Michael Schrader (Mitte) nimmt vor dem Bauernhausmuseum den Fördervertrag von Martina Wolff entgegen. Mit dabei (v.l.): Cordula Reulecke, Manfred Pape, Jobst Tehnzen und Doreen Fricke.
Bortfeld. Von außen wirkt das Bauernhaus aus dem Jahr 1639 bereits fertig saniert, innen sieht es dagegen anders aus. „Was noch fehlt, sind die Fußböden und die Innenwände“, erklärt Michael Schrader vom Landkreis Peine. Hinzu kommen Abbrucharbeiten wie zum Beispiel der Schornstein.
Bereits seit dem Jahr 2006 ist das dort eingerichtete Museum, das im vergangenen Jahr seinen 100. Geburtstag feierte, geschlossen. Das Zweiständer-Haus wird seitdem umfangreich saniert – es soll in den Originalzustand zurückversetzt werden. Drei Bauabschnitte, in denen Reetdach, Dachstuhl, Außen- und teilweise Innenwände in Stand gesetzt wurden, sind bereits abgeschlossen. Mitte des Jahres soll laut Schrader der vierte, 200 000 Euro teure Bauabschnitt beginnen – wenn alle Förderbescheide vorliegen. Zusagen gibt es neben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz über 8500 Euro und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege über 25 000 Euro.
Ziel ist es, die bauliche Instandsetzung des Bauernhauses, das seit 1974 Eigentum des Landkreises Peine ist, bis zum Ende des Jahres abzuschließen, so Schrader. Mit dem Abschluss des letzten Bauabschnitts seien dann 575 000 Euro in die Sanierung investiert worden.
Wann das Haus wieder für Besucher geöffnet werden kann, ist unklar: „2014 feiert das Haus 375-jähriges Bestehen, da wollen wir auf alle Fälle fertig sein“, betont Cordula Reulecke, Bezirkskonservatorin vom Landesamt für Denkmalpflege. Das museale Konzept wird derzeit vom Braunschweigischen Landesmuseum erarbeitet. „Wir hoffen, dass wir es im Herbst vorstellen können“, so Manfred Pape vom Kulturbüro des Landkreises.
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Das Bortfelder Zweiständer-Haus von 1639 zählt zu den ältesten Gebäuden seiner Art. Es ist eines von mehr als 260 Projekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz allein in Niedersachsen fördern konnte. Dazu gehören im Kreis Peine auch die Jakobikirche, die Zeiträume Bodenstedt und das Rittergut in Rosenthal. Die private Stiftung mit Sitz in Bonn wurde 1985 gegründet und finanziert sich mit Spenden und Mitteln der Glücksspirale, der Rentenlotterie von Lotto.
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