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Bauausschusssitzung

„Schacht Konrad von Ilsede“

Keine Ruhe gibt es beim Thema Ortsdurchfahrt Groß Bülten. Auch in der gestrigen Bauausschusssitzung machten viele Anwohner ihrem Ärger Luft. Sie sind mit dem angedachten Ausbau der Angerstraße zur Hauptverkehrsader im Ort alles andere als glücklich.
Der Ausbau der Angerstraße zu einer Hauptverkehrsader Groß Bültens ist im Gespräch. Die Anwohner äußerten ihren Unmut dazu gestern im Bauausschuss der Gemeinde Ilsede.

Der Ausbau der Angerstraße zu einer Hauptverkehrsader Groß Bültens ist im Gespräch. Die Anwohner äußerten ihren Unmut dazu gestern im Bauausschuss der Gemeinde Ilsede.

© cb

Ilsede-Groß Bülten. „Es kann nicht sein, dass die Angerstraße der Schacht Konrad von Ilsede wird“, schimpfte ein Bürger vor den Ausschussmitgliedern. Ein anderer sagte: „Lkw lassen wir auf keinen Fall durch die Angerstraße.“ Etwa 30 Bürger waren gekommen, um in teilweise drastischen Bildern gegen den Ausbau der Angerstraße zu protestieren.

Zurzeit favorisiert der Landkreis, der die Planung bei der Kreisstraße leitet, den Vorschlag, den Verkehr der Peiner Straße von Bülten kommend über einen Kreisel durch die Angerstraße auf die Schönbeckstraße und von dort aus weiter auf die Solschener Straße zu leiten. Die Fahrzeuge, aus Solschen kommend, sollen dagegen ebenfalls nach links auf die Peiner Straße abbiegen und dann den selben Weg Richtung Ölsburg fahren. Die Idee ist, den Ortskern um die Kirche herum zu schonen.

Ausschussvorsitzender Werner Kirschner (SPD) betonte: „Wir müssen nur einen Beschlussvorschlag genehmigen, damit das Verfahren und damit eine Diskussion in Gang gebracht werden kann.“ Die Bedenken der Bürger würden später im Planungsverfahren noch berücksichtigt. „Später kann eine ganz andere Version herauskommen.“

Viel lieber schien vielen Bürgern offensichtlich eine zweite Variante zu sein: Hierbei wird der Verkehr von der Peiner Straße weiter nördlich über Acker und Bahndamm abgeleitet. Der Landkreis lehnt diesen Vorschlag inzwischen ab, da er zu spitze Winkel bei den Abfahrten der Kreisel nach sich ziehe.

Schließlich brachte ein Anwohner der Angerstraße, Lothar Sakautzky, eine dritte Variante in die Sitzung mit ein: Der Triftweg wird eine Einbahnstraße von Nord nach Süd, die Angerstraße von Süd nach Nord. Die betroffenen Straßen müssten so für den Durchgangsverkehr nicht verbreitert und die Grundstücke der Anwohner nicht angetastet werden. Kirschner nahm diesen Vorschlag als zu prüfende Variante mit in die Beschlussfassung des Gremiums mit auf.

sip


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