Versicherte bei Ineas oder Lady-Car-Online sollten laut Experten ihre Verträge kündigen.
Kreis Peine. Niederländische Aufsichtsbehörden haben Ineas und Lady-Car-Online wegen „fehlender finanzieller Leistungsfähigkeit“ ausgebremst: Ein Notverwalter regelt nun europaweit die Geschäfte.
Angesichts der drohenden Pleite müssen Versicherte dieser Unternehmen damit rechnen, dass Schäden nicht mehr reguliert werden. Eine drohende Versicherungspleite gab es bislang in Deutschland noch nicht. Den etwa 50 000 betroffenen Versicherten hierzulande rät Peines Verbraucherberaterin Ursula Hopstock zur sofortigen Sonderkündigung per Musterbrief. „Außerdem sollten sie Angebote anderer Gesellschaften einholen, dabei die Höhe der
Prämien vergleichen und sich auch nach einer Deckungszusage erkundigen“, betont die Expertin.
Die International Insurance Corporation (IIC) bot unter den Namen Ineas und Lady-Car-Online günstige Haftpflicht- und Kaskoversicherungen an. Auf Antrag der niederländischen Regulierungsbehörde für Finanzdienstleistungen hat das Landgericht Amsterdam jetzt entschieden, dass der Versicherer über keine ausreichende Liquidität verfügt und deshalb Notverwalter eingesetzt. Allerdings ist noch offen, ob über die ICC überhaupt ein Insolvenzverfahren eröffnet wird.
Unterdessen haben die beiden angeschlagenen Versicherer angekündigt, dass ein außerordentliches Kündigungsrecht für die Versicherten nicht bestehe. Hopstock kann dies nicht nachvollziehen und rät weiter zur Kündigung. Sie sagt: „Wenn die Kündigung abgelehnt wird, sollte man Kontakt zu mir aufnehmen.“
l Weiter Infos gibt es unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de oder an der Woltorfer Straße 64.
tk
Kommentare
Schade Barbecker – 29.07.10
Tja, vor dem Problem stehe ich auch. Schade. Die Ineas hat immer einen guten Service geboten.Mal sehen ob die freiwillig ihre Kunden ziehen lassen.