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Gadenstedt

Von riesigen Bergen und winzigen Menschen

Die Gadenstedter Familie Schmidt reist 7840 Meilen durch den „wilden Westen“ der Vereinigten Staaten von Amerika.
Nur der harte Kern der Felsmassive im Südwesten der USA steht noch. Über Jahrmillionen haben Wind und Wetter die „weicheren“ Teile weggeweht.

Nur der harte Kern der Felsmassive im Südwesten der USA steht noch. Über Jahrmillionen haben Wind und Wetter die „weicheren“ Teile weggeweht.

© privat

Lahstedt-Gadenstedt. Grandiose Ausblicke auf riesige Felsmassive, die sich aus staubigen Wüsten emporrecken, schwindelerregende Einblicke in kilometertiefe Schluchten und Wanderungen über geschwungene Felsformationen. Spannende Abenteuer erlebte die Familie von Dr. Peter Schmidt während einer Reise durch den „Wilden Westen“ der Vereinigten Staaten.

Der PAZ erzählte Schmidt über die Reise, die für den Mitarbeiter eines großen deutschen Pharma-Unternehmens eine tolle Erfahrung war. Zum Hintergrund: Der Gadenstedter hat das Asperger Syndrom, eine besondere Form des Autismus‘ (siehe Stichwort). Seine vielen Reisen in die weite Welt hat er in Atlanten nachgezeichnet – auch das ein Symptom dieser leichten Form des Autismus‘.

Schmidt macht viele andere ungewöhnliche Dinge, läuft zum Beispiel ohne Training einen Marathon über den Brocken im Harz. „Wüsten und Vulkane im Südwesten der USA waren das Thema einer außergewöhnlichen Reise“, das sind Dinge, über die sich der Gadenstedter definiert, wie er der PAZ erzählte.

Mit seiner Familie habe er genau 7840 Meilen durch die USA zurückgelegt. Nach mehreren Reisen über den Atlantik standen diesmal vor allem Gegenden auf dem Programm, die nicht so einfach zu erreichen sind.

Darunter Toroweap, wo der Fluss Colorado mehr als einen Kilometer unter den Füßen der Kletterer durchfließt. Es ist der spektakulärste, engste und steilste Abschnitt des Grand Canyons, den nur wenige Besucher aufsuchen, weil die Zufahrt äußerst anspruchsvoll ist und nur wirklichen Fans vorbehalten ist. Diese Gegend werde bewusst nicht für den Massentourismus erschlossen.

Nicht minder spektakulär war die Wüstenwanderung in der Paria Canyon Vermilion Cliffs Wilderness, um die spektakulären Sandstein-Auswaschungen „The Wave“ zu erleben, die pro Tag nur 20 Menschen aufsuchen dürfen. „Bei 48,3 Grad grillten wir am Amboy-Krater in der Mojave-Wüste, erlebten den Niedergang der legendären Route 66 als Filmset für die fiktive Zeit nach der Motorisierung, Klapperschlangen auf Camping-Plätzen und vieles mehr“, sagte Schmidt. „So entgingen wir auch weitestgehend der Überfüllung der Nationalparks wie Yellowstone und Yosemite und Grand Canyon South Rim. Wie gut, dass ich diese Dinge bereits in den 80er-Jahren erlebt hatte.“

Während Schmidts Sohn vor allem die Orte einschlägiger Computerspiele erleben wollte wie San Francisco, Las Vegas, Los Angeles, Miami und San Diego, freute sich die Tochter über die Tierwelt, darunter Bären, etliche Klapperschlangen und Bisons in freier Wildbahn und Pandas und Koalas im Zoo von San Diego. Auch die Extraterrestrial Highway – Area 51 – und die Besichtigung des Flugzeugträger USS Midway durften nicht fehlen.

Stichwort

Asperger-Syndrom

Das Asperger-Syndrom ist eine Kontakt- und Kommunikationsstörung, die als abgeschwächte Form des Autismus angesehen wird. Asperger ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Betroffene sehen normal aus, zeigen jedoch sonderbare Verhaltensweisen. Typisch sind mangelndes Einfühlungsvermögen, starres Festhalten an Gewohnheiten, motorische Auffälligkeiten sowie ausgeprägte Spezial-Interessen.

tk


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