Brand in Groß Gleidingen: Möglicherweise verursachte ein falsch verlegtes Ofenrohr das Feuer am Dienstagabend.
Groß Gleidingen. Die junge Familie, die die Doppelhaushälfte im Wiedenkamp bewohnte, hat fast all ihr Hab und Gut verloren. Nur ein paar Kinderspielzeuge und Unterlagen konnte sie vor dem Brand retten.
„Wir kamen vom Einkaufen nach Hause, in der Wohnung stand leichter Nebel“, so der 31-jährige Vater. Kurz darauf sei Rauch aus der Decke gequollen. Die 34-jährige Mutter rief sofort die Feuerwehr und brachte die beiden kleinen Kinder in Sicherheit.
Tragisch: Erst vor wenigen Monaten hatte die Familie die Doppelhaushälfte gekauft: „Am 1. Juli sind wir eingezogen“, so der Vater. Vorerst kommt die Familie bei den Eltern des Mannes unter.
Glück im Unglück: „Die Feuerwehr kam schnell und hat hervorragende Arbeit geleistet“, so der 31-Jährige. Mehr als 70 Feuerwehrleute verhinderten eine weitere Ausbreitung des Feuers. Eine Brandwache kontrollierte das Haus in der Nacht weiter mit einer Wärmebildkamera.
Zur Ursache des Brandes heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr Vechelde-Wahle, dass die polizeilichen Ermittlungen abgewartet werden müssten: „Offensichtlich ist aber, dass die Brandursache in einer nicht vorschriftenkonformen Rauchrohrdurchführung durch eine Fachwerkwand liegt.“
In dieser Wand neben einem Holzofen breitete sich das Feuer durch die Zwischendecke bis in den Dachstuhl aus. Laut Familie war der Ofen beim Einzug bereits vorhanden und seit dem Morgen nicht mehr in Betrieb gewesen. Nach Feuerwehr-Sprecher Daniel Goebel kann ein Feuer in einer Wand aber stundenlang schwelen, bevor es offen ausbricht.
Die Peiner Polizei wollte zur Brandursache nichts sagen. Für heute seien weitere Ermittlungen geplant.
azi