Ortstermin am Bahnübergang mit den SPD-Politikern (von links): Landtagsabgeordneter Matthias Möhle, Bürgermeister Hans-Hermann Baas, Klaus Schneck, Stefan Klein (beide Landtagsabgeordnete), Wolfgang Schneider vom Zweckverband Großraum Braunschweig und Ratsfraktions-Chef Gerhard Horaiske.
Broistedt. Klaus Schneck, SPD-Landtagsabgeordneter aus Gifhorn, kündigte an, die Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs im Verkehrsausschuss im Landtag auf die Tagesordnung zu bringen. „Wir müssen die zuständigen Stellen davon überzeugen, dass Handlungsbedarf besteht“, sagte der 51-Jährige. Darüber hinaus müsse ein „Bündnis über die Parteigrenzen hinweg“ geschmiedet werden, um die Forderung Lengedes nach Hannover zu tragen. Ziel sei es, eine parlamentarische Initiative in Gang zu setzen.
Stefan Klein, SPD-Landtagsabgeordneter aus Salzgitter, der zu dem Treffen eingeladen hatte, erklärte, dass die Notwendigkeit zur Beseitigung des Bahnübergangs dem „neuen“ Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) bereits vorgetragen worden ist. Ihm sei bekannt, dass künftig statt 24 Züge täglich 34 Züge im Personennahverkehr auf der Strecke Hildesheim – Braunschweig verkehren sollen.
Auf eine kleine Anfrage Kleins an den niedersächsischen Landtag hatte Bode kürzlich geantwortet, dass der Broistedter Bahnübergang auf der Prioritätenliste der Landesbehörde für Straßenbau zu den zehn dringlichsten Projekten zähle.
Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas (SPD) wies auf die für 2011 geplante Neubewertung der Prioritätenliste hin: „Wir müssen zusehen, dass wir da nicht runter rutschen“, sagte der Verwaltungs-Chef, der die Kosten für die Beseitigung des Bahnübergangs auf 15 Millionen Euro beziffert. Bis zum Planfeststellungsbeschluss, der für den Tunnelbau notwendig ist, würden noch etwa fünf bis sechs Jahre vergehen. Ein genauer Zeitpunkt sei auch aufgrund der Problematik der Finanzierung durch Bahn, Bund und Land schwer festzulegen.
mic
Kommentare
Die Bahn Jim Knopf – 18.05.10
Nun ja.... gut Ding will Weile haben. Vielleicht wäre es ein guter Anfang die Schließintervalle zu verkürzen? Gelegentlich, wenn es mal wieder an der Zeit ist eine Weile vor verschlossener Schranke zu verbringen, dauert es doch ein wenig länger bis ein Zug in das Sichtfeld kommt. Da könnte man sicherlich eine Menge Zeit am Tage sparen, ohne dass man dabei auf die Sicherheit von Schienen- und Straßenverkehr zu sehr Einfluß nimmt?!Wer´s glaubt Monarchist – 12.05.10
Schon vor über 20 Jahren wurde über diesen Bahnübergang geredet. Und ich glaube das es mindestens noch weitere 20 Jahre dauert bis sich diese Koryphäen entscheiden wie dieser Bahnübergang überhaupt auszusehen hat.Denn die Anlieger sträuben sich doch sehr gegen diesen Übergang. Und jetzt wo alles Geld in das europäische Ausland fliest, wird dafür nichts mehr über bleiben.