Sorgt sich: Wolfgang Spillner (rechts) mit Reinhard Barleben vor dem Unterflurhydranten bei Spillners Haus.
Münstedt. „Der Wasserdruck ist in einigen Straßen in Münstedt sehr gering und auch aus anderen Orten im Kreis habe ich von diesem Problem gehört“, sagt Spillner. Sein Haus in der Straße Im Wiesenfeld ist betroffen, und seine Sorge ist ernst: „Der Druck reicht nicht zur Brandbekämpfung.“
Das hat sich Spillner inzwischen vom Ortsbrandmeister Reinhard Barleben bestätigen lassen: Bei einer Übung schloss dieser 2-C-Schläuche an den Unterflurhydranten vor Spillners Haus an – „der Wasserstrahl reichte noch nicht mal bis zum Dachfirst“, erzählt Spillner kopfschüttelnd.
„Über das Trinkwasser-Leitungsnetz kann die Löschwasserversorgung nicht garantiert werden“, gibt Michael Wittemann vom Peiner Wasserverband zu. Gerade bei älteren Graugussleitungen, wie der vor Spillners Haus, sinke die Leistungsfähigkeit: „Die Rohre wachsen wegen Rost und Kalk regelrecht zu“, sagt Wittemann. Seit zehn Jahren ersetze der Wasserverband die Leitungen, dennoch bestünden aktuell noch 25 Prozent der Rohre aus Grauguss. Nach einer Prioritätenliste werden die Leitungen ausgetauscht, für die Leitungen Im Wiesenfeld sei in den nächsten drei bis fünf Jahren nichts geplant.
Allerdings betont der Wasserverbands-Mitarbeiter, dass sich in 300 Metern Entfernung ein Hydrant befindet, der laut Messung über genügend Druck verfüge. „Für die Gewährleistung des Brandschutzes ist aber die Gemeinde zuständig“, fügt er hinzu.
Heike Kautz von der Lahstedter Verwaltung sagt: „In unmittelbarer Umgebung befindet sich zudem ein Wassertank. Für den Erstangriff reicht der Hydrant vor der Haustür.“
Ortsbrandmeister Barleben bestätigt dies: „Wir sind darauf trainiert, schnell Löschwasser heranzuholen. Ideal ist aber, wenn wir solche Umwege nicht gehen müssen.“
Wolfgang Spillner ist die Sorge dadurch nicht genommen: „Manchmal geht es um Sekunden!“
sip