Die Besucher in der beinahe ausverkauften St.-Andreas-Kirche in Gadenstedt waren begeistert von dem Auftritt des „Superstars“ Tobias Regner.
Gadenstedt. Unplugged und ohne Starallüren meisterte Regner mit seinem Bruder Micha seinen ersten Auftritt in einer Kirche – die Alte Stellmacherei war aufgrund der Besucherzahlen eindeutig zu klein. Ungezwungen standen die beiden bereits vor Beginn zwischen den Zuschauern. Und auch beim Konzert selbst gaben sie sich locker.
Regner wirkte so, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt – unkompliziert. Nur die Musik hat sich verändert. Selbst geschriebene deutsche Rock- und Popsongs gaben die beiden zum Besten.
Regner selbst an der Akustikgitarre, Micha unterstützte ihn an einer „Cajón“ genannten Kistentrommel. Die Lieder zeigten Tiefe. Die Texte sprachen Wahrheiten aus dem Leben. Dabei wechselten sich Balladen, wie zum Beispiel „Irgendwo da draußen“ mit rockigeren Song ab. Zwischendurch witzelten die beiden Musiker immer wieder. „Ich hoffe, ihr seid wegen der Musik hier. Sonst haben wir nämlich nichts zu bieten“, begrüßte Regner das Publikum.
Selbst obenrum nur mit einem weißen T-Shirt bekleidet nahm er Rücksicht auf die aus der Kälte kommenden Zuhörer. „Wer kalte Hände hat, darf jetzt mit klatschen“.
Diese Aufforderung kam an, bei „Komm zurück“ folgte das Klatschen dem Rhythmus des Liedes. Stimmung machte auch der Song „Sommer“, dessen Anmoderation angesichts der völlig gegensätzlichen Witterungsbedingungen leicht fiel.
Schon die ersten Töne erinnerten an einen lauen Sommerabend, der Text trug das Übrige dazu bei. Den Zuschauern gefiel es. Nach jedem Lied wurde eifrig applaudiert. Vor allem die jungen Mädchen waren Feuer und Flamme. Aber es waren auch viele ältere Menschen dabei – sicher wollte der eine oder andere einfach einmal einen Fernsehstar hautnah erleben.
taw