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Lengeder Regionalverkehr

Lengede wehrt sich gegen Zugstreichungen

Die Gemeinde Lengede bangt um die Regionalzug-Verbindungen auf der Strecke Hildesheim-Braunschweig. Der Großraum-Zweckverband plant, Verbindungen zu streichen.
Ohne Zuschuss vom Land will der Großraumzweckverband Braunschweig Zugverbindungen unter anderem zwischen Lengede und Braunschweig streichen.

Ohne Zuschuss vom Land will der Großraumzweckverband Braunschweig Zugverbindungen unter anderem zwischen Lengede und Braunschweig streichen.

© Archiv

Lengede. „Fast 50 Prozent der Verbindungen auf unserer Strecke würden wegfallen“, sagt Hans-Hermann Baas, Bürgermeister der Gemeinde Lengede (SPD). Von den bislang elf Zugpaaren, die werktags zwischen Lengede und Braunschweig fahren, sollen fünf wegfallen und am Wochenende ein weiteres Zugpaar. So sehen es zumindest die Pläne des Zweckverbandes Großraum Braunschweig vor, wenn der Nahverkehrszuschuss des Landes Niedersachsen in Höhe von 5,6 Millionen Euro wegfällt.

„Wenn Zugpaare eingespart werden sollten, wehren wir uns dagegen, dass auf unserer Strecke die Hälfte der Verbindungen wegfällt“, betont Baas. Er schlägt vor, Verbindungen am Wochenende einzusparen. Wichtig sei, dass der Schüler- und Pendlerverkehr weiter bedient werden könne.

Mit dem Ausbaus des zweiten Gleises der Schienenstrecke Braunschweig-Hildesheim seien die „Voraussetzungen geschaffen, den Personennahverkehr auf unserer Strecke zu lassen“, so der Verwaltungschef. Zudem beabsichtige die Nahverkehrsgesellschaft Hannover, die die Strecke Hildesheim-Söhlde betreibt, die Verbindungen aufzustocken. „Umso weniger verstehe ich, dass einige Angebote unter Vorbehalt gestellt wurden.“

Dies hatte bereits die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, Ursula Weisser-Roelle, kritisiert. Der Direktor des Zweckverbandes Großraum (ZGB) Braunschweig, Hennig Brandes (CDU), wies die Kritik zurück: „Der Ausbau der Verbindung Braunschweig- Hildesheim hat nichts mit den Regionalzug-Ver­bindungen zu tun, er dient der reibungslosen Abwicklung der Gesamtverkehre.“ Was den ICE angehe, so existiere auch zukünftig ein stündliches Angebot. Was die zusätzlichen Regionalzüge beträfe, so gebe es auch da künftig für Berufspendler und Schüler gezielt Verstärkerzüge zur Hauptverkehrszeit.

Kürzungen erfolgten jeweils dort, wo extrem wenig Fahrgäste unterwegs seien. Dies sei bei den fünf Zug­paaren, die von Montag bis Freitag und drei bis vier Zugpaaren, die an Wochenenden wegfielen, der Fall.

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