In eine Lagerhalle der Barbecker Firma R. Power Rennsporttechnik hatte sich ein Wildschwein verirrt. Es richtete großen Schaden an. Unter anderem hat es vergeblich versucht, durch eine Wand zu brechen, und dabei das Loch (rechts) hinterlassen.
Barbecke. „Es war am Sonnabendmittag gegen 14 Uhr. Wir hatten das Tor zur Lagerhalle geöffnet, um Fahrzeuge hineinzufahren, damit sie bei der Knallerei in der Silvesternacht keinen Schaden nehmen“, sagt Horst Radtke, der Vater des Inhabers.
Plötzlich sei es passiert: „Durch das offene Tor kam das Wildschwein in die Halle gestürmt. Es lief einmal ganz durch und wollte wohl auf der anderen Seite wieder hinaus“, erinnert sich Horst Radtke an diesen Moment. Aufgeregt sei das nach seiner Schätzung dreieinhalb bis vier Zentner schwere Tier mehrmals an der Wand hochgesprungen – bis zu zwei Meter hoch. „Da dort jetzt Blutspuren sind, gehe ich davon aus, dass das Wildschwein verletzt war“, vermutet Radtke.
Als es merkte, dass es dort nicht weiterkam, habe das Tier wohl einen anderen Ausweg gesucht. Dabei hat es versucht, mit dem Kopf durch eine Zwischenwand zu einer anderen Lagerhalle zu brechen, aber auch das habe nicht geklappt.
„Schließlich hat es wohl das offene Tor wiedergefunden und ist hinausgestürmt, nachdem es auch noch auf eine Werkbank gesprungen war. Zu unserem Glück ist es nicht gegen die in der Halle abgestellten Fahrzeuge gerannt“, sagt Radtke noch spürbar aufgeregt.
Draußen sei das Tier noch durchs geschlossene Gartentor, über eine Terrasse und durch einen Maschendrahtzaun gebrochen, bevor es in Richtung Lengede verschwand. „Wir haben uns im Büro verschanzt und von dort aus die Polizei gerufen, als das Schwein in der Halle war“, sagt Radtke.
„Das Wildschwein konnte unerkannt vom Tatort flüchten. Auch die Nachsuche durch alarmierte Jäger brachte keinen Erfolg“, heißt es von der Polizei.
Ob die Versicherung für den erheblichen Schaden, den das Tier angerichtet hat, aufkommt, wissen die Radtkes noch nicht.
wos