Großkontrolle: Insgesamt 70 Polizisten kontrollierten gestern Autofahrer an zwei Kontgrollstellen im Peiner Stadtgebiet.
„Wir hatten vor allem Drogen-Konsumenten im Visier, haben aber auch andere Vergehen festgestellt“, sagte Hauptkommissar Jürgen Woelke, der die Kontrolle mit seinem Kollegen Manuel Felter ausgearbeitet hatte. Am Montag waren die Beamten in Salzgitter im Einsatz, am Dienstag in Wolfenbüttel und gestern im Peiner Land.
Bis auf 30 Stundenkilometer bremsten die Beamten den Verkehr auf der Bundesstraße herunter und winkten zahlreiche Fahrer von der Straße auf den Parkplatz in der Nähe des Handorfer Sees.
„Wir achten zum Beispiel auf Auffälligkeiten am und im Fahrzeug und auch auf die Typen der Fahrer“, sagte Felter. Einzelheiten wollte er nicht verraten. Ein Fahrer verlor die Nerven und versuchte, über einen Feldweg zu fliehen. Darauf war die Polizei vorbereitet. Ein Verfolgungsfahrzeug stand bereit. Der Flüchtende hatte zu viel Alkohol getrunken und muss dafür mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen.
Bei der Kontrolle achteten die Polizisten auf motorische und neurologische Auffälligkeiten, sagte Woelke. Drogenkonsum ist schwer zu erkennen, deshalb setzte die Polizei gestern vor allem Fachleute bei der Drogenerkennung ein. Wer in den Verdacht geriet, Drogen konsumiert zu haben, wurde gebeten, eine Urinprobe anzugeben. „Damit messen wir in einem Schnelltest Abbaustoffe von Drogen wie Canabis, Heroin oder Kokain“, sagte Woelke.
Das Ergebnis der Kontrolle: Elf Autofahrer stehen im Verdacht, Drogen konsumiert zu haben, zwei hatte zu viel Alkohol getrunken - zwischen 0,5 und 0,8 Promille. „Drei Fahrer hatten keinen Führerschein und zwei haben gegen das Waffengesetz verstoßen“, sagte Sigmar Aust, Einsatzleiter bei Handorf.
pif