Gestern hielt nun zum ersten Mal der Brötchenwagen in der Ortschaft.
Seit einem Jahr steht der Solschener Bäcker leer.
„Das ist schonmal eine Zwischenlösung“, sagt die Solschenerin Gisela Eisermann während sie Brot und Brötchen bezahlt. Sie war gestern eine der ersten Nutzer des neuen Konzepts für die Ortschaft: Jeden Donnerstag, um 14 Uhr soll der Bäckerwagen vor der Solschener Kirche stehen, eine halbe Stunde später hält er nochmal in Klein Solschen. „Wir sind ja noch mobil und können in die Nachbarorte fahren, um Brot zu holen“, so Eisermann. „Doch was sollen die Älteren denn machen?“ Auch weitere Solschener kamen nach und nach, um sich mit Backwaren einzudecken - darunter auch Moritz Scharf. Seine Familie hat die Brötchen zuletzt immer in Adenstedt geholt: „Der Bäckerwagen ist ganz gut - ein richtiger Bäcker ist aber besser“, findet er.
Auch Bürgermeisterin Strube zeigt sich verhalten zufrieden: „Der Wagen ist erstmal ein Anfang. Die Hoffnung auf einen richtigen Bäcker habe ich zwar noch nicht aufgegeben, ich glaube aber eher an einen Kiosk mit Backwaren.“
Wirtschaftsförderer Wolfram Gnädig sieht das ähnlich: „Dass wir nochmal einen richtigen Bäcker nach Solschen bekommen, ist bei 1100 Einwohnern leider unwahrscheinlich“, sagt er. „Dafür ist die Nachfrage zu gering.“
Das Problem gelte übrigens generell für Gemeinde-Randbereiche: „Die Kunden fahren eher in das Gemeindezentrum zum Einkaufen.“ Gnädig plane dennoch eine Veranstaltung für Solschener, in der gemeinsam mit einem Fachbüro neue Möglichkeiten ausgelotet werden sollen.
sip