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Peine

„See you in heaven“: Umwerfendes Konzert

Experimentell, emotional, umwerfend – hätten sich die Zuschauer getraut, sie hätten sich beim Schlussapplaus vor Begeisterung auf die Sitze gestellt. Das Zusatzkonzert von „See you in heaven“ des Klein Ilseder St. Urban Gospelchors entzückte das Publikum in den fast ausverkauften Peiner Festsälen ebenso wie die beiden Konzerte zuvor.
Farbenfroh: Der Klein Ilseder St. Urban Gospelchor begeisterte mit einem Zusatzkonzert von „See you in heaven“ in den Peiner Festsälen.

Farbenfroh: Der Klein Ilseder St. Urban Gospelchor begeisterte mit einem Zusatzkonzert von „See you in heaven“ in den Peiner Festsälen.

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Peine. Konzert? Innovatives Musical-Erlebnis-Theater trifft den einzigartigen Abend mehr. Bereits beim Betreten der Festsäle waren die Zuschauer mittendrin: „Haben Sie heute schon gelebt?“, wurden sie empfangen.

Das selbst gemachte Stück, das mit vielen Effekten das Werden, Wachsen und Vergehen des Lebens beschreibt, den Tod als Teil des Lebens begreift und darstellt, berührte und bezauberte das Publikum. Es beeindruckte sowohl mit modernen Ideen als auch mit handwerklich hervorragender Musik.

Der Klein Ilseder Chor steht seit jeher für außergewöhnliche Qualität – stimmlich und darstellerisch. „See you in heaven“ jedoch setzte neue Maßstäbe. Ließe man die Aufführung in einem großen Musicalhaus stattfinden, wäre sie genau am richtigen Ort. Dem Chor ist mit diesem Werk etwas ganz Besonderes gelungen, das weit über ein normales, jährlich stattfindendes Konzert hinaus geht.  Das Zusammenwirken von Solisten, Chor und Band sorgte als Gesamtkunstwerk für Gänsehaut. Michael Jacksons „Earth Song“ war ein Höhepunkt. Unterlegt mit verstörenden Bildern von Umweltkatastrophen, krakeelenden Darstellern, denen Mitmenschen und Umwelt egal waren und die mit Wonne Müll ins Publikum schmissen, zeigte gerade das Stück die gewaltige Stimmkraft und Schönheit des Chores. Getoppt wurde dies noch vom berührenden Schlusslied „See you in heaven“.

Nach der Pause wurde die grelle Farbenfreudigkeit des Lebens durch tristes Gelb-Grau ersetzt. Die Lichteffekte machten einen Themenwechsel deutlich: Alter mit all seinen negativen Erscheinungen, Tod und das Danach wurden thematisiert. Es gelang ein wunderbarer Spagat: Der Tod muss nicht das Ende sein und auch die Traurigkeit kann einen neuen Anfang bergen – „see you in heaven“. Das Publikum stand geschlossen auf und erwies dem Chor mit seinem energiegeladenen Dirigenten Dr. Lars Peters minutenlange Ovationen.

gs


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