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Kreis Peine

„Mehrheit will günstiges Fleisch“

Die Dörfer werden über kurz oder lang entvölkert, ist sich Wilfried Henties vom Vorstand des Peiner Landvolkes sicher. Damit meint er aber nicht die Menschen, die aus den Ortschaften wegziehen, sondern die Nutztiere, deren Haltung sich für immer weniger Landwirte rechnet.

Kreis Peine. „Früher hatte fast jede Familie noch eine Kuh oder zwei Schweine im Stall“, sagt Landwirt Wilfried Henties aus Oberg, der bereits in der siebten Generation auf dem Hof lebt. Das hing auch mit den einstigen Lebensmittelpreisen zusammen. Zwischen 30 und 40 Prozent des Familieneinkommens gaben die Menschen vor etlichen Jahrzehnten für Nahrungsmittel aus. Heute ist vor allem günstiges Fleisch gefragt – in gleichbleibender Qualität.

„Daher liefern wir Landwirte, was nachgefragt wird, und das lohnt sich nur in der Massentierhaltung“, sagt Henties. Entsprechend investieren Landwirte zum Beispiel in Hähnchenmast-Anlagen – oder andere Großställe. Diese liegen allerdings nicht mehr innerhalb der Ortschaften, sondern in gebührendem Abstand.
„Ich möchte einen Hähnchenmast-Stall auch nicht in meinem Vorgarten haben“, betont Henties. Die im Peiner Land geplanten Anlagen aber liegen mehrere 100 Meter außerhalb der Dörfer.

Und das hat gleich mehrere Gründe. zum Beispiel die Logistik: „Die Tiere werden mit Lastwagen abtransportiert – und die Laster können oft gar nicht durch die engen Straßen in den Orten fahren“, sagt Henties. Auch der Geruch spielt eine Rolle, von weit draußen komme davon aber kaum etwas in den Dörfern an. Er erklärt: „Da haben Industrie und Gewerbebetriebe sowie Autobahnen oder Eisenbahnen, die zum Teil viel dichter an Siedlungen liegen, ganz andere Effekte.“

Mit Blick auf die Ablehnung der Massentierhaltung im Peiner Land kommentiert der Landwirt: „Bei der Demonstration in Peine waren 170 Bürger. Einige davon sind sogar extra angereist von befreundeten Bürgerinitiativen.“ Wenn er dazu noch eine schweigende Anzahl von Vegetariern zähle und Menschen, die aus Überzeugung ausschließlich auf Fleisch aus biologischem Anbau setzen, bleibe bei 130 000 Einwohnern des Peiner Landes immer noch eine große Mehrheit, die im Supermarkt oder beim Diskounter das günstige Fleisch aus der Kühltruhe kauft.

pif


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  • Immer die selben Demonstranten Voß – 28.04.10
    ...wenn die Minderheit Mehrheit spielt... mit viel Geschrei haben bis auf eine Handvoll überwiegend linker Einheimischer zugereiste Demonstranten bei uns in Mehrum die Mahnwache vor dem Hof eines unbescholtenen Landwirts im März inszeniert. zu jedem Artikel tauchen als Kommentatoren der bibelfeste Sapmi, Kerry und Hötger auf mt den immer selben Parolen. Zeigt doch bitte mal vernünftige Lösungen auf, wie die betroffenen Landwirte ohne die Mastanlagen überleben sollen statt sie immer wieder anzuklagen!
  • Des Gerechten Gebet wird erhört ... sapmi – 24.04.10
    ... so es ernsthaft ist. Ob ich gerecht bin möge ER entscheiden: Ich flehe DICH der geplagten Kreaturen wegen, welche auch DEINE Geschöpfe sind, an, all jene, welche solche Tier-Qualanstalten betreiben, errichten und betreiben werden, niemals aus den Roten Zahlen kommen zu lassen und in den Ruin zu treiben - der Kreaturen wegen, welche auch DEINE Geschöpfe sind. Ich bitte DICH, erhöre mich!
    Und ich flehe DICH an, jene Partei, welche sich heuchlerisch DEINES Sohnes bedient, und solche Tier-Qualanstalten als "artgerecht" bezeichnet, von den Thronen der Macht zu stoßen. Ich bitte DICH, erhöre mich!
  • Ach Gottchen liebe PAZ ... sapmi – 16.04.10
    ... da bedauern Sie die von Pollen gequälten Menschen. Doch Pollen sind ein Quell des Lebens, Hühnerscheisse das Resultat gequälten Lebens!
    Weshalb wendet sich die PAZ samt Herrn Altrock nicht gegen die im Peiner Land geplanten Geflügelquälanstalten?
    In diesen Ställen werden niedliche Küken in knapp 5 Wochen zu Turbofleischkolossen herangequält, um nach einem Leben auf der eigenen Scheisse in brutalster Methode geschlachtet zu werden. Die mit Keimen kontaminierte Abluft dieser Anlagen wird ungefiltert uns Menschen zugeblasen. Doch darüber regt sich kein Mensch, auch kein Arzt, auf!
  • Herr Hahn sapmi – 16.04.10
    Hallo Herr Hahn,
    wen Sie wirklich meinten, es könne auf Einzelschicksale keine Rücksicht genommen werden, und damit die Bevölkerung meinten, so sind Sie nicht auf dem richtigen Posten. Als Einzelschicksal würde ich z.b. den Bauer aus Wendesse bezeichnen, so man ihm zum Schutze der Bevölkerung vor belasteter Abluft aus diesem Quälstall die Genehmigung versagte. Übrigens bin ich schon erstaunt, dass Sie als Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde der Kreatur keinen Respekt zollen!
  • eINZELSCHICKSAL Kerry – 16.04.10
    @Barbecker
    so wie ich das beurteilen kann, sind die Grünen (s. Homepage) ganz aktiv und zu mindest einer von der SPD. Das war’s dann auch.

    Angenommen, wir sind ca. 135 tausend Landkreis-Einwohner und lassen uns von sieben
    Landwirten einnebeln. WO oder WER ist nun vom Einzelschicksal betroffen?

  • Politiker?? Barbecker – 16.04.10
    @ Kerry

    Zitat: Ich bin nun leider nicht damit einverstanden die Giftschwaden einzuatmen, die in den Umweltschleudern absichtlich produziert werden oder gar weg zu ziehen. Ziat Ende

    Tja, wie der Herr Hahn (paßt irgendwie) vom Umweltamt Peine zu mir sagte. "In einer Demokratie sind auf Einzelschicksale keine Rücksicht zu nehmen".

    Also tieeef einatmen. :(

    Soviel zm Thema Demokratie.
  • Henties? sapmi – 15.04.10
    Wer ist eigentlich dieser Winfried Henties aus Ohberg, was hat der zu sagen? Er erhebt sich über die Kreatur, er hält Qualhaltungen von Tieren für gerechtfertigt. Er möge sich schämen.
  • Nützt nix? Kerry – 14.04.10
    Die Aussage mit ..eh nix machen, ist pure Faulheit, gepaart mit Ausreden wie ...was anderes vor.... oder einfach keine Traute (sorry).
    Protest zu zeigen ist z.Zt. das einzige Mittel. Politiker (nicht alle) sehen weg. Also muss der Bürger etwas tun, um nicht selbst „vergewaltigt“ zu werden, so wie die wehrlosen Küken. Ich bin nun leider nicht damit einverstanden die Giftschwaden einzuatmen, die in den Umweltschleudern absichtlich produziert werden oder gar weg zu ziehen.

  • Mehrheit will günstiges Fleisch Barbecker – 14.04.10
    Die Mehrheit will qualitativ hochwertiges Fleisch.

    Allerdings muß man einfach auch festhalten, das viele Menschen sich kein teures Fleisch leisten können.
    Aber da gibt es andere, politische, Mittel als Tier KZ´s einzurichten.

    Alles andere ist einfach die Lobbyarbeit der "Farmerindustrie".

    Das viele nicht mitmachen beim Protest, weil man eh nix machen kann, kann ich voll unterschreiben.
    Das Argument höre ich hier beim Windradkampf in Barbecke auch jeden Tag.
  • Weiterhin Meinung präsentieren Kerry – 14.04.10
    Kröten – gutes Beispiel – die werden einzeln über die Straße getragen und haben ein Leben in freier Natur. Wer seine Hund-Katze-Maus misshandelt und nicht artgerecht hält, kann nach TSchG angezeigt werden und wird verdonnert. Bei 40.000 Hühnern fällt das nicht ins Gewicht.
    Gerüche sind nicht unbedingt krankheitserregend, der Inhalt machts.
    Schon 1999 schrieb „Der Spiegel“ einen Bericht darüber, dass der Feinstaub mit dem Wind bis 50 km weit getragen werden kann.
    Toxine, Viren, Pilze und deren Giftstoffe, die ähnlich wie Asbestfasern in die kleinsten Lungenzipfelchen vordringen.
    Fast 30% der ohnehin gequälten Tiere leiden zudem unter schweren Atemwegserkrankungen, weil sie in ihren eigenen Giftschwaden leben müssen.
    Übrigens, Thema Filter: Warum filterlos?
    Weil keine einsetzbar sind !!! Weil Filtermatten nach zwei Tagen ohnehin dicht wären !!!! Alles klar?
    Unsere damalige Regierung und auch die heutige hatten wohl elf Jahre Zeit Studien aufzustellen und für unsere Gesundheit und der der Tiere zu sorgen. Nein, sie reisen besser in der Welt herum und verteilen die Millionen, die unser Staat nicht hat und schüren die ganze Misere mit Subventionen.
    Bislang sind es fünf beantragte Stallungen. Es kann nicht sein, dass insgesamt sieben Landwirte die Einwohner des südlichen Landkreises bis einschl. Peine einnebeln dürfen. Noch dazu kommt die Abwertung der Immobilien. Selbstverständlich aus reiner Profitgier, weil mancher krabbelt nicht gerade finanziell auf dem Boden.
    Alles das hindert mich nicht weiterhin meine Meinung zu präsentieren.

  • Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß !!!! Krümmel – 14.04.10
    Ja in Peine waren "nur"170 Leute, aber sie waren wenigstens da. Ich weiß das ganz viele Bürger gegen diese Mastanlagen und gegen Gammelfleisch sind, aber sie sind zu bequem um was zu tun. Ich höre immer wieder "Da kann man ja eh nix machen. Die bauen die Dinger doch auch, wenn 1000 auf die Straße gehen".
    Leider stimmt das, weil der Bürger nix zu sagen hat, er hat schön den Mund zu halten und seine Steuern zu bezahlen, aber doch nicht zu protestieren !!!!!!!!

    Es wird immer der Kleine der Dumme sein, so ist es und so wird es bleiben.

    In der Paz stand ein Artikel das die Landwirtschaftskammer die Gerüche als nicht so schlimm ansieht und der Geruch Hämelerwald nicht erreicht. Es geht aber nicht nur um den Geruch, es geht um die krankmachenden Keime die im Feinstaub, der aus der Anlage kommt, enthalten sind.

    In Hämelerwald gibt es ja viele Jogger, die werden die schädlichen Stoffe schon wegschnüffel.

    In diesem Sinne !!!
  • Mehrheit will .... W. Jürgen – 14.04.10
    Endlich melden sich die Befürworter dieser Agrarindustrie zu Wort.
    Leider verstecken sie sich noch immer hinter Gutachten, Verbänden, Marktanalysen und - nazürlich - dem Endverbraucher, der wie immer der Schuldige ist.
    Keiner hat den Mut zu sagen :
    jawohl ich bin dafür, weil damit mein eigesetztes Kapital ohne großen Arbeitsaufwand eine gute Rendite erwirtschaftet.
    Politiker machen durch ihr Abstimmungsverhalten ihre Meinung öffentlich.
    Ich wurde es begrüßen, wenn a l l e Beteiligten mit ihrem Namen zu ihrer geäußerten Meinung stehen würden.
  • Menschen wollen Preiswertes und Qualitatives Gammelfleisch – 14.04.10
    Merkwürdige Schlüsse zieht der Artikel.

    Stellt man dem Bürger die etwas einsilbige Frage, ob er seine Bedürfnisse - egal welcher Art - derzeit lieber zu günstigeren Preisen befriedigen möchte, wird er zweifelsohne mit einem deutlichen "JA" antworten. Durch die argen sozialen Einschnitte der letzten Regierungsjahre (HartzIV, Altersarmut, Kinderarmut etc.) ist es vielen wichtig, von den paar Kröten sich halbwegs ernährungstechnisch über den Monat zu bringen. Von daher kaufen viele zwar billig, aber fressen wollen sie deshalb noch lange nicht alles.

    Genau in dem Moment, wo der Verbraucher gefragt wird, ob er Billigware zu jedem Preis konsumieren wolle, wird es offenbar, dass die im Artikel angedeutete These "Wunschbilligwaren" nicht aufgeht. Dass billiger selten besser - also oftmals mit Qualitätsmängeln an der Ware (siehe Fleischskandale!) und verminderter Lebensqualität für Mensch UND Tier verbunden ist, steht doch wohl zweifelsfrei fest. Und hier wird der Bürger ebenfalls ein "JA" zu Lebens- und Warenqualität verlauten lassen.

    Milchmädchenrechnungen aufzumachen, bringt hier keinen dazu, für billige Lebensmittel die Schnauze zu zu halten, im Gestank zu wohnen, Tierquälerei gut zu heißen und dazu ein arg angegriffenes elendes Hühnchen auf dem Teller zu haben.

    Es wird nicht immer geschluckt und gegessen, was man uns hierzulande auf den Tisch packt. Die Bürgerproteste zeigen es. Menschen wollen preiswertes UND gutes Essen.
    Das gilt auch für die Großbildfernseher, die oftmals beim kleinen Fachhandel einschließlich dortiger Rabatte wesentlich preiswerter mit oftmals besserer Beratung zu haben sind.
    Die Alternative derzeit, die der Verbraucher aber hat, um gegen eine solche "Wirtschaftsdenke" was tun zu können, liegt möglicherweise auch daran, auf sein billigstes, nicht immer tolles täglich Fleisch verzichten, weniger, dafür lieber qualitativ besser beim Kleinbauern kaufen, so dass sich Massentierhaltung nicht mehr lohnt.
  • Hähnchenmastanlage bei Mehrum HH – 14.04.10
    Wer möchte denn noch vom Gut Adolphshof, das in unmittelbarer Nähe der geplanten Hähnchenmastanlage bei Mehrum liegt, biologisch erzeugte Demeter-Produkte kaufen, wenn deren Felder dann mit Keimen belastetem Feinstaub berieselt werden??? Man muß doch mal ins Eingemachte gehen und sich auch den Standort ansehen. Die Bürger Hämelerwalds z.B.werden schon durch Kläranlage, Autobahn, Eisenbahn, Verzinkerei, Kompostwerk und hohes Verkehrsaufkommen durch die Ortschaft, künftig noch drastisch erhöht durch den Bau des Penny-Warenlagers, von verschiedenen Emissionen belastet, da kämen ja die des Hähnchenmaststalls noch hinzu!
    Wo werden dem im Genehmigungsverfahren von der Politik in Peine endlich Grenzen gesetzt???

    Die nächste Wahl kommt bestimmt!

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