Begeistert bei der Sache waren die 200 Lengeder Grundschüler bei der Aufführung der Oper Hänsel und Gretel.
Lengede. „Seid ihr alle wach?“, fragt Katrin Sander von der Jungen Oper aus Bad Salzuflen in die Turnhalle der Grundschule Lengede. „Ja“, rufen lautstark die 200 Kinder der ersten bis vierten Klassen, die schon ganz ungeduldig auf den Beginn der Oper Hänsel und Gretel warten. Doch bevor es losgeht, gibt es eine Schnelleinführung: „Wisst ihr was eine Oper ist?“, fragt Sander. „Da wird nur gesungen“, antwortet ein Junge. „Richtig“, sagt Sander.
Dann geht es los, und die Kinder sind mittendrin: Es werden Darsteller für Nebenrollen gesucht. Viele Schüler sind mutig und melden sich. Sie spielen später Engel, bekommen grüne Umhänge, dürfen sich aber erstmal wieder setzen. Sander (Mezzosopran) von der Jungen Oper und ihren Kollegen Gernot Koppitz (Tenor) und Katrin Burghardt (Sopran) erzählen das Brüder-Grimm-Märchen dem Alter der Kinder entsprechend mit viel Humor, dabei gelingt es ihnen mit Leichtigkeit, die Mädchen und Jungen sowie eine Lehrerin in das Stück einzubinden. Die Schüler sind begeistert bei der Sache, tanzen, singen und bewegen sich mit.
Inhaltlich ist das Märchen bekannt. Engelbert Humperdinck hat es musikalisch bearbeitet, die Oper wurde 1893 von Richard Strauss als Dirigent uraufgeführt.
Insgesamt eine gelungene Aufführung, die der Förderverein durch sein Engagement ermöglicht hat. Er hat die 1200 Euro Gage für die Junge Oper komplett aus eigener Tasche finanziert. „Es hat sich gelohnt“, resümierte Schriftführerin Barbara Engel.
Michael Lieb