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Groß Bülten

Yeah Yeah Yeah: Die „Rückkehr“ der fabulösen Vier

Was war das am Dienstagabend im Groß Bültener Hof? Ein Comeback der Ilseder Kultcombo „The Quarter Back“? Oder das Debüt einer neuen Band alter Haudegen? Egal, denn auf jeden Fall war es das: ein fantastisches Konzert mit den größten Hits der Beatles.

Die „fabulösen Vier“ (von links) Horst Dieter „Schmiddel“ Schmidt, Alois „Loisl“ Reichert, Thorsten „Toto“ Rösner und Jürgen „Panne“ Pannicke beim Auftritt in Groß Bülten.

© cb

Groß Bülten. Der Applaus brandet schon auf, als die vier Herren die kleine Bühne betreten – klar, Publikum und Musiker kennen sich. Denn die Recken vor ihren Vox-Verstärkern haben bis vor kurzem noch zusammen bei dem legendären Ilseder Beat-Quintett „The Quarter Back“ gespielt, bis dieses sich vor wenigen Wochen auflöste. „Das ist zu früh“, sagt Gitarrist Jürgen „Panne“ Pannicke mit einem Lachen. „Wir haben doch noch gar nichts gemacht.“

Das sollte sich schnell ändern.

Mit dem Klassiker „Love me do“ startet das Quartett in einen unvergesslichen Abend. Von Beginn an singen die Gäste im vollbesetzten Saal des Groß Bültener Hofes mit. Auf dem Programm stehen ausschließlich Lieder der Beatles, denn der Abend hat einen besonderen Anlass: Vor genau 50 Jahren waren die „Fab Four“ in Hamburg angekommen und wenig später erstmals in der Hansestadt aufgetreten. Und welch großen Einfluss die Pilzköpfe aus Liverpool auch nach einem halben Jahrhundert noch haben, zeigt sich in den Gesprächen mit Publikum und Band.

„Ich habe als Kind Blockflöte, Geige und Zugposaune gelernt“, sagt etwa der zweite Gitarrist Horst Dieter „Schmiddel“ Schmidt. „Dann kamen plötzlich die Beatles und alles war anders“, erklärt der Musiker. Will heißen: Rock’n’Roll hat seinem Leben einen neuen Sinn gegeben. Etwas anders lief es beim noch jüngeren Schlagzeuger Thorsten „Toto“ Rösner: „Zuerst waren die Beatles da – und dann ich“, sagt er mit einem Lachen. „Love love me do“, eben.

Auch die Konzertbesucher im Groß Bültener Hof haben ein besonderes Verhältnis zu den Beatles. „Die Songs erinnern mich an alte Zeiten und sind einfach klasse“, sagt Heike Fischer aus Rosenthal. Und es sind alles Liebeslieder – immer wieder. Egal ob „I wanna hold your hand“, „I feel fine“ oder „She loves you“. Doch die Songs sind nicht kitschig oder schwülstig – sie stammen halt von vier Bengels, die der Hafer gestochen hatte. Yeah Yeah Yeah.

Nach vier Zugaben spielen Horst Dieter „John“ Schmidt, Thorsten „Ringo“ Rösner, Alois „Paul“ Reichert und Jürgen „George“ Pannicke noch Lennons Ballade „You’ve got to hide your love away“ und im Gegensatz zum Ratschlag im Titel macht das Publikum keinen Hehl aus der Zuneigung zu den vier Beat-Haudegen auf der Bühne. Vielleicht war der Auftritt der fabulösen Vier ja wirklich das Debüt einer neuen Band. Das ausgelassen feiernde Publikum hätte sicherlich nichts dagegen.

mu


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