseanbau benötigt ebenfalls viel Grundfläche. Ich gehe mal davon aus das auf Steinwolle gezüchtete Tomaten oder Genmanipuliertes Obst und Gemüse auch nicht auf Ihrem Speiseplan stehen. Siehe Holland und Spanien, dort sind ganze Landstriche mit Plastikgewächshäusern verschandelt. Ist nicht OK und auch ich fühl mich nicht wohl wenn ich so etwas esse. Ich kann mich aber nicht ausschließlich von selbst erzeugtem ernähren, ich bräuchte mehr Grundstück und das ganze würde zum Fulltimejob ausarten. Keiner kann das mehr hier in Deutschland. Deutschland ist zu klein, bzw hat zuviele Einwohner pro Km² ums nochmal zusammenzufassen. Die Nahrungsmittel die ich täglich dazukaufe müssen aber bezahlbar bleiben. Wenn Lebensmittel von sonstwo auf der Welt nach hier transportiert werden entzieht es sich die Herstellung völlig unserer Kontrolle und billiger wirds auch nicht. Wir sollten also froh sein das es Bauern gibt die unter der Deutschen Reglementierung ein solches Unterfangen wagen. Ich habs ganz zu Anfang erwähnt, vor der Nase möchte ich eine solche Anlage auch nicht haben. Es sollte über den Standort diskutiert werden. Ich würde es lieber sehen wenn man darüber diskutiert ob es nötig ist das Bayrische Weihenstefan Milch in Uelzen im Regal steht usw. Noch besser wäre es wenn die Regierung handeln würde. Dann fangen natürlich die Spediteure an zu schreien, drohen mit entlassungen usw... Niemanden kann man es Recht machen. Schlimm ist es aber wenn Leute protestieren die früher selbst Tiere gehalten haben und dies heute aus bequemlichkeit nicht mehr machen. Was nicht selbst hergestellt wird muss doch irgendwo herkommen. Und wenn ich selbst keine Lust dazu habe dann wird es in Farmen mit zehntausenden von Tieren passieren oder halt Gemüse auf Watte angepflanzt und mit Chemie zu Turbowachstum gebracht. Wendeburg ist ein Dorf in dem früher auch fast jeder eigene Tiere und Kartoffeln hatte. Ich seh es hier in Gadenstedt, wo ich wohne. Die Leute die in den fünfzgern und sechzigern noch ihre eigenen Schweinebuchten hatten, fast jeder von denen hatte 20 Hühner und mehr usw. die schreien heute am lautesten wenn es jemand im Dorf wagt Tiere zu haben. Ich habe meinen Hahn abgeschafft weil die Nachbarn sich beschwert haben. Mein Hund hat es gewagt zu bellen und ich wurde angezeigt. (Von einer Katzenbesitzerin) Damit hat sich der Tierschutzverein beschäftigt und mich regelmäßig besucht? Im Dorf musste jemand seine Ziegen und Ponnys abschaffen. Er war die beschwerden irgend wann leid. Schande über die Peiner Tierschützer die sich um so etwas kümmern, geradezu unterstützen anstelle mit den Beschwerdeführern ein ernstes Gespräch zu führen. Ich könnte ein Buch schreiben. Also an alle Wendeburger die früher eigene Hühner hatten. Überlegt mal genau warum solche Tierfabriken benötigt werden. Noch ein Anhang: Aus eigener Erfahrung habe ich festgestellt das Hühner hervorragend damit klarkommen was sie von klein an gewöhnt sind. Als ich meine Hühner wegen der Vogelgrippe zusammenferchen musste wollte die hinterher gar nicht raus, hatte Angst weil sie es nicht kannten. Hühner glucken gern auf einem Haufen, die Enge gibt ihnen wohl Sicherheit. Freilaufende Hühner vergessen das zwar zuweilen durch beschäftigung, wenn sie jedoch merken das ihre kumpels weit weg sind laufen sie hektisch zur Gruppe. Und sie mögen es überdacht, meiden freie Flächen (je nach Rasse) Das sind natürlich keine Wissenschaftlich belegbaren Aussagen sondern eher laienhafte Beobachtungen. Ich war auch schon mal in einer Legebatterie. Ich fands dort nicht toll, würde in so einen Käfig nicht einziehen wollen. Muss aber sagen das das Hühner in kleinen Gruppen mit ihrer Hackordnung besser klarkommen. Wenn ich Eier dazukaufen muss, da Hühner ja nicht unbedingt ganzjährig legen, kaufe ich bewusst Käfighaltung. Diese Hühner stehen wenigstens nicht in Ihrer eigenen Kacke. Das Freilandeier auch tatsächlich solche sind? Bei den Massen die im Regal stehen? Aber das hatten wir ja schon, kann mann ausrechnen das es nicht funktioniert. Und Hänchenfleisch unter echten Biologischen bedingungen ist nicht bezahlbar. Kann sich jeder ungefähr ausrechnen was es kosten würde ein Huhn ein halbes bis eher dreiviertel jahr zu füttern, beheizen, einzeln tierärztlich zu betreuen usw usw.
  • Verbesserungsvorschlag Kerry – 05.06.10
    @roland M.
    Dann seien Sie froh, dass Sie gesunde Hühner haben und halten dürfen – ich wünsche es Ihnen und allen anderen, die familiäre Tierhaltung betreiben.
    Doch dazu weise ich auf meinen zuvor geschriebenen Auszug hin:
    „Denken Sie über die Situation im Emsland nach - das droht uns in Zukunft.
    Bei kommender Intensivhaltung wird kein Ökobauer mehr überleben. Das zum Thema Erhaltung von Arbeitsplätzen. Jedes draußen laufende Huhn hat dann Stallzwang, auch bei Privat-Haltern. Wollen Sie das?“

    Muss denn jeden Tag Fleisch auf dem Teller sein? Sind Discounter leer?

    Mit der mobilen Freilandhaltung ist das Problem schon fast gelöst:
    Max. 1.500 Vögel leben dort ganzjährig, mit Unterschlupfkästen, Futter und Wasser versorgt. Sie können in frischer Luft und Tageslicht, scharren, Flattern, Picken, also ihr natürliches Wesen ausleben.
    Alle 14 Tage wird der Stall versetzt. Die abgegraste Fläche regeneriert sich von selbst.
    Wenn das ein oder mehrere Landwirte mit mehreren Ställen betreiben, habe ich bestimmt nichts dagegen. Keine quälerische Haltung, qualitativ besseres Fleisch, Umweltschutz und unser Landschaftsbild wird erhalten.
    Was halten Sie davon?
  • @ Kerry & Roland M. Voß – 05.06.10
    Das mit den eigenen Hühner kenne ich, habe selbst aktuell 4, die generell an Altersschwäche sterben, weil ich keine Tiere selbst töten könnte. Würde ich die Eier zu dem Preis verkaufen, den ich bei Berücksichtigung eigener Arbeitsleistung und Futter erzielen müsste, käme ein Ei 2,50 Euro. Wenn alle diesen Preis bezahlen, können wir gern über artgerechte Haltung weiterdiskutieren, ansonsten sollten Kerry und Sapmi schweigen.
  • @Kerry Roland M. – 05.06.10
    Auch mir liegen Mensch "und" Tier am Herzen. Ich habe selbst (unter anderem) Hühner, wenn auch nur fünf Stück. Wegen dieser paar Hühner, die ja auf dem Land wohl normal, eher wenig sein dürften habe ich Stress mit zugezogenen. Ich halte eigene Tiere und züchte eigenenes Gemüse weil die momentane Bioverarsche nur (nicht in allen Fällen) eine Geldmaschine geworden ist und man in nichts mehr vertrauen haben kann. Deshalb ist es mir lieber das unsere Lebensmittel in Deutschland unter halbwegs kontrollierten Bedingungen hergestellt werden. Es macht mich wütend wenn dann solche Aktivisten die Arbeitsplätze, die Produktion, das gesamte Bruttosozialprodukt ins Ausland, oder gar ausserhalb Europa treiben. Wohin man schaut Menschen die glauben die Welt verbessern zu müssen, erreichen aber genau das Gegenteil. Siehe Energie und Umweltschutz allgemein. Schön das wir sauberen Strom und einigermaßen saubere Luft haben. Was nutzt es mir aber wenn es niemanden ausserhalb Deutschland interessiert und nur der Deutsche Steuerzahler die Zeche zahlen soll, gar nicht mehr zahlen kann weil sämtliche Preise explodiert sind. Das macht mich wütend. Was heißt hier das ich euch beschimpfe? Könnt ihr kein Echo vertragen? Dann räumt eure Transparente weg, holt euch Geld von der Bank und züchtet Hühner zu euren Bedingungen. Zeigt es der Welt. Mal sehen was die Bank euch vorrechnet.
  • @ Sapmi & Barbecker Voß – 05.06.10
    Wie ich in den Wald hineinruf, so schallt´s heraus! Ich pass mich nur Eurem Niveau an (besser gesagt lasse mch für diese Kommentare zu Euch herab). Macht nur weiter so, jeder mit nur etwas Bildung durchschaut schnell Eure Narretei. Viel Spass dabei!
  • Es mangelt nicht nur an Mitgefühl, ... sapmi – 05.06.10
    ... und an Information, nein, es mangelt bei den beiden Herren auch an Bildung.
    Dies zeigt sich eindeutig an deren oberflächlichen Kommentaren. Kein Tiefgang, nur dummes Zeugs, welches absolut nicht geeignet ist, zu überzeugen. Es wäre besser gewesen, sie hätten "geschwiegen"! Wie steht es so beeindruckend geschrieben: "Rede nicht vor des Narren Ohren; denn er verachtet die Klugheit deiner Rede"! In diesem Sinne: Feinfühlige und feinsinnige Menschen lassen deren Kommentare besser unbeantwortet!
  • So sieht es aus Barbecker – 05.06.10
    Hier zeigen die Hühnermastbefürworter ihr wahres Gesicht. Rücksichtslose und arrogante "Landvogte". Und von denen soll ich Hühnerfleisch kaufen?

    Eher nicht.
  • @ Roland M. Voß – 04.06.10
    Wo immer Zwischen Hannover und Braunschweig irgendetwas mit Mastanlage und Schlachthof auftaucht, melden sich Kerry und Sapmi zu Wort, glänzen mit Bibelversen, Verordnungen und Statistiken. Unter den jeweiligen Artikeln in PAZ und HAZ findet man immer wieder dieselben Verse. Hast Recht, sollen die bei bei einem schönen Glas Biowein sich ausdiskutieren anstatt zu nerven und unschuldige Bauern an den Pranger zu stellen.
  • Nachtrag Kerry – 04.06.10
    Denken Sie auch an die Abwertung der Häuser und Grundstücke. Sind Sie Mieter? Dann wohnen Sie zukünftig in der Abluftwolke am günstigsten, dank dem Geiz-ist-geil-Fleisch.

  • Besinnung Kerry – 04.06.10
    @Roland M.
    Wir nehmen besonders auf Menschen Rücksicht, weil wir unsere noch saubere Luft erhalten wollen, die und umgibt. Beste Information gibt der „Stern“ von letzter Woche (22/2010):
    „Der Preis ist billig, aber das Fleisch ist schwach“. Das sollte ein jeder sich einmal durchlesen und es betrifft ALLE Massenmast-Tiere, sowie die daraus resultierende Überdüngung der landwirtschaflich genutzten Felder. Darum bitte ich in sich zu kehren und einmal im Stillen darüber nach zu denken – nicht gleich dagegen posaunen. Dann kann man sich eine Meinung bilden, wenn man die Gedanken der anderen Seite ebenfalls akzeptiert.
    So viele Berichterstattungen in TV, Boulevard-Magazinen, Presse und Interneteinstellungen können sich nicht irren.
    Warum haben die Ställe keine Fenster?
    Damit niemand das Elend sieht.

    Wir haben mit Feinstaubbelastungen ohnehin zu kämpfen. Niedersachsen wird demnächst empfindliche Bußgelder an die EU bezahlen müssen, wegen nicht eingehaltener Grenzen – Hannover, Burgdorf, Braunschweig, usw. Nun kommen ungefilterte Ablüfte aus Hühnermastställen dazu (900 sind es mittlerweile, die Schlachthof Wietze beliefern sollen), wo jeden Monat z.T. über 40.000 Tiere zu Fleisch-Monstern heran vergewaltigt werden.
    Denken Sie über die Situation im Emsland nach - das droht uns in Zukunft.
    Bei kommender Intensivhaltung wird kein Ökobauer mehr überleben. Das zum Thema Erhaltung von Arbeitsplätzen. Jedes draußen laufende Huhn hat dann Stallzwang, auch bei Privat-Haltern. Wollen Sie das?

    Eine Bevölkerungsexplosion wird es in Deutschland / Niedersachsen, auch in Mehrum nicht geben, weil dieses Hormon-Antibiotika-Fleisch macht impotent.

    Des Weiteren bitte ich mir den nötigen Respekt, betreff Höflichkeit aus, so wie ich ihn Ihnen und anderen gegenüber auch gewahrt habe. Das gilt nicht nur für Sie allein.

  • Kein Platz Roland M. – 04.06.10
    Eins hatte ich noch vergessen. Es gibt ja nicht nur Fleischproduktion, sondern Legehennen. Wenn ich ganz Deutschland mit Eiern von freilaufenden Hühnern versorgen möchte (fast 40 Mio Eier täglich)und jedem Huhn nur 1m² zugestehe, brauchen wir schon mal die Fläche von Niedersachsen. Wenn wir alle mit Bioeiern versorgen möchten reicht wohl ganz Deutschland wohl nicht aus. Wo sollen wir für dich Gemüse anbauen? Was machen wir mit den anderen Tieren, unseren Restwäldern und vor allem wo sollen wir Menschen hin? Auf der Welt gibt es nun mal eine Bevölkerungsexplosion, auch wenn dies in Mehrum noch nicht angekommen ist (besser gesagt bei dir)

    So nun aber Ende mit dem Quatsch.
  • sampi Roland M. – 04.06.10
    Deine Argumente begrenzen sich nur auf Tierquälerei. Menschen sind dir anscheinend egal? Es gibt eine verschwindend geringe Menge von etwa vierzig Leuten die sich gegen die Mastanlage aufbäumen. Ich werde diese Diskussion mit dir jetzt einstellen. Deine letzte Antwort bestätigt meinen letzten Thread das du nich verstehen willst. Lebe dein leben, aber lass andere Leute mit deiner vorübergehenden Einstellung in Ruhe. Es bestätigt das du protestierst um des Protestes willen ohne auf Argumente anderer zu Antworten, sondern nur immergleiche Phrasen runterbetest. Das habe ich eigentlich vorher gewusst und habe nun hier wohl sichtbar für alle Mitleser dies nochmal sichtbar gemacht.
    Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Austausch. :-)
  • alles klar, ... sapmi – 04.06.10
    ... roland.m., und 3 Tiere auf der Fläche von 2 DIN A4 Blättern (lege solche einmal aus und stelle Dir darauf 3 Hühner vor), und eine Sterberate (in Eurem Jargon eher "Verreckerate") von 5%, u.a. weil die Tiere die Tränken nicht mehr erreichen können, ist dabei zweitrangig. Ich denke Du verstehst nicht worum es geht. Als früher die mit der damaligen Rechtsnorm im Einklang stehende Legehennen-Käfighaltung von mitfühlenden Menschen als tierquälerisch bezeichnet wurde, kamen die gleichen Gesellen wie Du und der gute Voß, um Stimmung für die Käfighaltung zu machen; doch heute, man staune, ist diese Art der Hühnerhaltung als nicht artgerecht verboten bzw. wird verboten werden. Dass jedoch über Jahrzehnte Millionen Tiere litten ... was solls ... es sind ja nur Tiere. Und es wird der Tag kommen, ab welchem die Haltung von 23/24 Hühnern auf einer Fläche von 1 qm auch nicht mehr zulässig sein wird, doch bis dahin werden ebenso Millionen Tiere leiden müssen.
    Ich bin ein ganz normaler Bürger dieses Landes, weder ein "Berufsdemonstrant", wie Voß es geringschätzig formuliert, noch ein Öko-Fanatiker, nein, ich bin ein Mensch, der Mitleid mit der Kreatur hat.
    Leider zeigen Leute wie Du, Voß, Katharina u.a. absolut kein Mitleid mit unseren Mitgeschöpfen. Schade.
  • sampi Roland.M – 04.06.10
    Lesen ist das eine, tatsächlich Verstehen das andere.

    Ja, wir leben in Deutschland. Deshalb möchte ich das mein und unser aller Fleisch, unter Aufsicht, in Deutschland produziert wird, mit hier lebenden Arbeitern. Was sonst?

    Wenn du Leute mit deiner seltsamen Einstellung nervst, dann sei bitte nicht so oberflächlich.
  • Schäme dich, ... sapmi – 04.06.10
    roland.m. Wir leben in Deutschland und nicht in China.
  • @ kerry und sampi roland.M – 04.06.10
    Ich gebe zwar zu das ich auch nicht in unmittelbarer Nähe einer solchen Anlage leben möchte, aber wenn ich auf dem Land wohne muss ich mir bewusst sein das so etwas dazugehört. Es sollte nicht darüber diskutiert werden ob, sondern darüber ob es nicht einen geeigneteren Standort in der Nähe gibt. Von euch lese ich nur dummes Zeug. Muss mann täglich Fleisch fressen, Massenmord und ähnlichen Schwachsinn. Fakt ist doch das derjenige der gern Gemüse ist dies tun wird, derjenige der gern Fleisch ist wird dies auch tun. Jeder von beiden hat die Wahl zwischen Produkten aus Deutschland und produkten aus den fernen Ausland die sich völlig der Kontrolle entziehen. In China und anderen Ländern ist genügend Platz für solche Anlagen, wollt ihr zwei das unser Essen in noch schlechteren bedingungen für Mensch und Tier gezüchtet wird. Da führt eure kurzsichtige Punkeinstellung nämlich sicher hin. Das zweite negative was solche Berufsdemonstranten, wie Ihr, anrichtet ist das die in Deutschland ohnehin hohen Kosten explodieren. Lasst Ihr euch mit Biogemüse verarschen, lasst uns unsere Sontagssuppe und Hänchenschenkel. Lauft mal durch die Dörfer und schaut mal über den Tellerrand. An vielen der älteren Häuser ist noch erkennbar das hintendran ein Schweinestall und eine Ecke für meist Hühner auf dem Grundstück war. Das läuft heute nicht mehr, keine Zeit keine Lust, was auch immer. Wohl auch wegen der Geruchsbelästigung. Wir müssen doch heute froh sein das es Leute gibt die das Risiko eingehen viel Geld dafür zu investieren hier in Deutschland produziert wird und nebenbei ein paar Arbeitsplätze schafft. Die Bilder in der Zeitung von einigen der protestierenden haben Bände gesprochen. Rentner und ein paar Frauen die wohl kaum auf Arbeit angewiesen waren. Na ja und dann solche Strickmützen wir Ihr beiden Wichtigtuer obendrauf.

  • Keine Sorge Voß – 04.06.10
    Kerry und Sapmi in Hochform, sie übertreiben mal wieder maasslos, die schon bei ähnlichen Meldungen dieser Art... ich sag nur unser Mehrum. Schlimm.
  • @Kerry sapmi – 04.06.10
    "Der Reporter hat wohl nur das gebracht..."
    Nö, Kerry, es lief schon so, wie ich es schrieb. Ich war im Moorkrug persönlich zugegen (Reporter hingegen nicht!).
    Noch etwas, Kerry: Die Äußerungen solcher Befürworter von Tierquälanstalten, welche das mistkratzende Huhn und den Staub einer Dreschmaschine als Legitimation für eine industrielle Tierplagerei samt den aus solchen Anlagen entweichenden und mit Erregern belasteten Stäuben usw. heranziehen, sollte man ignorieren.
    Schlimm finde ich es, dass all den Befürwortern es am Hintern vorbei geht, das dreien dieser geschundenen Tiere gerade die Fläche von zwei DIN A4 Blättern zugebilligt wird. Kein Wort des Mitleids, das ist beschämend und unchristlich!
  • Katharina Kerry – 04.06.10
    Zitat:
    "Doch Hygiene im Hühnerstall ist relativ: Denn sicher ist, dass 40 000 Hähnchen die Luft jede Stunde mit 75 Milliarden Keimen belasten. Zwar sterben Bakterien außerhalb der feuchtwarmen Stallluft schnell ab. Ihre Toxine aber werden erst beim Zerfall der Mikroben frei und werden ebenso wie Viren, Pilze und deren Giftstoffe bis zu 50 Kilometer weit vom Wind getragen. Der Durchmesser dieser Partikel ist so winzig, dass sie - ähnlich wie Asbestfasern - bis in die kleinsten Lungenzipfel vordringen können. "

    Vielleicht können Sie jetzt nachvollziehen, dass die eine Luft nichts mit der anderen zu tun hat.
    Oder hatten Sie 40.000 Hühner im Garten?
  • Staub Katharina – 03.06.10
    Lieber Kerry, als kleines Kind habe ich immer gern in der Scheune gespielt, wenn mit der Dreschmaschine Korn gedroschen wurde. Sowas kennst du bestimmt nicht, da spielte man im Staub, dichter als Nebel. Lungenschäden habe ich nicht davon getragen. Man kann angeblichen Feinstaub auch herbeischreiben. Die Zugezogenen sollen sich nicht so anstellen!
  • Hühner-KZ Kerry – 03.06.10
    @Katharina
    Wendesse ist ein schönes Dorf, noch – bleibt es aber nicht. Keiner hat sich bislang darüber aufgeregt, dass dort Tiere, gleich welcher Art gehalten wurden. Sie sollten die Leute verstehen, die nun einen „Feinstaub blasenden“ Stinkestall vor die Nase gesetzt kriegen, in dem Massenmord produziert wird. Das hat nichts mit kleinbäuerlicher Idylle und artgerechter Tierhaltung zu tun.
  • Hähnchenmast Katharina – 03.06.10
    Wir sind hier ein schönes Bauerndorf, in dem es seit jeherBauern mit Tierhaltung gibt, und ein Misthaufen mit Mistkratzern (Hühnern) war zu meiner Kindheit auf jedem Hof hier zu finden. Aber die vielen Wendesser Neubürgern stören sich im Sommer ja schon an den Erntemaschinen, den Staub bei der Getreideernte und jetzt hat man Angst vor Geruchsbelästigung, aber die Produkte der Landwirtschaft gehören täglich auf ihren Speiseplan. Hallo, ihr, wo gehobelt wird, gibts auch Späne; wo Tiere gehalten werden, gibts auch Mist!!
  • nur Mut Voß – 03.06.10
    In Mehrum haben die selben Berufsdemonstranten schon versucht, einen unbescholtenen Landwirt wegen einer Hähnchenmastanlage mit Mahnwache und Demonstrationen einzuschüchtern. Herr Hansen sollte locker bleiben, er hat das Recht auf seiner Seite! Und Kerry und Sapmi sind auch wieder hier! Hallo, ihr 2!
  • Falsch gebaut? Kolde – 03.06.10
    Tja, lieber Andreas, auch wenns sauber im Kühlregal bei REWE liegt, wenn Du´s kaufst, das Hähnchen hat vorher 40 Tage gelebt und auch gekackt. Wenn Du´s nicht riechen magst, darfst Du´s auch nicht kaufen und essen. Und Fräulein Heike K. hätte wissen müssen, dass in einem Bauerndorf auch Landwirtschaft betrieben wird, mai mehr, mal weniger, oder sollen die Bauern jetzt in die Stadt ziehen?
  • Armes Küken Kerry – 03.06.10
    @sapmi
    Der Reporter hat wohl nur das gebracht, was ihm gesagt wurde. Ich glaube nicht, das dieses von Herrn Hansen angesprochen wurde, denn das ist wohl doch schämenswürdig zuzugeben, das nicht alles rund läuft.
    Übrigens, sein „Kind“ ist geschätzte Anfang 20J. und soll den Stall führen – eine Katastrophe. Daher die OHG.
    Zum Foto:
    Anders herum gesehen, finde ich das Bild ganz gut – denn Landwirt Löhr aus Mehrum hatte damals auch seine „verängstigten“ Kinder vorgeschoben, als die Mahnwache anmarschierte.
    Mit Kindern hat man meistens Mitleid. Das sollte hier wohl ausgesagt werden.
    Diesem Hühnerkind fehlt nur das Pendant: Der Vorher-Nachher-Effekt.

    Gutachten zur Auslegung des TSchG § 11b
    1.3.1 Qualzüchtungen
    Der Tatbestand des § 11 b des Tierschutzgesetzes ist erfüllt, wenn bei Wirbeltieren, die durch Zucht geförderten oder die geduldeten Merkmalsausprägungen (Form-, Farb-, Leistungs- und Verhaltensmerkmale) zu Minderleistungen bezüglich Selbstaufbau, Selbsterhaltung und Fortpflanzung führen und sich in züchtungsbedingten morphologischen und / oder physiologischen Veränderungen oder Verhaltensstörungen äußern, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind.
    Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

    Soviel zu Gesetzen und wie sie eingehalten werden UND wie sich um die Einhaltung gekümmert wird.
    HIER sollte etwas getan werden.



  • Die PAZ sollte sich schämen! sapmi – 03.06.10
    Ich weiß wohl, Kerry, in welcher Weise die Tiere aus dem Leben gequält werden! Und ich weiß natürlich auch sehr wohl, dass der Landwirt von sehr vielen Gegnern angesprochen wurde, und zwar heftigst! So wurde z.B. auch erwähnt, dass in einem der kaum 250 m entfernt gelegenen Häuser kleine Kinder wohnten, welchen die Eltern so alle 5-6 Wochen vermitteln müssten, was in dem nahen Stall vor sich ginge, wenn dort unter lautem Klagen der Tiere diese abgeholt würden. Seine Reaktion: Auch ich muss dieses meinen Kindern klar machen. Und der Gipfel war, dass er um Nachsicht für seinen betagten Vater bat, sollten die Gegner gegen sein Vorhaben demonstrieren; man möge dann bitte den Hof des Vaters meiden und bei ihm "aufziehen". Den Vater möge man schonen, doch er schont weder seine Mitbürger noch die Kreatur. All dessen erwähnte Reaktionen sprechen eine eigene Sprache!
    Was ich nicht verstehe ist, dass man von Hundehaltern künftig einen "Befähigungsnachweis" verlangt, von solchen Tierhaltern nicht. Doch wen wundert es, bei einer Lobbyistin als Landwirtschafts- und "Tierschutzministerin". Und der PAZ muss ich "sagen", dass es geschmackloser nicht geht, als zu diesem Thema das Bild eines niedlichen Küken zu veröffentlichen, welches den beschrieben Weg gehen mußte. PAZ, schämt Euch, auch Ihr habt weder Respekt noch Mitgefühl vor/mit der geplagten Kreatur!
  • Hühnerwahn Kerry – 03.06.10
    @ Frank, ich halte es für eine dreiste Unterstellung, wenn Sie auch noch unbekannter Weise einen jeden als Fleischesser bezichtigen.
    Arbeitslose? Öko-Bauern und kleinbäuerliche Betriebe werden zerstört.
    Wer das finanziert? Wir, Frank, mit unseren Steuergeldern.

    @ sapmi
    Wiesenhof betäubt mit Elektrobädern, der Kollege Rothkötter treibt es fieser: Er bevorzugt CO2, er lässt vergasen = Hühner-KZ !!!
    Damit wirbt er auf seiner Homepage, wie schön und schonend das für die Tiere ist.
    Das Augen und Atemwegs-Schleimhäute verätzt werden, das diese Betäubungsart dem Ersticken gleich kommt und dass auch hierbei einige vorzeitig aufwachen, schreibt er nicht.

    Zum Fall Hansen:
    Wenn Hansen von sich behauptet, dass er von den Gegnern nicht angesprochen wurde, dann ist das schlichtweg GELOGEN !!!! Er wurde mehrmals und von verschiedenen Leuten angesprochen und hat ebenso Auskunft gegeben.
    Hansen ist Erstmäster (wie die anderen im Umkreis) und hat die Dollars in den Augen. Außerdem werden die Anlagen mit 50 bis 70 % subventioniert.
    Er sollte mal die Scheuklappen abnehmen und sich informieren, wie so eine Mast in der Realität abläuft und sich nicht auf deutsche Gesetze berufen.
    Nach §11b des Tierschutzgesetzes ist diese spezielle Hybridzucht sowieso verboten.
    Wer sein Haustier quält, bekommt ein saftiges Strafverfahren.
    Wer 40.000 Hühner und mehr quält, bekommt einen Lorbeerkranz von der Agrarlobby.
  • Sprüche Salomons 12 Vers 10 sapmi – 03.06.10
    Auszugsweise übernommen aus "Lokales Hohenhameln":

    Die geschundenen Nutztiere, gehalten von Landwirten, haben leider keine Lobby. Heute erst sah ich zufällig eine TV-Sendung über die Qual von Mastkaninchen und es wurde auch gezeigt, wie ein "Landwirt" in Baden-Württemberg Kaninchen wirklich "tiergerecht" hält. Der Kommentator kam zu dem Schluß, dass die Lobby der Tiermäster in unserem Lande die Politik derart im Griff habe, dass Veränderungen nur schwerlich herbeizuführen seien. Was will man z.B. von der neuen Landwirtschaftsministerin, einer Lobbyistin, anderes erwarten, als dass Tiere, ob Huhn, Kaninchen, Schwein oder Rind, weiterhin unter erbärmlichen Umständen gehalten werden. Und komme man nun bitte nicht mit anderen Ländern, wir sind hier in Deutschland, und wir sprechen uns sehr hohe ethische Maßstäbe zu! Und wenn ich nun eine Mail bekam, in der berichtet wird, dass der Herr Landrat einer künftig von einer Hühnermastanlage betroffenen Dame sagte, ich zitiere wörtlich: "Er wäre mit der Situation auch sehr unglücklich - müsse sich jedoch an die gesetzlichen Vorgaben halten...", so frage ich mich schon, weshalb der Landrat nicht Politik zugunsten der geschundenen Kreatur und der beeinträchtigten Menschen einfach mal "von unten" macht, und klar Front gegen diese Quälställe bezieht! Und noch ein Erlebnis der letzten Tage: Ich hatte einen jungen Mann,Mitglied der Jungen Union, zu Besuch. Auf die speziell von CDU-Mitgliedern (insbesondere jene in Ilsede) vertretene Meinung zu Intensivhaltungsformen angesprochen, und aufgeklärt, stimmte er mir voll und ganz zu, dass eine solche Art der Tierhaltung unchristlich sei. Als ich ihm zeigte, dass 9 meiner Bodenfliesen so viel Platz ergäben, wie man ihn 24 Masthühnern zubilligte, war er fassungslos.
  • "armer" Landwirt W. Jürgen – 03.06.10
    wer eigentlich finanziert einem
    "armen" Landwirt 800000 € ?
    außerdem ist der Betrag gut für 2 Mastanlagen !
    ja, so kommts raus !
  • @ frank sapmi – 03.06.10
    Das Fleisch von Tieren, welche nach sogenannten Bio-Richtlinien gehalten werden, ist nicht wesentlich teurer als solches von unter Qualen gehaltenen Kreaturen. Wie kommen Sie eigentlich auf 15 € für ein halbes Bio-Hähnchen? Das ist nur so daher geschrieben und folglich zu vernachlässigen.
    Ist es normal, ein 900g Hähnchen für 2,90€ zu verramschen, und das auf Kosten der Tiere? Und muss jeden Tag Fleisch "gefressen" werden? Ich denke, dieses Thema ist hier entbehrlich, weil es widerwärtig ist, dem Tierschutz den Kommerz entgegen zu stellen. Insofern entbehren Ihre Ausführungen jeglicher Ethik! Dann der Hinweis zu den Arbeitslosen: Wie bitte? Sie sollten z.B. den Bauern aus Wendesse fragen, wie viele Arbeitsplätze er mit seiner Anlage schaffen wird? Und daraus ziehen Sie dann Ihre Schlüsse; so wird ein Schuh daraus.

    Akt 2

    Nach der Quälhaltung in „konventionellen Betrieben“ kommt nicht die Erlösung, es kommt die finale Tortur:

    HÜHNER LEBENDIG AUSGENOMMEN
    Geflügel wird in größeren Schlachtbetrieben elektrisch betäubt. Die Tiere hängen kopfüber in einem Laufband, welches ihre Köpfe durch ein unter Strom stehendes Wasserbecken zieht. Bei ausreichender Stromstärke kommt es hier zwar sehr schnell zu einer Betäubung – jedoch ist diese nur dann irreversibel, wenn die Stromstärke ausreicht, um auch ein Herzkammerflimmern auszulösen. Weil die Betriebe Muskelblutungen im Schlachtkörper vermeiden wollen, setzen sie hochfrequente Ströme mit geringer Stromstärke ein. Das führt oftmals zur Lähmung, aber nicht zur Betäubung.
    Zudem ist das Verfahren für die Tiere stressig und schmerzhaft. Sie werden mit den Krallen in enge Metallbügel eingehängt und erleiden manchmal vorzeitige Stromstöße durch schlecht isolierte Anlagen und Wasserspritzer. Natürlich wehren sich viele Vögel und versuchen, das Eintauchen des Kopfes zu verhindern, was Verletzungen bis hin zu Knochenbrüchen zur Folge hat. Abgesehen davon besteht die Gefahr, dass einzelne Tiere der Betäubung tatsächlich entgehen. Sind sie durch zu geringe Stromeinwirkung nur gelähmt, so fallen sie nicht einmal mehr dem sogenannten „Nachschneider” auf, der in der Regel jedem Vogel den Hals abschneidet, der nach dem Tauchbad noch flattert.

    DIE SCHLACHTUNG VON SCHWEINEN
    Die Tiere werden derzeit elektrisch oder mit Kohlendioxid betäubt. Beide Verfahren sind nicht tierschutzgerecht, insbesondere wegen der Gefahr des Wiedererwachens vor dem Tod. In der Regel sterben die Schweine durch das Stechen. Setzt die Entblutung aber zu spät nach der Narkose ein oder verläuft sie zu kurz, so können die Tiere das Bewusstsein wiedererlangen. Stichproben ergaben, dass ein Prozent der Schweine unmittelbar vor der Brühanlage noch wach war. In einer Anlage galt das sogar für 14 Prozent!

    Quelle: Eur. Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V.

    Ihnen, "frank", einen recht guten Appetit!

  • haehnchenmast frank – 02.06.10
    ich kanns bald nicht mehr hoeren - auf einer seite fleisch essen auf der anderen seite klagen gegen solche anlagen - wie passt das denn. Denn jede mast oder zucht waere dann zu verbieten weil es nicht ok ist.
    Aber anders gefragt wer finanziert dann die ganzen arbeitslos gewordenen betreiber und wer will dann ein um mehrfaches gestiegene fleischpreise zahlen - das wollen die gegner dann meist aber auch nicht. Ich bin mit sicherheit kein befuerworter - habe diesen gestank schon kennengelernt, es ist erbaermlich, aber und das sollte man immer bedenken liebe gegner
    - Versucht kompromisse zu finden, denn das eine geht nicht ohne das andere, denn ein halber hahn fuer 15 euro wuerde z.b. auch keinen begeistern, oder
  • Wo bleibt das Mitgefühl sapmi – 02.06.10
    Der Landwirt weiß nicht wovon er spricht oder er ist Meister des Verdrängens. Diese Art der Tierhaltung ist eine Qualhaltung, sonst nichts. Er ist so geblendet, so desinformiert oder so kaltblütig, dass er davon aus geht, dass alles was per Rechtsnorm zulässig ist auch richtig ist. Wie lange war die Käfighaltung mit dem angeblich so strengen deutschen Tierschutzgesetz vereinbar? so lange, bis man heraus fand, dass eine solche Haltung keine artgerechte Tierhaltung, sondern eine Qualhaltung ist. Und jene Hühnerbarone stellten sich, so wie nun jener Landwirt, natürlich auf den Standpunkt, es sei ja rechtlich alles in Ordnung. Doch wo blieb und wo bleibt das Mitgefühl mit der geschundenen Kreatur?
    Der Landwirt wurde explizit über die Auswirkungen dieser von ihm beabsichtigten Qualhaltung informiert, und es wurden ihm zwei Fragen gestellt:
    a) Werden Sie angesichts dessen, unter welchen üblen Bedingungen die Hühner in ihrem Stall leben werden noch ruhig schlafen können, und können sie eine solche Qualhaltung mit ihrem Gewissen vereinbaren? Die Antwort von ihm war, "damit habe ich kein Problem!"
    b) Auf den Vorwurf, dass er durch diese Art von Tierhaltung in unmittelbarer Nähe zu seinen Mitmenschen deren Gesundheit gefährde, kam die Antwort, dies sei Sache des Landkreises, damit habe er nichts zu tun!

    Zur Erinnerung:
    Dichtgedrängt teilen sich 23 Hühner einen Quadratmeter Stallfläche. Das Ausleben arttypischer Verhaltensweisen wie Aufbaumen, Scharren, Picken, Sandbaden oder Ruhen auf erhöhten Plätzen ist aufgrund mangelnder Grundflächen und hoher Bestandsdichten nicht möglich. Zum Mastende stehen die Tiere in ihren eigenen Exkrementen. Der dadurch entstehende beißende Ammoniakgeruch verursacht Atemwegserkrankungen. Die Bedingungen dieser Massentierhaltung auf engstem Raum und die einseitig auf Schnellwüchsigkeit ausgelegte Zuchtselektion führen zu massiven gesundheitlichen Problemen (Beinschwäche, Skeletterkrankungen, Brustblasen, Herzerkrankungen, Hautkrankheiten, Fußballenerkrankungen, verringerte Fortpflanzungsraten). 5 % der Masthähnchen erreichen das Ende der Mast nicht und sterben vorzeitig. Viele verdursten auch, weil sie aufgrund des Überbesatzes und ihres Übergewichtes nicht mehr in der Lage sind, die Tränken zu erreichen! Allein in Deutschland sind dies über 20 Millionen Tiere.

    Im Blick auf die Angabe zur Fläche je Huhn in dem Artikel der PAZ sei darauf hin gewiesen, dass 10000qcm (1 qm) Fläche durch 23 geteilt aufgerundet 435 qcm ergeben. Ein DIN A4 Blatt indessen eine Fläche von aufgerundet 620 qcm beinhaltet. Daraus errechnet sich, dass auf der Fläche von 2 DIN A4 Blättern 3 Hühner leben müssen! Wer nun nicht aufschreit, dem ist nicht mehr zu helfen! Und dem Herrn Tarrey schreibe ich ins Stammbuch, dass ohne Politik von unten oben nichts verändert wird! Die Stadt Peine sowie der Landkreis wären wohl beraten, hier einfach NEIN zu sagen, auch wenn sie sich damit in Widerspruch zu gesetzlichen Regelungen stellen. Denn Gesetze sind Menschenwerke, und Menschen sind fehlbar (s. Käfighaltung u.v.a.m.).

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