Etwa 23 000 Menschen haben in Berlin gegen „Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen“ demonstriert. Mit dabei war auch eine kleine Gruppe aus Peine (Foto unten).
Berlin. Zu der Demonstration gegen „Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen“ hatte ein Bündnis aus mehr als 90 Organisationen aufgerufen, darunter Umwelt- und Tierschutzverbände, Entwicklungsorganisationen und auch Landwirte. Die Adenstedterin Laue war mit neun anderen interessierten Bürgern aus dem Peiner Land in Berlin.
„Wir wollten unbedingt Flagge zeigen“, sagte Laue, die Vorsitzende der Bürgerinitiative „Lahstedt-Ilsede für Tier, Mensch und Umwelt“ und der Peiner Kreisgruppe des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) ist. „Da haben wir auch dem Schneeregen getrotzt.“ Laue setzt sich seit Jahren für den Tierschutz ein, hat schon selbst etliche Demonstrationen gegen die Hühnermast-Anlagen im Peiner Land organisiert.
Bei der Großdemo in Berlin ging es dabei auch um die industrielle Tiermast. So forderten die Demonstranten, dass Fördermittel für Agrarbetriebe künftig an ökologische und soziale Kriterien sowie Tierschutzstandards gekoppelt werden müssten. Bei Subventionen müssten auch Obergrenzen für Großbetriebe eingeführt und sämtliche Subventionen für den Agrarexport gestrichen werden. Auch in Deutschland müssten jährlich viele Bauernhöfe schließen, weil sie mit der Billigproduktion großer Agrarkonzerne nicht mehr mithalten könnten, kritisierte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger.
Laue forderte eine genauere Kennzeichnung von Fleischprodukten im Supermarkt. „Genau wie bei den Eiern sollte dem Verbraucher immer deutlich gemacht werden, unter welchen Bedingungen diese Ware produziert wurde und ob die Tiere artgerecht gehalten wurden“, sagt die Adenstedterin. „Die Menschen wollen nämlich kein QualzuchtFleisch essen.“
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