Ökumenischer Neujahrsempfang der Peiner Kirchen: Etwa 160 Besucher kamen gestern Abend ins Friedrich-Spee-Haus – darunter auch Bürgermeister Michael Kessler (vorne).
Begrüßten die Gäste (v.l.): Thomas Blumenberg, Christa Gerts-Isermeyer und Dr. Christian Hennecke.
Peine. Mit den Klängen von Tschaikowskys „Januar“ empfing Pianist Maximilian Buchberger die etwa 160 Gäste zum ökumenischen Neujahrsempfang der Peiner Kirchen.
„Der Jahresempfang macht deutlich, wie die Zeit verrinnt. Wir sollten sie gut nutzen und gestalten. Die Zeit vergeht zwar, aber sie geht nicht ins Uferlose, sondern steht in Gottes Händen“, sagte der katholische Pfarrer Thomas Blumenberg.
Mit einer kurzen Andacht eröffnete die evangelische Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer den Neujahrsempfang. Sie hatte dafür die Jahreslosung 2012 gewählt. „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Wir streben danach, Ziele zu erreichen, gut zu sein, erfolgreich zu sein. Die Gefahr ist, dass wir irgendwann ausgebrannt sind und nicht mehr können. Zu den eigenen Grenzen zu stehen, ist das Gebot der Zeit“, führte die Superintendentin aus.
Im anschließenden Vortrag beschäftigte sich Dr. Christian Hennecke, Regens des Bistums Hildesheim, mit dem Markenkern der christlichen Kirchen. Dr. Hennecke hat sich in seiner Dissertation mit der Zukunft der Kirche befasst. „Gott ist vom Kirchturm auf den Marktplatz gesprungen. Das hat einmal ein Aachener Bischof gesagt. Gott wird Mensch und will bei uns sein. Wir verwalten keine Religiosität in Kirchtürmen. Unser Markenkern ist Christus“, bekräftigte Dr. Hennecke.
Blumenberg und Gerts-Isermeyer zeigten sich von dem Vortrag angetan und wünschen sich eine gute Fortsetzung der Ökumene. „Wir sind miteinander verbunden und machen deutlich, dass wir Christen sind“, sagte die Superintendentin.
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