Einfahrt Verboten: Die Groß Ilseder Straßen Poststraße, Karlstraße und Heinrichstraße sollen vom Oberger Weg aus gesperrt werden. Sie dienten vielen Auto-, Taxi und Kleinbusfahrern bislang als Abkürzung zu den Schulen in der Schulstraße.
Groß Ilsede. Ganze 147 Autos sollen Anwohner der Heinrichstraße morgens zwischen 7 und 8 Uhr schon einmal gezählt haben – für eine Anliegerstraße viel zu viel, fanden sie. Seit Jahren fordern sie von der Politik Entlastung, denn morgens und mittags werden die Heinrich-, aber auch die Parallelstraßen zum stark befahrenen Schul-Zubringer und somit als Abkürzung missbraucht. Auch die jüngsten Zählungen des Landkreises im November haben eine deutliche Zunahme in den letzten Jahren ergeben.
Das soll sich jetzt ändern. Zur Entschärfung der Belastung werden die Heinrich- die Karl- und die Poststraße von Süden aus gesperrt – probehalber für ein Jahr. „Diese Sperrung ist sicher“, teilte Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes gestern nach der Sitzung des Verwaltungsausschusses mit.
Nachdem sich bereits im Dezember die zuständigen Verkehrsbehörden Landkreis Peine, Polizei Peine und Ilsede sowie die Gemeinde Ilsede angesichts der zunehmenden Verkehrzahlen verständigt hatten, beriet der Verwaltungsausschuss der Gemeinde über die Maßnahme – beschließen muss die Gemeinde jedoch nichts, da die Sperrung eine Anordnung der Verkehrsbehörde des Landekreises ist.
Die Straßen sollen zu sogenannten unechten Einbahnstraßen werden. Das heißt, die Einfahrt vom Oberger Weg aus ist jedem Verkehrsteilnehmer verboten. Die Zufahrt von der Schulstraße aus bleibt erlaubt. Anwohner können von ihrem Grundstück aus kommend jedoch in jede Richtung fahren. Wann die „Einfahrt verboten“-Schilder an der Südseite der Straßen aufgestellt werden ist noch nicht sicher, da der zuständige Ilseder Verwaltungsmitarbeiter derzeit erkrankt sei, erklärte Wilfried Brandes. „Unser Ziel ist es aber, die Schilder Ende Januar / Anfang Februar aufzustellen“, so der Bürgermeister.
sip