Zwei Einsatzorte der Feuerwehr in Woltwiesche: Eine brennende Gartenhütte auf dem Schulhof (links) und ein abgebrannter Schuppen. Als mutmaßlicher Brandstifter wurde im November ein 23-Jähriger aus der Gemeinde Lengede überführt.
Lengede. Bis zum Stichtag 20. November gab es 123 Einsätze für die Feuerwehren der Gemeinde Lengede. Dabei wurden 56 Brände bekämpft. „Die hohe Zahl der Brandeinsätze geht in erster Linie auf den Zeitraum Juli bis September zurück, in dem ein Brandstifter hauptsächlich in der Ortschaft Woltwiesche sein Unwesen trieb“, erläutert Runge. „Diese Einsätze waren nicht besonders spektakulär, haben aber bei vielen Einsatzkräften Grenzen der Belastbarkeit erkennen lassen.“ Neben der Brandserie sind noch der Brand des einzeln stehenden Hauses zwischen Woltwiesche und Barbecke und der Gebäudebrand in Woltwiesche zu nennen.
Bei den 34 absolvierten technischen Hilfeleistungen handelte es sich hauptsächlich um sogenanntes Tagesgeschäft – aber es musste auch ausgerückt werden, weil eine Person unter einem Zug lag oder der Rettungsdienst einen 180 Kilo schweren Patienten allein nicht transportieren konnte.
Die Zahl der Türöffnungen hat im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Vier Fehlalarme wurden festgehalten. „Die 33 sonstigen Einsätze gliederten sich hauptsächlich in Alarmübungen und all die Tätigkeiten, die uns bei den Bürgern so beliebt machen“, sagt Runge. „Dazu zählen das Begleiten von Festumzügen, Laternenumzügen und die Durchführung von Brandsicherheitswachen, ohne die viele Veranstaltungen nicht stattfinden dürften.“
Weitere wichtige Themen der Lengeder Wehren:
● Zum 1. Januar 2011 wurde ein neuer stellvertretender Gemeindebrandmeister kommissarisch verpflichtet. Nach Bestehen der geforderten Lehrgänge steht seine endgültige Bestellung unmittelbar bevor.
● Zum 31. Dezember 2010 wurde die Sirenenalarmierung in der Gemeinde Lengede beendet. Seitdem wird „nur“ noch über die digitalen Meldeempfänger alarmiert. „Mir ist wohl bekannt, dass es auch in unseren Reihen Kritiker zu diesem Thema gibt“, sagt Runge. „Die Alarmierung wurde nun ein Jahr ,still‘ durchgeführt – und es kann festgestellt werden, dass sich die Zahl der Einsatzkräfte nicht verringert hat. Dieses ist natürlich nur möglich, wenn die Einsatzkräfte ihre Meldeempfänger bei sich tragen. Es scheint zu funktionieren“, erklärt der Gemeindebrandmeister.
● Der Neubau des Gerätehauses in Klein Lafferde gehe mit großen Schritten voran. Nach etwas schleppendem Start der Bautätigkeit sei das Gebäude bereits mit Dach, Fenstern und Türen versehen worden.
● Eine Aufgabe des neuen Jahres werde die Ausrichtung des Kreisfeuerwehrverbandstages sein. Er findet am 17. Juni 2012 in der Sporthalle Woltwiesche statt. „Hier werden Helfer aus allen Ortswehren benötigt, damit wir uns als gute Gastgeber darstellen können“, sagt Runge.
mu