In voller Pracht zeigt sich zurzeit der 52 Jahre alte Gliederkaktus von Adolf Daum.
Adenstedt. Ganze 34 leuchtend orangefarbene Blüten und 15 weitere Knospen hat Adolf Daum an dem stacheligen Freund gezählt. Ein sehr alter Freund, der den 76-Jährigen schon sehr sehr lange begleitet. „1958 habe ich ihn als Sämling bekommen und eingepflanzt“, erinnert sich der Adenstedter.
Damals hatte er noch in Ödelum im Kreis Hildesheim gelebt, bevor er 1960 für seine Frau nach Lahstedt zog – den Gliederkaktus mit im Gepäck.
Und ein genügsamer Freund sei der Kaktus gewesen: „Der ist anspruchslos, Kaktus-Erde und ab und zu pflegen reicht da schon.“
Nur im Winter – und das gilt für Kakteen generell – werden die zähen Pflanzen bei etwa acht Grad gelagert: „Dann gieße ich sie auch gar nicht mehr“, sagt Daum. „Im Oktober, November das letzte Mal.“
Sein Know-How hat sich übrigens vielfach bewährt: Bis zu 500 Kakteen beherbergte er im und um das gemeinsame Adenstedter Haus. Inzwischen seien es deutlich weniger Exemplare. Ableger setzt er jedoch immer noch, hinterm Haus befindet sich schon eine Kakteen-Kinderstube, in der die nächsten Generationen der alten Freunde wachsen.
Und was sagt seine Frau zu diesem stacheligen Hobby: „So lange ich meinen anderen Pflichten nachkomme, ist das für sie in Ordnung“, sagt er grinsend.
sip