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Landkreis Peine

Anschläge auf Hähnchenmast-Anlagen: E-Mail-Spur weist ins Ausland

Die Ermittlungen der Polizei nach den Anschlägen auf zwei Hähnchenmast-Anlagen im Peiner Land konzentrieren sich zurzeit auf das Ausland. Von dort ist per E-Mail ein Bekennerschreiben verschickt worden, das nach dem Anschlag in Mehrum im Oktober auch die PAZ-Redaktion erreichte.
Brand in Alvesse: Im Juli ging der Rohbau eines Hähnchenstalls in Flammen auf. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung, eine Spur führt über das Internet ins Ausland.

Brand in Alvesse: Im Juli ging der Rohbau eines Hähnchenstalls in Flammen auf. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung, eine Spur führt über das Internet ins Ausland.

© Fotos: Archiv

Kreis Peine. „Wir haben ein Rechtshilfe-Ersuchen an das entsprechende Land gestellt, in dem die IP-Adresse des Computers registriert ist“, sagte gestern der Braunschweiger Staatsanwalt Klaus Ziehe der PAZ. Um welches Land es sich handelt, wollte er nicht sagen. Die E-Mail-Adresse des Absenders ist in Österreich registriert.

Bisher habe es noch keine Antwort auf das Ersuchen gegeben, Ziehe ist aber optimistisch, dass sie noch kommt. Von der Antwort hänge auch der Fortschritt der weiteren Ermittlungen ab, sagte Ziehe. Die Polizei in Salzgitter, die die Ermittlungen führt, habe die Vernehmungen von Zeugen noch nicht ganz abgeschlossen.

Neue Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler jedoch über die elektronische Spur, die das Bekennerschreiben hinterlassen hat. Darin hatte sich die Gruppe „Tierbefreiungsfront“ – „Animal liberation front“ zu dem Anschlag in Mehrum bekannt. Dort hatte es nur geringen Sachschaden an der Fassade des Hähnchenstalls gegeben, der inzwischen in Betrieb ist.

Wesentlich höher war der Schaden bei einem Anschlag auf eine weitere Hähnchenmast-Anlage bei Alvesse. Dort war im Juli einer von zwei Ställen komplett ausgebrannt. In beiden Fällen waren keine Tiere zu Schaden gekommen. Der Sachschaden in Alvesse wurde indes auf rund 500 000 Euro geschätzt. Einer der beiden Ställe ist inzwischen ebenfalls in Betrieb.

Die „Tierbefreiungsfront“ hatte sich auch zu dem Anschlag bei Sprötze im Landkreis Harburg bekannt. Dort war Ende Juli 2010 eine fast fertige Mast-Anlage für Hähnchen in Flammen aufgegangen.

pif


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