Hatte ungebetenen Silvester-Besuch: Firmeninhaber Markus Radtke neben einem Loch, das das Wildschwein in die Wand geschlagen hat.
Kein Spaß: Ein Wildschwein richtete in der Barbecker Firma massiven Schaden an.
Barbecke. Laut Jagdpächter Harald Ziegenbein verliert sich die Spur in der Nähe der Lengeder Teiche. Trotz der Blutspuren in der Halle habe sich das Tier vermutlich nur leicht an der Schnauze verletzt. Hintergrund: Am Samstag gegen 14 Uhr stürmte ein Wildschwein in die Halle von R. Power Rennsporttechnik. Zuvor kam es einen Feldweg aus Richtung Söhlde entlang, sprang über die Hecke des Friedhofs und rannte von dort auf das Betriebsgelände.
„Das Tor stand offen, weil wir gerade die Autos zum Schutz vor Feuerwerk hineingefahren hatten“, erklärt Horst Radtke, der Vater des Inhabers. Laut Markus Radtke sei das Tier etwa zweieinhalb Minuten in der Halle gewesen.
„Das war eine Erfahrung, die ich nie wieder machen möchte. Zum Glück wurde niemand verletzt.“ Zur Sicherheit verschanzten sich die Mitarbeiter im Büro. Die geparkten Autos blieben wie durch ein Wunder unversehrt.
Ob eine Versicherung für den Schaden einspringt, ist unklar. „Den Bereich ‚Wildschaden‘ gibt es eigentlich nur bei Autoversicherungen“, erklärt Carsten Baumgarten von der VGH auf PAZ-Anfrage. Auch Norbert Niederste-Berg von der Allianz sieht keine Chance, sich gegen ein randalierendes Schwein zu versichern. Einzige Ausnahme: „Wenn das Tier durch eine Jagd aufgescheucht wurde, gilt die Jagdhaftpflicht.“
Doch laut Ziegenbein fand zur fraglichen Zeit keine Jagd statt. „Vielleicht hat ein Knaller das Schwein aufgeschreckt“, so der Jagdpächter.
azi