Kamera läuft: Fast eine Woche lang drehen die Filmemacher in Peine Szenen für den Streifen „Die Vermissten“.
Peine. „Peine hat genau das richtige Ambiente“, sagt Producer Sol Bondy. Auf der Suche nach einer geeigneten westdeutschen Kleinstadt seien seine Mitarbeiter auf Peine gestoßen. „Die Stadt ist sehr facettenreich“, sagt Bondy. „Deshalb drehen wir dort verhältnismäßig viel, fast eine Woche lang.“ Als Spielorte sind derzeit ein Spielplatz, ein Supermarkt und eine Pizzeria in der Stadt im Gespräch.
In „Die Vermissten“ geht es um einen Vater, der sich auf die Suche nach seiner vermissten Tochter begibt. Obwohl der in Hannover lebende Mann bereits seit acht Jahren kaum Kontakt zu seiner Tocher hat, begibt er sich auf die Suche, die durch die ganze Region führt – auch nach Peine.
Denn nachdem er bei seiner Ex-Frau in Wolfsburg miterlebt, wie immer mehr Jugendliche spurlos verschwinden, begibt er sich auch auf die Suche nach ihnen. In der Hoffnung, so auch seine Tochter zu finden, irrt er in der Region umher und wird schließlich selbst zu einem Vermissten.
In Peine taucht er wieder auf – und zurück in der Zivilisation muss er feststellen, dass inzwischen die Kinder und Jugendlichen aus der gesamten Bundesrepublik verschwunden sind. Angst beherrscht das Land, Panik bricht aus.
Für Bondy ein „spannendes Szenario“, dass sich mit dem gesellschaftspolitischen Thema der Überalterungsproblematik beschäftigt. „Junge Menschen und ihre Perspektiven sterben aus“, sagt Bondy. „Regisseur Jan Speckenbach und seine Co-Autorin Melanie Rohde haben ein ungewöhnliches, tolles Drehbuch geschrieben.“ Auch das ZDF will den Film 2012 ausstrahlen. Kinostart ist Ende 2011.
Es werden noch 60 Komparsen gesucht. Castingtermine sind am 18. September in Hannover und am 19. September in Wolfsburg. Gefragt sind Schüler zwischen 8 und 16 Jahren sowie Erwachsene ab 30 Jahren.
Infos: www.junifilm.de.
ju