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Lahstedt

„Wir werden davon profitieren“

Mitmischen im millionenschweren Strompoker, will jetzt die Gemeinde Lahstedt. Zusammen mit vier weiteren Kommunen im Peiner Land soll ein Gemeindewerk entstehen.
Lahstedt will zusammen mit vier anderen Kommunen im Stromgeschäft mitmischen.

Lahstedt will zusammen mit vier anderen Kommunen im Stromgeschäft mitmischen.

© oh

Lahstedt. Die Idee könnte die Gemeindekasse sanieren und sogar Arbeitsplätze in Lahstedt schaffen: Zusammen mit den Kommunen Edemissen, Hohenhameln, Ilsede und Wendeburg will Lahstedt ins Stromgeschäft einsteigen. Bürgermeister Klaus Dieter Grimm (parteilos) ist sich sicher, dass die Lahstedter davon profitieren werden.

Möglich wird dieser Schritt durch das Auslaufen der so genannten Konzessionsverträge. Darin ist zum Beispiel geregelt, dass ein Energieversorger als Konzessionsnehmer Stromleitungen durch das Gemeindegebiet zu führen.

Für die Erteilung dieser Konzession erhält die Gemeinde eine Gebühr – die so genannten Konzessionsabgaben. Sie bekommt sozusagen einen kleinen Teil der Gewinne, die mit dem Stromnetz erwirtschaftet werden können, der Großteil aber verbleibt beim Konzessionsnehmer. Für Lahstedt sind das etwa 270 000 Euro pro Jahr.

Das Auslaufen der Konzessionsverträge eröffnet den Kommunen nun Handlungsspielräume, denn die Konzessionsverträge müssen nicht automatisch verlängert werden.

Sie können neu ausgeschrieben werden, um für die Städte und Gemeinden bessere Bedingungen zu erreichen – oder die Energieversorgung kann auch zurück in öffentliche Hand überführt werden. Die Gewinne aus dem Stromnetz würden dann der Kommune zufallen – und somit der Allgemeinheit.

Lahstedt hat sich deshalb per Ratsbeschluss dazu entschieden, sich mit den anderen vier Gemeinden zu einer kommunalen Anstalt zusammenzuschließen. Danach sollen weitere Schritte für die Zukunft der Energieversorgung ausgearbeitet werden. Möglich ist dabei, dass die Gemeinden die Stromnetze für einen zweistelligen Millionenbetrag kaufen und dann von den Energieversorgern Durchleitungsentgelte fordern. Pro Jahr könnten dabei einige Millionen zusammenkommen.

Doch die Gemeinden könnten noch einen Schritt weiter gehen und selbst Strom kaufen oder sogar zusammen mit einem Partner Strom selbst produzieren. „Natürlich zahlt letztlich der Verbraucher für den Strom“, erklärt Grimm.

Nach dem neuen Konzept würden die Gewinne daraus jedoch der Gemeinde und nicht den Energieunternehmen zu gute kommen. Letztlich würden alle Bürger davon profitieren, sind sich Politik und Verwaltung in Lahstedt sicher.

mu


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  • Siehste, ... sapmi – 22.06.10
    ... Voß, wir könnens doch ganz gut miteinander;-) Nun muß ich Dich nur noch davon überzeugen, dass McNuggets Chicken nicht unbedingt eine förderliche Nahrung ist. Du kannst ja gerne dieses Zeugs essen, aber als fürsorglicher Vater .... ? Komm, das darfst Deinen Kindern nicht antun! Kannst ja mal einen meiner Koch- oder Backkurse besuchen, da lernste wenigsten Ernährungskultur, und das in fröhlicher Runde.
  • editiert editiert – 21.06.10
    Dieser Kommentar wurde von der PAZ-online Redaktion gelöscht. Grund: Beleidigungen.
  • Komisch Barbecker – 20.06.10
    Mich würde interessieren, wo das Geld für das Stromnetz kommt. Denn der jetzige Betreiber gibt das bestimmt nicht kostenlos ab. Oder ist die Gemeinde Lahstedt so reich, das die das so aus der Portokasse zahlen?

    Ach nee, die wollen ja fusionieren weil kein Geld da ist. Irgendwie beißt sich die Logik des Bürgermeisters.
  • ... Lahstedter Bürger – 19.06.10
    Geniale Idee, da sind die Ilseder wohl wieder neidisch, daß ihre Politiker ihre Gemeinde nur gegen die Wand gefahren haben.
  • Die goldene Nase eines Bürgermeisters sapmi – 19.06.10
    (...) Man kauft ein durch die Gemeinde führendes Stromnetz, schafft dadurch Arbeitsplätze, und verdient sich dabei eine goldene Nase. Toll, Herr Bürgermeister. Darf ich nach Ihrer fachlichen Herkunft fragen?

    ---Anmerkung von PAZ-online Redaktion---
    Ein Teil dieses Kommentars wurde von der PAZ-online Redaktion gelöscht. Grund: Beleidigungen.
  • Gemeindewerke Michael Rasch – 19.06.10
    Wollte Lahstedt vor kurzem noch mit Hohenhameln und sogar Schellerten anstatt mit Ilsede fusionieren, so wird jetzt zur Rettung der Gemeinde der große Einstieg ins Stromgeschäft vorbereitet. "Sanierung der Gemeinde, Schaffung von Arbeitsplätzen, Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe". In Lahstedt haben sie den Überblick verloren! Rollte vor 10 Jahren die Privatisierungswelle durchs Land, jetzt rollt sie wieder zurück. Offensichtlich hat der Steuer- und Gebührenzahler den Gemeindevertretern irgendwo in den letzten Tagen ein fettes Spargelessen bezahlt, als Ergebnis ist diese Schnapsidee herausgekommen.

    Was ist eigentlich aus der von der PAZ groß angekündigten Fusion Peine-Ilsede geworden. Als Ilseder ist mir die Fusion mit Peine allemal lieber als mit Lahstedt, eine Gemeinde, die anstatt die Lebensbedingungen zu modernisieren lieber die politischen Pfründe ihre Parteien konserviert und die Bürger mit regionale Idenstität stiftenden kulturellen Veranstaltungen beruhigt. Peine hat noch eigene Stadtwerke.

    Wenn Kommunalverwaltung und -politiker, die sich noch nie durch besonderes unternehmerisches Können und Handeln ausgezeichnet haben, einen liberalisierten Markt erobern wollen, dann sollen sie das gefälligst mit ihrem privaten Geld tun. Das Stromgeschäft ist definitiv eine Nummer zu groß für eine Bürgermeister GmbH & Steuern- und Gebührenzahler KG.

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