Letzte Chance für Lahsede? Am Donnerstag sprechen die Bürgermeister mit Experten der Landesregierung über die Gemeindefusion.
Ilsede/Lahstedt. Von 14 Millionen gemeinsamen Schulden könnte es auf 4 Millionen heruntergehen – wenn die Landesregierung bei einer Fusion der beiden Gemeinden das Geldsäckel öffnet. Bis zu 75 Prozent der Schulden erlässt Niedersachsen fusionswilligen Gemeinden.„Doch reicht das?“, fragt Lahstedts Bürgermeister Klaus Dieter Grimm (parteilos). Denn Voraussetzung für die Fusion ist, dass man in fünf Jahren schuldenfrei ist. Ein schwieriges Unterfangen, solange man beim Hüttengelände auf sich allein gestellt ist, findet er.
Über ihre Möglichkeiten sprechen die Verwaltungsspitzen morgen im Peiner Kreishaus mit Friedhelm Ottens von der Landesregierung.
„Ich hoffe auf den Durchbruch“, sagt Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD). Wenn die „Rahmenbedingungen stimmen“, stehen die Zeichen günstig für ein Zusammengehen. Dafür seien aber noch viele Detailfragen zu klären: „Wie hoch ist nach der Fusion die Zinsentlastung, wie viel Verwaltungsaufwand und -kosten spart ein Rathaus?“, nennt er Beispiele. Beide Gemeinden haben ihre Daten eingereicht. Bearbeitet hat sie Ottens noch nicht, er weiß aber: „Es wird kein Füllhorn ausgeschüttet.
Trotzdem ist ein Zusammengehen sinnvoll.“ Ilsede und Lahstedt erhoffen sich vor allem Entlastung beim Hüttengelände – seit 1997 haben sie viel Geld in die Industriebrache gesteckt. Die Landes-Hilfe dort könnte zum Zünglein an der Waage werden.
sip