Die Burg Steinbrück soll verkauft werden. Sie war schon oft Schauplatz für kulturelle Veranstaltungen.
Steinbrück. „Wir können nichts machen“, sagen Heidemarie Eggert aus Groß Lafferde, Vorsitzende des Fördervereins Burg Steinbrück und zweiter Vorsitzender Harry Hillich. „Wir haben Zäune gezogen, Türen repariert, in den vergangenen 20 Jahren Geld und Arbeit in die Burg gesteckt“, regt sich Hillich auf. Jetzt könnte die ganze Arbeit auf dem 1500 Quadratmeter-Grundstück umsonst sein, fürchten beide.
Die Entscheidung liegt in Händen der evangelischen Kapellgemeinde Steinbrück. Vorsitzender Dietrich Hauschildt-Staff erklärt: „Das Objekt ist riesig und Erhaltungskosten sind sehr hoch und nicht mehr zu rechtfertigen. Zurzeit trennt sich die Kirche von vielen Kirchengebäuden, weil diese finanziell nicht mehr tragbar sind.“ Sich von einem weltlichen Gebäude wie der Burg zu trennen, falle der Kirche dementsprechend leichter.
Es hätten sich bereits einige Interessenten gemeldet, doch es war noch nichts passendes dabei. Sogar ein Motorradclub hat sich für das Objekt interessiert – „wir wollen aber einen Käufer, der die Nutzung der nahen Kirche und des Friedhofs nicht stört“, stellt Hauschildt-Staff klar.
Auch die Mitglieder des Fördervereins können nur auf einen künftigen Besitzer hoffen, der ihre Arbeit weiterhin unterstützt: „Vor allem unsere kulturellen Veranstaltungen, wie Theaterstücke, Konzerte und Führungen wollen wir weiterhin auf der Burg anbieten können“, sagt Eggert.
Sie kann sich jedoch nur schwer vorstellen, dass die Burg Investoren anlockt: Viele Gebäude seien baufällig und verfallen zusehends: „Das ist eine Schraube ohne Grenzen!“ In einen Käufer setzt sie nur wenig Hoffnungen: „Ich verstehe nicht, warum sich das Land Niedersachsen nicht mal um das denkmalgeschützte Gebäude kümmert!“
sip