Adenstedt. „Das stinkt doch zum Himmel“, sagt Helga Laue aus Adenstedt. Die Umweltaktivistin steht an einem riesigen Haufen Hühnermist, der auf einem Feld am Bültener Wald liegt. „Mich hat ein Bültener Bürger angesprochen, dass es im Ort seit einigen Wochen immer mal wieder widerlich stinkt“, erläutert Laue.
Und die streitbare Adenstedterin, die sich vehement gegen den Bau der Hähnchenmast-Anlagen stemmt, ist der Sache nachgegangen. „Am Wald haben wir dann diesen riesigen Misthaufen entdeckt“, sagt Laue.
In der Nähe von Adenstedt hat sie wenig später einen noch größeren Hühnermist-Haufen entdeckt, auf dem eine Vogelscheuche steckte. „Wenn die Ställe wirklich gebaut werden, wird das alles noch schlimme“, fürchtet die Adenstedterin. „Sollte jetzt die Sonne weiter auf den Mist scheinen, wird es erst richtig anfangen zu stinken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das rechtens ist.“
Die Gesetzeslage ist jedoch eindeutig. „Die Zwischenlagerung ist nur dann akzeptabel, wenn erhebliche Beeinträchtigungen von Grundwasser und Oberflächengewässern nicht zu befürchten sind und Belange des Bodenschutzes nicht entgegenstehen“, erläutert Henrik Kühn, Pressesprecher des Landkreises und damit auch des zuständigen Fachdienstes Umwelt.
Die Lagerung von Stallmist, Geflügeltrockenkot und einstreuarmen Geflügelmist außerhalb von undurchlässigen Anlagen ist auf die Dauer von sechs Monaten begrenzt. „Bei den überprüften Lagerungen handelt es sich um einstreureichen Geflügelmist. Diese Lagerung ist nicht zu beanstanden“, unterstreicht Kühn.
„Diese Gesetze stinken mindestens ebenso zum Himmel, wie der Hühnermist selbst“, kommentiert Laue die Antwort des Landkreis. An die zuständigen Landwirte appelliert sie, die Misthaufen wenigstens abzudecken.
mu
Kommentare
Helga Toni – 07.06.10
Es ist doch immer schön zu sehen, wie wenig Menschen doch mit Helga übereinstimmen.So sind die Teilnehmerzahlen bei ihren Aktionen doch immer sehr gering. Die paar Teilnehmer an den Aktionen reisen dann auch noch von Ort zu Ort, um zu zeigen, dass es angeblich überall Widerstände gibt.
Dies ist aber nicht der Fall!!!!
Ich frage mich immer nur, warum die PAZ ihr immer so einen großen Raum bietet, ihre Meinung kundzutun.
Es gibt doch wahrlich wichtigere Dinge.
Dünger?!?! Solscher – 07.06.10
Frau laue, welche Art der Düngung ziehen Sie den vor? mineralischen/anorganischen Feststoffdünger wie Kalkammonsalpeter?? Schädlich, mit vielen Chemikalien, auf hohen kosten basierender, unter hohem aufwandt hergestellter?Sie, die die umwelt und die Natur so lieben [zumindest dachte ich das mal] sollten doch froh sein, wenn auf organischen Dünger zurückgegriffen wird!
Wenn es nach Ihnen ginge müsste es wahrscheinlich ein Gorleben oder einen Schacht Konrad nur für HTK [HühnerTrockenKot] geben...unverständlich haben Sie sonst nichts zu tun?
mit freundlichen Grüßen
Sie wurden angesprochen... Holger Eickmann – 07.06.10
oder war das mein letzter Kommentar,wo ich darauf hingewiesen hatte, das es solche Miesthügel auf den Äckern vorhanden sind???aktivistin thomas – 06.06.10
mal wieder frau laue - diesmal ist es der mist beim letzten mal irgentwelche masten - hallo paz, alles amuesiert sich nur ihr fallt auf frau laue rein - das mist dem huehnermist stinkt zwar zum himmel, aber das mit der selbsternannten umweltaktivistin auch, mal sehen fuer oder gegen was sie als naechstes istToni Lahstedter – 05.06.10
Die Idee den Misthaufen abzudecken find ich supergut ! Hauptsache wäre das Helga sich mitzudeckt. Da kommt dann zusammen was zusammen gehört,es ist schön warm und angenehmer als im Wind zuhängen :-)Ironie des Schicksals Hans Heinrich – 05.06.10
Tragisch,tragisch ! Da hat sich doch jemand erdreistet legal an der Stelle wo man selber gern und oft illegal seinen Grünabfall in freien Natur entsorgt einen Misthaufen anzulegen.Mensch Frau Laue wann merken Sie das niemand Ihr Geschwaffel hören will !!!!Unsere Helga!!!! Toni – 05.06.10
@ Lahstedter:Da gebe ich Dir Recht.
Nach ihrer letzten Ankündigung sich an den schlimmen Adenstedter Sendemasten zu hängen, habe ich fast zwei Wochen jeden Tag voller Hoffnung am Mast empor geschaut. Aber leider kam da wohl wieder eine neue noch wichtigere Bürgerinitiative dazwischen. Schade!!!
Misthaufen Toni – 05.06.10
Schlimm, Schlimm, Schlimm ... ein Misthaufen in der Landwirtschaft. Wie kann es soweit nur kommen?Also mal ehrlich, vor nicht alzu langer Zeit gab es in fast jedem Garten einen Misthaufen, die bestimmt alle nicht so gut gerochen haben, na und?
Manche Leute sollten überlegen, ob sie nicht lieber in eine misthaufenfreie Stadt ziehen sollen. Dort gibt es dann bestimmt auch noch viel mehr Dinge, gegen die man eine Bürgerinitiative gründen kann, um seine Langeweile zu bekämpfen.
Helga Laue Lahstedter – 05.06.10
Die Dame muß man live erleben!Mit dem Schwachsinn den Sie von sich gibt schlägt sie jeden Comedy Star um längen. Einfach nur krank !und ein ganzes Dorf amüsiert sichWie immer Monarchist – 05.06.10
Das ist normal. Der Landkreis Peine legt Recht und Gesetz immer zu seinen Gunsten oder seinen Seilschaften aus.Da wundert mich gar nichts.
Das fängt ja gut an.... Kerry – 05.06.10
Lecker....., ein idealer Nährboden für Fliegen, deren Larven und Plagen.Wenn der Haufen verteilt wird, stinkt’s erst richtig.
Es gibt gesetzliche geregelte Fristen zur Einarbeitung des Hühnerkots. So kann nicht pauschal erklärt werden, dass 6 Monate zwischengelagert werden darf – besonders nicht unabgedeckt bei sommerlichen Temperaturen.
Festzustellen wäre, ob es sich um Importdünger handele – darüber ist Buch zu führen.
Importdünger ist dazu verdonnert, innerhalb von max. zwei Tagen untergepflügt zu werden, um Tiere vor Seuchen und Krankheiten zu schützen. Mensch, was haben wir für ein Glück, wir sind nicht betroffen.
Liebes Ordnungsamt – mal sehen, wie schnell das Zeug weg vom Platze ist.
Aktivistin ärgert sich über Misthaufen Atze H. – 04.06.10
Mich erstaunt es ein wenig, dass sich eine, wahrscheinlich selbst ernannte, Umweltaktivistin, über die natürlichste Sache der Welt aufregt. Und zwar Exkremente. Wenn ich dass so richtig auf dem, dem Beitrag beigefügten Foto sehe, trägt diese Heilige eine Sonnenbrille, mehrere Buttons, eine syntetisch hergestellte Weste und eine Polyesterbluse ( solch ein Muster ist nicht mit umweltverträglichen Verfahren herzustellen) oder ist die vielleicht selbst gebatikt ???. Soviel zum Thema Umweltaktivistin. Man sollte sich mal selber an die eigene Nase fassen, bevor man irgendwelchen stuss labert. Schönen tach auch Atze H.