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Hähnchenmast

„Jährlich vier Tonnen Tierkadaver“

Der Widerstand in Wendesse nimmt zu. Dort wehrt sich eine Bürgerinitiative gegen den geplanten Bau eines Hähnchenmast-Stalles. Jetzt hat sie mehrere Fragen an die Peiner Ratsmitglieder geschickt.
Gegen die geplante Hähnchenmast in Wendesse kämpft eine 40-köpfige Bürgerinitiative.

Gegen die geplante Hähnchenmast in Wendesse kämpft eine 40-köpfige Bürgerinitiative.

© Archiv

Wendesse. Heftigen Protest löst die geplante Hähnchen-Mastanlage mit 39 000 Tieren in Wendesse aus. Etwa
40 Gegner haben sich zusammengeschlossen, um das Projekt zu stoppen. Torsten Steger von der „Bürgerinitiative Peine gegen Hähnchenmast“ hat folgende Fragen an die Ratsmitglieder zur Beantwortung geschickt:

Es werden und müssen im Stall keine Filteranlagen eingebaut werden. Warum? Ist das nicht notwendig oder unwirtschaftlich?

Der Anlagenbetreiber muss sicherstellen, dass pro Tag zwei Durchgänge zum Auffinden von toten Tieren und deren Entsorgung erfolgen. Wer glaubt, dass dies geschieht?

Der Anlagenbetreiber hat einen Antrag eingereicht, den Hühnermist auf einem Flurstück nordwestlich von Duttenstedt zu lagern. Wissen die Duttenstedter schon davon?

Pro Jahr fallen 299,2 Tonnen Hühnermist an. Nochmals. Wissen die Duttenstedter davon?

Pro Jahr fallen vier Tonnen Tierkadaver an. Sicherlich, weil es den Tieren in dieser Anlage so gut geht, oder?

Sechs Lüfter sorgen für die Abluft in Richtung Stederdorf mit einem Volumen von 240 000 Kubikmeter pro Stunde und bei warmen Sommertagen mit 320 000 Kubikmeter pro Stunde. Übrigens liegen in der Richtung auch zwei Wohnhäuser mit zwei kleinen Kindern, die ja laut Gesetz das schützenswerteste Gut sind. Der Abstand beträgt wohlgemerkt 230 Meter.

Im Umkreis von drei Kilometern um den geplanten Schlachthof in Wietze herum, soll laut der Firma Emsland Frischgeflügel keine Hähnchenmast-Anlage gebaut werden. Warum? Ziehen sie mal einen Drei-Kilometer-Radius um Wendesse/ Stederdorf.

tk

HINTERGRUND

Diskussion im Planungs-Ausschuss am Donnerstag

Die PAZ hat die Stadt Peine um eine Stellungnahme zu den Fragen der Bürgerinitiative gebeten. Doch Erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey schreibt: „Es handelt sich um ein Schreiben einer Bürgerinitiative, das persönlich an Mitglieder des Rates verschickt wurde. Dieses endet mit der Aussage: ,Was Sie ... mit dieser Mail und diesen Informationen anfangen ... bleibt ihnen überlassen.‘ Insofern ist das ein an die Personen gerichtetes Schreiben, was jeder für sich persönlich bewerten mag. Ich sehe keinen Grund, persönliche Botschaften von Seiten der Verwaltung zu bewerten.“

Reaktionen der Peiner Ratsmitglieder gibt es noch nicht. Das Thema wird am Donnerstag im städtischen Ausschuss für Planung ab
16 Uhr im Rathaus beraten.

tk


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  • @Barbecker, .... sapmi – 16.06.10
    ... da sind wir einer Meinung. Ich wundere mich auch über Menschen, welche grausamer sind als Raubtiere. Raubtiere folgen ihrem Beutetrieb nur um leben zu können, viele der Schreiber hier indessen folgen ihrem Trieb der Verächtlichmachung der Kreatur aus niedrigen Beweggründen. Einer insbesondere! Und genau dieser (grausame) Mensch führt an anderer Stelle aus, es gäbe Leute, welche zu dem Thema der Qualhaltung von Tieren stets mit den selben Argumenten kämen. Er hält sich dabei für so klug, dass er nicht merkt, wie dumm er ist (was sich auch in anderer Weise gelegentlich zeigt). Sein wohl eingeschränktes Denkvermögen erfasst es nicht, dass man Fehlentwicklungen und Mißständen immer nur mit ein und den selben Argumenten, eben gegen diese, begegnen kann.

  • Unglaublich Barbecker – 15.06.10
    Da gibt es doch tatsächlich Leute die glauben, das sich der Landkreis Peine um BI´s schert? Und das die "wichtigeres" zu tun haben. Achja, "Dienstreisen" nach China sind wichtig.

    Und dann fordern diese Leute auch noch, "erst" das Hirn einzuschalten. Ich lach mich schlapp. Die Frage ist doch, haben diese BI Gegner überhaupt ein Hirn?

    Merken die überhaupt was die für ein dummes Zeug schreiben? Wer so für diese Mastanlagen ist, sollte mal an einer vorbei fahren. Bevorzugt im Sommer. Aber den Kotzbeutel nicht vergessen.

    So ein Kadavergehorsam ist mir schleierhaft.
  • Voß und "die zwei". sapmi – 15.06.10
    Ach Voß, .......

    Schöne Grüße aus Sapmi
  • Hallo Voß Kerry – 15.06.10
    jau, wir geben ein hübsches Trio ab.
  • Müll Stad Trat – 15.06.10
    Jedes Jahr fallen 4 Tonnen Papiermüll durch unsinnige Schreiben der BI an Stadtratsmitglieder an. Erst nachdenken, dann schreiben. Der Stadtrat hat wichtigere Probleme betreffend Jugend und Dorfgestaltung zu lösen als sich mit BI´s zu beschäftigen.
  • übertrieben Voß – 15.06.10
    Torsten Steger malt hier ein völlig übertriebenes Horrorszenario an die Wand,von dem sich der Rat hoffentlich nicht beeindrucken läßt.
  • hallo kerry und sapmi Voß – 15.06.10
    bei dem Thema dürft ihr 2 nicht fehlen!
  • Ach wie schön.... Kerry – 15.06.10
    Die im Bericht genannten Zahlen betreffen JEDE 40.000-Hühner-Qual-Anstalt. Im Landkreis sind davon vier beantragt, plus ein 84.000-Stall. Also qualmt und stinkt und staubt es von allen Seiten.
    Auf dem Foto ist sehr schön die Dichte der Bestallung zu sehen. Wie kann hier noch irgend eine Person durchkommen, um die verendeten Tiere einzusammeln??? Wo bleibt die Schiebekarre??? Hier geht nix mehr. Na gut, dann werden die Kadaver eben mit dem Kot abgeräumt und in den Acker gepflügt.
    „.... von dem ganzen Hühner-Graus, guckt nur noch ein Bein heraus.“
    Dieses ganze Betriebs-System, inkl. Genehmigungsverfahren halte ich für eine bodenlose Lüge gegenüber dem Bürger.
  • Tierqualen und sonstiger Mist sapmi – 15.06.10
    Soso, nordwestlich von Duttenstedt soll der mit Erregern kontaminierte Kot gelagert werden. Nordwestlich von Duttenstedt bedeutet östlich von Stederdorf, unweit des Wohngebietes Heidacker also. Und genau dort wird es eine Erweiterung dieses Wohngebietes geben. Wer dort ein Grundstück erwirbt sollte von der Stadt Peine sowohl auf die 700m nördlich gelegene Mastanlage und auf das östlich gelegene Mistlager
    hingewisen werden. Vielleicht machen sich die Herren Kamps und Kessler darüber mal Gedanken? Stederdorf wird durch diese Mastanlage zur Kloake des Landkreises! Unglaublich, mit welcher Arroganz und Rücksichtslosigkeit dieser Herr sein Vorhaben durchdrückt!
  • Antworten geben! Restel – 15.06.10
    Dann sollen die politischen Befürworter der Hähnchenmast jetzt auch öffentlich Farbe bekennen und die Fragen in kurzer Frist wahrheitsgemäß beantworten. Das sind sie den Bürgern wohl schuldig.

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