Hier wüteten die Flammen am Schlimmsten.
Peine. Es sollte ein gemütlicher Nachmittag mit Nachbarn werden, erzählte gestern eine Augenzeugin. Die Gastgeberin (82 Jahre) hatte gerade einen Empfangssekt für die Besucher spendiert und wollte nach dem Essen in der Küche schauen. Dort kam ihr Rauch entgegen, dann schlugen auch schon die Flammen hoch.
Alle sind sofort nach draußen gelaufen, um sich zu retten. Zwei Frauen (76 und 85) wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt. Ein 82-jähriger Gast blieb unverletzt. Die Gastgeberin kam mit Verbrennungen im Gesicht und an den Armen ins Klinikum. Sie wird dort behandelt.
Was war passiert? Am Sonntag alarmierten Nachbarn um 16.18 Uhr die Feuerwehr. Als die Retter eintrafen, schlugen die Flammen schon aus dem Fenster im Wohnzimmer. Der Einsatz war gegen 21.45 Uhr beendet.
„In der Nacht hat sich dann noch ein Glutnest wieder entzündet“, berichtete Einsatzleiter Klaus Wulfes gestern. Eine Bereitschaftsgruppe wurde gegen Mitternacht zu einem Fehlalarm bei Prevo an der Wiesenstraße gerufen. „Danach sind wir noch einmal am Wacholderweg herumgefahren und haben Flammen am Giebel entdeckt“, sagte Wulfes. Rund eine Stunde, bis 1.30 Uhr, waren neun Retter der Feuerwehr mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Besonderen Dank von der Feuerwehr gibt es für die Nachbarn, die die Wehrleute mit warmen Getränken versorgt haben. Im Einsatz war am Sonntag auch die Fachgruppe Logistik aus Schwicheldt, die ein beheizbares Zeit, warme Würstchen und Kaffee dabei hatten.
pif