Zehn Jahre lang war die Stelle nicht besetzt. Nun hat die Gemeinde mit Bernhard Wolters einen neuen Heimatpfleger gefunden.
Vechelade. „Unsere Vorfahren leben schon seit 1750 in Vechelade. Als nächstes Projekt werde ich den Stammbaum der Familie in Angriff nehmen“, berichtet Wolters. Auch über den Ort Vechelade hat er schon viel in Erfahrung gebracht – immerhin ist er dort seit 1995 Ortsheimatpfleger. Dort hat Wolters bereits die Geschichte des Reichsarbeitsdienstlagers, späteren Alterskrankenhauses und Obdachlosenheims aufgearbeitet, das bis in die 80er Jahre hinein existierte. „Auf dem Friedhof sind 39 Displaced Persons beerdigt, die im Lager gewesen sind.
Wir haben von allen die Daten ausfindig gemacht, sie an die Rotkreuz-Organisationen der betreffenden Länder gegeben und sogar Verwandte ausfindig gemacht“, erinnert sich Wolters.
Als Gemeindeheimatpfleger hat er nun zusätzlich die Aufgabe übernommen, die Arbeit der einzelnen Ortsheimatpfleger zu koordinieren, regelmäßige Treffen zu organisieren und sich insgesamt um das Thema Heimatpflege zu kümmern. „Das Interesse schwindet immer mehr, gerade bei Jüngeren. Außerdem ist es manchmal schwierig, Menschen für das Amt des Heimatpflegers zu begeistern, obwohl es sehr interessant ist“, weiß Wolters.
Zurzeit seien die Stellen des Ortsheimatpflegers in Sierße, Denstorf und Fürstenau unbesetzt.
Interessenten für die Aufgaben werden gesucht und können sich bei Wolters melden. „Ich habe aber auch schon Kandidaten im Blick, die ich persönlich ansprechen werde“, umreißt er eine seiner Aufgaben für dieses Jahr.
nic